Top News

Der letzte Vorhang für den “Drunken Master”

Als Emanuel Burton am 23. Juli 1994 in Louisiana sein Profidebüt gegen Jamie Cooper nach sechs Runden nach Punkten gewann, konnte keiner ahnen, dass er trotz keiner großen Karriere eines Tages eine kleine Legende sein würde. Nachdem er letzten Samstag im Alter von 36 Jahren nach eigener Aussage seinen letzten Arbeitstag im Ring verbrachte, beendete Burton, der seit 2001 den Namen seines Vaters übernahm und nun Emanuel Augustus heißt, seine illustre Karriere mit einem Kampfrekord von 38 Siegen (20 KOs), 34 Niederlagen (5 KO-Niederlagen) und 6 Unentschieden. Das deutet auf keine außergewöhnliche Karriere hin, und Augustus gewann auch nie einen großen WM-Titel, aber niemand, der die Karriere des sympathischen Mannes aus Chicago auch nur nebenbei verfolgt hat, würde sie als gewöhnlich bezeichnen.

Nach seinem erfolgreichen Profidebüt verlor Burton gleich seinen zweiten Kampf drei Monate später. Ein paar Siege und Niederlagen später avancierte Burton langsam aber sicher zu einem Gatekeeper für aufstrebende Talente. Er war talentiert, aber nicht zu talentiert, gab den Talenten Runden, da er selten ausgeknockt wurde, und hatte zudem einen sehr zuschauerfreundlichen Stil und nahm jeden Kampf an, wie kurzfristig auch immer. Alleine zwischen Juli 1996 und Januar 1998 traf er auf gleich sechs ungeschlagene Boxer. Den einzigen Kampf von diesen, den er gewinnen konnte, gewann er vorzeitig, vier Mal verlor er nach Punkten, einmal wurde er disqualifiziert. Machte Burton den Talenten zu viele Probleme und war er zu gut, wurde er gerne mal um einen Sieg von den Punktrichtern betrogen, und der Ruf als am meisten betrogener Boxer der Welt verfestigte sich später noch mehr, als er zunehmend im TV zu sehen war.

Seine größte Erfolgsserie feierte Burton 1998 bis Anfang 1999, als er zehn Kämpfe in Folge ungeschlagen blieb und dabei die interkontinentalen Halbweltergewichtstitel der IBF und WBO gewann. Innerhalb von nur 22 Tagen boxte Burton in Dänemark, Louisiana und England, während andere Boxer damit überfordert sich innerhalb von 22 Tagen auf nur einen Kampf vorzubereiten. Inzwischen waren seine Kämpfe schon häufiger im Fernsehen übertragen worden und Burtons Popularität stark gestiegen. Attraktivere Kämpfe warteten auf ihn wie beispielsweise der Kampf gegen den amtierenden IBA-Titelträgers Antonio Diaz. Doch seine größte Herausforderung kam am 21. Oktober 2000.

Ein junger, in 23 Profikämpfen ungeschlagener Superfedergewichtsweltmeister machte seinen ersten Vorstoß ins Leichtgewicht und suchte einen Gegner, der ihn an die Gewichtsklasse, in die er anderthalb Jahre später aufsteigen sollte, akklimatisieren sollte. Floyd Mayweather Jr. suchte sich Emanuel Burton aus, und der 23-jährige Superstar war selbstredend klar überlegen und beherrschte Burton deutlich. Der Außenseiter verlor zwar jede Runde und wurde nach neun Runden von seiner Ecke aus dem Kampf genommen, zeigte aber eine äußerst couragierte Leistung und machte sich sicherlich einige neue Fans. Noch Jahre nach dem Kampf nennt Floyd Mayweather immer noch Emanuel Burton auf die Frage welcher Gegner ihm den schwersten Kampf beschert habe.

