Top News

Devin Haney dominiert Yuriorkis Gamboa

Devin Haney dominiert Yuriorkis Gamboa

Leichte Arbeit für ‚The Dream‘: Am Samstagabend verteidigte der 21-jährige US-Amerikaner seinen WBC-Titel im Leichtgewicht gegen den Kubaner Yuriorkis Gamboa. Ein Knockout wollte Haney zwar nicht gelingen, am Ende konnte Haney aber mit 120-107, 120-107 und 118-109 einen klaren und ungefährdeten Punktsieg einfahren.

Haney nutzte seine Reichweitenvorteile gegen den kleineren Gamboa aus, bestimmte den Kampf aus der Distanz und ließ dem ‚Ciclon de Guantanamo‘ nur selten die Gelegenheit, auch mal „zum Schuss“ zu kommen. Und so konnte sich ‚The Dream‘ Runde um Runde auf den Scorecards sichern. Im späteren Kampfverlauf suchte Haney zwar den KO, Gamboa wechselte aber in den „Überlebensmodus“ und fing an zu halten. Im elften Durchgang erntete der 38-jährige einen Punktabzug wegen „Holding“.

In Runde 12 versuchte Haney noch einmal einen KO, doch Gamboa ging oft in den Mann und verhinderte den Kampf. Am Ende dann der klare Puntsieg für Haney, der nach seinem Sieg erklärte: „Natürlich wollte ich den Knockout, aber er ist ein schlauer Veteran und hat viel gehalten. Gegen jemanden wie Gamboa zu kämpfen ist ein Sprungbrett, aber jetzt will ich die großen Kämpfe. Teofimo Lopez ist derjenige mit den anderen Gürteln, also ist das der Kampf, den ich machen möchte.”

Wer den Kampf verpasst hat: KLICK

Auf der Undercard konnte sich Sauerland-Boxer Filip Hrgovic durch TKO5 gegen Rydell Booker durchsetzen. Dass der 39-jährige aus Detroit keine wirkliche Herausforderung darstellen würde, war vorher abzusehen. Ob man dem Umstand, dass Kubrat Pulev im November 2019 im Kampf gegen ‚Rock n’ Rye‘ Booker über die Runden ging, eine Bedeutung beimessen möchte, muss der geneigte Leser selber entscheiden.

Da Booker sich im Laufe des Kampfes zum „Boxsack“ entwickelte, der ohne Gegenwehr Treffer kassierte, griff Ringrichter Samuel Burgos im fünften Durchgang ein und stoppte die Begegnung. Nach dem Kampf forderte Hrgovic härtere Tests und äußerte Interesse an Kämpfen mit Derek Chisora und Michael Hunter. Zurzeit ist Hrgovic bei drei großen Verbänden unter den Top 15, bei der IBF rangiert der 28-jährige auf # 6.

Co-Promoter Nisse Sauerland plant, seinen Boxer zuerst dort zum Pflichtherausforderer zu machen, später auch zum WBC-Mandatory. Sauerland weiß aber auch: „Der WBC-Titel wird noch eine ganze Weile auf sich warten lassen.“ Auf dem Weg zum vorerst anvisierten IBF-Titel stünde unter anderem auch ‚Prince‘ Charles Martin im Weg, ein Kampf, den Hrgovic durchaus für sich entscheiden könnte.

Zum Kampf Hrgovic vs Booker geht es hier: KLICK

Voriger Artikel

Ein Schwergewichtsabend in Los Angeles

Nächster Artikel

Luiz Ortiz und Frank Sanchez siegen vorzeitig - full fights

1 Kommentar

  1. 9. November 2020 at 16:18 —

    Wie Schreiberling ganz richtig schreibt 😀 – es war eine super Leistung von Haney. Aber hat er erreicht, was sein eigentliches Ziel war? Er wollte „either an absolute Beatdown or a Knockout“ gegen den alternden Gamboa, sprich seine direkten Konkurrenten Loma, Teofimo, Tank oder Ryan Garcia nachhaltig beeindrucken und ihnen damit Respekt einjagen bzw. sich in einem eventuellen direkten Gefecht als Favoriten positionieren. Ist ihm das gelungen? Ich denke, eindeutig Nein.

    Teo lacht weiter über ihn, den „E-Mail-Champion“, er habe eine „E-Mail-Champion-Performance“ gegen Gamboa, einem „D-Class-Fighter“, hinlegt. Garcia interessiert sich NULL für Haney, möchte direkt gegen Teo ran, was aus Business-Sicht wegen der beiden unterschiedlichen Latino-Communitys auch absolut Sinn ergibt. Tank ist sowieso gegen alle die „A-Side“, sieht jedenfalls Floyd so – das heißt, diese Käampfe werden eh noch ein bisschen reifen müssen, ehe man den maximalen Profit (für Tank) rausschlagen kann. Und ein Loma in Normalform sollte gegen Haney auch nicht chancenlos sein.

    Und die Fans, was sagen die? Soweit ich die Foren durchgekämmt habe, waren nur wenige extrem begeistert von Haney. Ich selbst habe nach der siebten Runde den Schirm zugemacht und bin eine Runde joggen gegangen, nachdem ich gemerkt habe, dass ich einem parallel laufenden Gaming-Channel auf Twitch, bei dem „Among Us“ gezockt wurde, mehr Aufmerksamkeit geschenkt hatte als dieser Ringschlacht. Nur Eddie Hearn war natürlich mörderbegeistert von seinem Schützling. Es dürfte aber selbst ihm schwerfallen, Haney momentan als Top-Gun des Leichtgewichts zu positionieren.

Antwort schreiben