War das Jahr 2000 für Burton aufregend, stand 2001 in nichts nach. Am 13. Juli zog er in New Hampshire gegen Micky Ward, der sich auch schon den Ruf eines Fanfavoriten verschafft hatte, in die Schlacht. In einem der besten Kämpfe des vergangenen Jahrzehnts und dem Fight of the year 2001 des Ring Magazins gönnten sich die beiden Krieger keine einzige Verschnaufpause über zehn Runden und versetzten das Publikum in Staunen und Euphorie. Burton musste in der neunten Runde zu Boden und verlor den Kampf einstimmig nach Punkten, obwohl er laut Statistik 421 gegenüber Wards 320 Schlägen ins Ziel brachte. Einige Fans sahen Burton vorne, Kommentator und Trainer Teddy Atlas hatte es Unentschieden, doch die Punktrichter sahen allesamt Ward als Sieger, Mike Nolan sogar mit einem zynischen 98-90. In Erinnerung blieb jedoch hauptsächlich und auch zu Recht der brillante Kampf an sich.

Drei Jahre später wurde die Empörung über die Benachteiligung der Punktrichter, die Burton, der inzwischen Augustus hieß, widerfuhr richtig groß. Live auf ESPN verlor Augustus gegen Courtney Burton skandalös nach Punkten. Der Ringrichter hatte im gesamten Kampf illegale Schläge von Burton geduldet, Augustus stattdessen Punkte abgezogen sowie einen korrekten Niederschlag durch Körpertreffer nicht zählen lassen, da er die Schläge unverständlicherweise als zu tief angesehen hatte. Trotz dessen hatte Augustus nach zehn Runden eigentlich ganz locker genug gemacht um den Kampf zu gewinnen, doch die Punktrichter erklärten Courtney Burton zum Sieger. Einer sah Augustus mit 98-94 vorne, während die anderen beiden Burton mit betrügerischen Urteilen von 99-90 und 97-92 zum Gewinner kürten. ESPN-Kommentator Teddy Atlas machte im Fernsehen keinen Hehl aus seiner Empörung und der Kriminalität dieser Entscheidung. Zwei Jahre später gelang Augustus die Revanche als er Burton in acht Runden KO schlug.

Ende 2008 erfuhr Augustus die Wertschätzung vom amerikanischen Sportsender ESPN, welcher ihn zum „Most memorable fighter of the decade“, den unvergesslichsten Boxer des Jahrzehnts wählte. Natürlich trug sein unvergesslicher Kampf gegen Micky Ward zu diesem Titel seinen Teil bei, aber es war noch viel mehr als nur das. Augustus nahm jederzeit jeden Kampf an, egal wie gut der Gegner war, egal wie viel schwerer oder größer. Er konnte nur einen oder zwei Tage Vorbereitung auf den Kampf haben und würde trotzdem zusagen.

Zudem zeigte er in einem oft unbarmherzigen Sport, dessen Opfer Augustus selber oft genug wurde, immer wieder Herz und Charakter. Am 08. Juli 2005 stand Augustus in Hamton Beach in einem Zehnrunder gegen Ray Oliveira im Ring. Augustus kontrollierte den Kampf deutlich, als Oliveira sich in der achten Runde plötzlich merkwürdig verhielt. Nach einem Schlag, der Oliveira an der linken Seite des Kopfes streifte, bückte sich dieser schmerzverzerrt und hielt sich den Nacken. Ringrichter Steve Smoger, der bekannt dafür ist Kämpfe lange andauern zu lassen und angeschlagenen Boxern viel Zeit zu geben bevor er sie aus dem Kampf nimmt, unterbrach den Kampf kurz, aber Oliveira erklärte kurz darauf, dass alles in Ordnung sei, und der Kampf ging weiter.

Augustus merkte aber, dass nicht alles in Ordnung war, und vermied es den Kampf weiterzuführen und damit Oliveira weiter zu gefährden. Er schlug nur noch harmlose Jabs, die deutlich über den Kopf seines Gegners hinweg gingen und nach einiger Zeit vereinzelte Schläge zum Körper. Trotzdem zuckte Oliveira immer wieder mit dem Kopf und hielt sich den Nacken vor Schmerzen. Augustus ließ sich daraufhin an den Seilen stellen und Oliveira auf ihn einprügeln ohne selber mit Schlägen zu antworten, da er zu besorgt um die Gesundheit seines Gegners war. Schließlich unterbrach Smoger den Kampf erneut und zog den Ringarzt zu Rate, der den Kampf für die letzten 20 Sekunden der Runde noch einmal frei gab. Am Ende der Runde beendete Smoger aber dann doch den Kampf, und Oliveira wurde ins Krankenhaus gebracht. Es sollte Oliveiras letzter Profikampf bleiben, und es ist nicht auszudenken, was hätte passieren können, hätte Augustus nicht solche Klasse im Ring gezeigt und stattdessen weiter auf den eindeutig verletzten Oliveira eingeschlagen.

Doch am längsten im Gedächtnis wird wohl vor allem sein Boxstil bleiben. Wenn er in der richtigen Stimmung und gut drauf war wurde Emanuel Augustus zum „Drunken Master“, einem Mann, der im Ring gleichzeitig tanzte und boxte. Er sprang durch den Ring, setzte sich über jedes Boxlehrbuch hinweg und bewegte sich zum Rhythmus von der Musik in seinem Kopf. Dass er dabei fast nie die richtige Balance hatte um Schläge abzufeuern geschweige denn sie zu kassieren störte ihn überhaupt nicht. Er schlug im Takt, wich den Schlägen seines Gegners mit ungewöhnlichen Tanzbewegungen aus und wechselte die Auslage mit praktisch jedem zweiten Tanzschritt. Für ihn war es nicht genug in den Ring zu gehen und zu gewinnen, ihm ging es darum den Fans eine Show zu liefern, und dieses Ziel verfehlte er nie.

Mit den Jahren ließen seine Reflexe, seine Schnelligkeit und auch seine Widerstandsfähigkeit langsam nach und sein spektakulärer Stil ließ sich immer schwerer anwenden, doch hier und da zeigte er immer wieder mal ein Aufblitzen des betrunkenen Meisters, dessen Beine aus Gummi zu sein schienen. Letzten Samstag war er mit 36 Jahren nach 78 Profikämpfen nicht mehr in der Lage während des Kampfes gegen den ungeschlagenen Vernon Paris zu tänzeln. Stattdessen nutzte er die Musik, die während der Rundenpausen lief, und verschwendete keine Idee daran sich zum Ausruhen auf seinen Stuhl zu setzen wie es üblich ist, sondern unterhielt das Publikum, das ihm tosenden Beifall gab damit, dass er in der Rundenpause in seiner Ecke zu der Musik aus den Lautsprechern tanzte. Dass er immer noch seine eigene Musik in seinem Kopf hat, ist jedoch nicht zu bezweifeln.

Mit seinem Talent hätte Emanuel Augustus so viel mehr „erreichen“ können. Hätte er nicht durch seine komplette Karriere hindurch so ein schlechtes Management, welches er ständig wechselte, gehabt, wäre er nicht ständig in seine Kämpfe mit minimaler Vorbereitung gegangen, da er jedes Mal als Ersatzgegner zur letzten Minute hin zugesagt hat, hätte er nicht mehrere Kämpfe innerhalb von wenigen Tagen auf verschiedenen Kontinenten gehabt, und wäre er nicht stets in der Heimatstadt seiner Gegner, die dann auf die Gutmütigkeit der Ring- und Punktrichter vertrauen konnten, angetreten, hätte er mit Sicherheit eine ganz andere Karriere hingelegt.

Sein Kampfrekord würde heute ganz anders aussehen und deutlich mehr Siege als Niederlagen aufweisen, und bei richtigem Management und der Titelvielfalt heutzutage wäre mit großer Wahrscheinlichkeit ein WM-Titel für ihn irgendwann drin gewesen. Doch auch wenn er es wohl niemals in die Boxing Hall of Fame schaffen wird und nie auf einer Liste von Weltmeistern der großen Verbände geführt werden wird, wird seine Karriere wohl nicht so schnell vergessen werden und sein Name stets mit jemandem verbunden werden, der dann eben doch auf seine Art und Weise einer der Großen des Sports war.

Voriger Artikel

Stjepan Bozic: "Abraham ist nervöser als ich"

Nächster Artikel

Pirog weiter auf Gegnersuche: "Die WBO muss Smith erst als Gegner zulassen"

30 Kommentare

  1. Tom
    31. Januar 2011 at 20:40 —

    Toller Bericht,nur zu lang!

    Hab Burton einige Mal kämpfen gesehen,es waren immer spannende Kämpfe,aber wie es schon im Bericht steht,ist er auch einige Male böse beschissen worden.Ein gutes Managment ist eben Gold wert.

  2. HamburgBuam
    31. Januar 2011 at 20:43 —

    Schön geschrieben. Damit ein Text seine Wirkung erzielt muss er halt manchmal langs ein. Und ich habe Gänsehaut bekommen als ich ihn las… Obwohl seine Beste Zeit bereits vorbei war als ich angefangen habe Boxen zu schauen.

  3. Shlumpf!
    31. Januar 2011 at 21:21 —

    Guter Artikel, der gute Burton hat es verdient, dass man ihm so etwas widmet und nicht nur paidar seinen Abschied verkündet.
    ich hoffe, er hat genug verdient bzw. sein Verdientes schlau genug angelegt, dass er sich ein ordentliches Leben machen kann.

  4. Lukas
    31. Januar 2011 at 22:35 —

    er weiss wenigstens wann es zeit ist zu gehen im gegensatz zu botha,holyfield,schulz,krasniqui…

  5. gewaar
    31. Januar 2011 at 22:58 —

    Sein Kampf gegen Micky Ward war einfach atemberaubend. Noch nie habe Ich so viele ausgeteilte Schläge in einem Kampf gesehen. Solche Boxer verdienen einfach den höchsten Respekt.

  6. Norbert Grupe
    31. Januar 2011 at 23:28 —

    Ein guter Kerl, einer der wenigen die einen solchen Artikel verdient hätten! Danke dafür!

  7. mamaz
    1. Februar 2011 at 00:17 —

    @gewaar

    es gibt glaube ich nur 2 kämpfe die besser waren, wo noch mehr schläge ausgeteilt wurden. mickey ward vs aturo gatti (egal welchen der drei), und ali vs frazier, verdammt die haben sich so übelst gegeben

  8. UpperCut
    1. Februar 2011 at 00:37 —

    toller artikel und nicht zu land – lern lesen!

  9. UpperCut
    1. Februar 2011 at 00:38 —

    lang (ich sollte wohl schreiben lernen ;-))

  10. Ahmet
    1. Februar 2011 at 03:00 —

    wenn er 34 Kämpfe verloren hat, wird er sicherlich nicht besonder alt.

  11. Drenica
    1. Februar 2011 at 03:07 —

    @mamaz
    der kampf david tua vs ike ibeabuchi ist der mit meisten schläge in schwergewicht
    ali hat 15 runden gehabt und weniger geschlagen als die beiden

    guck euch den kampf bitte an
    ike hat uber 900 schläge in 12 runden abgefeuert das ist rekord bis heute in schwergewicht und ich glaube kein einziger kampf hatte mehr

  12. Drenica
    1. Februar 2011 at 03:08 —

    und tua ubeer 700
    das ist der beste schwergewichtskampf nonstop schläge abgefeuert

  13. Ahmet
    1. Februar 2011 at 03:12 —

    Nur weil man wild umsich schlägt, muss es nicht der beste Kampf gewesen sein.

    Der Kampf war nicht schlecht, viel action aber mehr auch nicht.

  14. Leser
    1. Februar 2011 at 10:06 —

    wow echt ein toller Artikel und die Länge ist super.

  15. kevin22
    1. Februar 2011 at 10:48 —

    Die Lobeshymne von Benjamin ist wiklich gut geschrieben, beinhaltet m.M. nach jedoch zu viele persöhnliche Emotionen, die in dem Falle alles andere als zuträglich sind!

    Emanuel war in seiner ganzen Karriere immer ein super Talent, aber er verstand es nie sein Können richtig in die Tat umzusetzen! Er wechselte sowohl Promoter als auch Trainer mehrmals und war dafür bekannt, dass er keinerlei Interesse an einer Kampfvorbereitung mittels Training hatte!
    Da kann ich nur sagen: “selber Schuld”!

    Aus ihm hätte ein ganz grosser Boxer werden können, leider fehlte ihm der Wille und die nötige Disziplin…

  16. Shlumpf!
    1. Februar 2011 at 10:55 —

    Find’s nicht schlimm, wenn da Emotionen mit einfließen. Für nüchterne News-Meldungen ist ja adrivo zuständig (das ist nicht abfällig gemeint), das hier ist einfach eine Laudatio und eine solche schmückt man halt immer etwas aus.

  17. Peddersen
    1. Februar 2011 at 11:01 —

    Cooler Typ. Coole Story. Stoff für`n Bestseller. Die meisten Weltmeister erblassen gegen die Vita dieses Typen.

  18. kevin22
    1. Februar 2011 at 11:09 —

    Shlumpf! sagt:

    “Find’s nicht schlimm, wenn da Emotionen mit einfließen. Für nüchterne News-Meldungen ist ja adrivo zuständig (das ist nicht abfällig gemeint), das hier ist einfach eine Laudatio und eine solche schmückt man halt immer etwas aus.”

    Es steht unter “NEWS”, also Neuigkeiten, da sollten dann die relevanten journalistischen Neuigkeiten geschrieben werden und keine Laudatio!

  19. Peddersen
    1. Februar 2011 at 11:21 —

    Kevin

    Ich kennen diesen Typen nicht. Daher versehe ich meinen Beitrag mit Anführungsstrichen. Habe mir anhand der aus der o.g. Ladatio herrausgefilterten Informationen ein Bild gemacht. Mir scheint, dass er ein Idealist ist, der sein Ding konsequent durchgezogen hat. Er pfiff nicht nur auf die zahllosen Fehlurteile gegen ihn, nicht nur auf seine Gegner, nicht nur auf sein Training und seine Vorbereitung, er pfiff auf das Boxen überhaupt. Seine Lebensmaxime hängt offensichtlich nicht mit dem Boxen zusammen; er hatte eine Lebensmaxime verfolgt, die über das Boxen hinaus geht. Das zeigt der Kampf gegen Oliveira ganz deutlich. Er hat auf den Kampf bzw Sieg gepfiffen. Für ihn galt die Gesundheit seines Gegner als wichtiger, sodass er das Boxen einstellte.
    Ich denke, dass den meisten Boxern nach ihrer Karriere das Boxen sehr gefehlt hat und nicht wenige in eine tiefe Lebenskrise gerieten, da für diese Boxer das Boxen eben das Wichtigste in ihrem Leben war. Dieser Typ hier bildet scheinbar ne Ausnahme. Er ließ sich offensichtlich von Werten leiten, die über das Boxen hinaus gehen. Daher glaube ich nicht, dass er wegen des Boxens auch nur ansatzweise in eine Krise verfällt. So ein Typ nimmt sein Schicksal mit einem Augenzwinkern hin.

  20. Shlumpf!
    1. Februar 2011 at 11:31 —

    @kevin22

    Ok, von mir aus steht’s dann halt in der falschen Rubrik.
    Ansonsten bleib ich dabei: das ist eine Laudatio und daher hat der Text seine Berechtigung. Wer einen möglichst neutralen Artikel lesen will, soll auf wikipedia gehen.

  21. kevin22
    1. Februar 2011 at 11:41 —

    Schau mal hier bei ca. 1:30m, das war der damals sehr umstrittene Schlag:

    w.w.w.youtube.com/watch?v=vXrP1iFam3s&feature=related

    Benjamin bezeichnet diesen Schlag einfach mal so:
    “Nach einem Schlag, der Oliveira an der linken Seite des Kopfes streifte,…”

    Andere Boxexperten sahen einen klaren Nackenschlag!
    Das meine ich mit Journalismus, so etwas kann nur neutral und nicht als Lobeshymne geschrieben werden!

    Und es spielt sehr wohl eine Rolle, ob es ein kleiner Wischer mit der Rechten war, oder ein regelwiedriger Nackenschlag! Das wurde bissher noch nie geklärt!

  22. Peddersen
    1. Februar 2011 at 11:44 —

    Kevin

    Geb dir prinzipiell auch recht. Nur kommt es nicht alle Tage vor. Außerdem wird hier viel von Boxidealen geredet und gestritten. Zumeist handelt es sich um Negatives. Nun hat man mal ein positives Beispiel. Ich finde, so deplaziert ist der Beitrag dann nicht.

    Stell dir vor, es wäre tatsächlich in diesem Beitrag nur um pure Informationsvermittlung gegangen. Da stünde dann: “Drunkenmaster hat seine Karriere beendet.” Wer zum Teufel ist Drunkenmaster?
    Glaube nicht, das Burtons Rücktritt überhaupt veröffentlicht worden wäre.

  23. kevin22
    1. Februar 2011 at 11:49 —

    @ Peddersen

    Man kann eine NEWS schreiben und in dem Beitrag verlinken… sollte doch kein Problem darstellen!?

  24. Peddersen
    1. Februar 2011 at 11:56 —

    Kevin

    Hab mir das Video angesehen. Wenn du sagst, andere Boxexperten haben eine klaren Nackenschlag gesehen, ich habe ihn nicht gesehen. Aber darauf kommt es doch überhaupt nicht an! Er wurde nicht als ein verbotener Schlag geahndet. Die meisten hätten hier anschließen einfach nur drauf losgeprügelt, da sie aufgrund dieser eindeutigen Verletzungsanzeichen nur die Möglichkeit eines vorzeitigen Sieges gesehen hätten. Er tat es nicht. Stattdessen hat er Courage gezeigt, die in meinen Augen höchte Menschlichkeit zugrunde hat. Und das im Boxen!!

  25. Peddersen
    1. Februar 2011 at 11:58 —

    Kevin

    Hast du bei diesem Schlag bösartige Absicht gesehen? Beachte das Shakehands.

  26. kevin22
    1. Februar 2011 at 12:19 —

    Peddersen sagt:

    “Hast du bei diesem Schlag bösartige Absicht gesehen? Beachte das Shakehands.”

    Nein, hab ich nicht gesehen, ich bin auch nicht von dem Nackenschlag überzeugt!
    Mir geht es lediglich um die “NEWS”… nenn mich einen Kleingeist, aber Meinungen sollten nicht mit Journalismus verschmolzen werden!

    Genau das machte dieser Benjamin schon öfters…

  27. Peddersen
    1. Februar 2011 at 12:32 —

    Ja, aber wenn du wirklichen Journalismus willst, wirst du ihn hier nie finden. Jeder journalistische Beitrag impliziert gewollte oder ungewollte subjektive Meinungen. Selbst unter den arrivierten Nachrichtenagenturen und Zeitungen. Was diesen Beitrag von vielen anderen unterscheidet, der macht gar keinen Hehl daraus, mit persönlichen Meinungen durchsetzt zu sein. Das kann jeder gleich erkennen und richtig einordnen. Bei ganz vielen Beiträge sind die persönlichen Meinungen versteckter, unterschwelliger und nicht gleich erkennbar. Ich finde, darin liegt die besondere Gefahr der Unseriösität. Da fallen viele drauf rein und meinen, sie hätten gerade den objektivsten Bericht gelesen, aus denen dann unumstößliche, evidente Wahrheiten abgeleitet werden können. Dieser Beitrag versucht das gar nicht. ich finde ihn nicht schlimm.

  28. Mr. Wrong
    1. Februar 2011 at 13:30 —

    sehr guter artikel!!! benjamin weiter so, lese deine artikel sehr gerne!

  29. Shlumpf!
    1. Februar 2011 at 15:14 —

    @kevin22

    Benjamin schreibt ja auch keine News, sondern Kommentare. In welche Rubrik boxen.de das dann reinstellt, ist nicht sein Problem.

  30. Eugi
    1. Februar 2011 at 15:49 —

    Was für ein Panse ja, er hätte Tänzer werden sollen.

Antwort schreiben