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Deontay Wilder vs Tyson Fury – Wer gewinnt am 1. Dezember in L.A.?

In 4 Wochen ist es soweit: WBC-Weltmeister Deontay Wilder will seinen Gürtel im Schwergewicht gegen den britischen Ex-Champ Tyson Fury verteidigen. Gekämpft wird im „Staples Center“ Los Angeles. Sowohl für Fury als auch für Wilder ist dieser Kampf wichtig und für die Zuschauer kurz vor dem Jahresende noch ein weiterer Höhepunkt im Boxsportkalender 2018.

Die Frage, wer einen Kampf gewinnt, kann man vorher natürlich nie mit Sicherheit beantworten. Was man kann, ist Fragen aufwerfen und die ungefähren Wahrscheinlichkeiten nennen. Letztendlich kommt es jetzt erst einmal darauf an, über den Kampf zu diskutieren und Meinungen auszutauschen. Wie groß sind die jeweiligen Chancen? Was kommt nach Sieg oder Niederlage für beide Boxer?

Tyson Fury hatte nach seinem Sieg gegen Wladimir Klitschko eine schwierige Phase, in der er nicht gekämpft hat. Manche nennen es einen Absturz, andere eine Auszeit. Jedenfalls stand Fury seit November 2015 nicht im Ring, bevor er sich zu einem Comeback durchringen konnte. Nach ewigem Hickhack wegen seinem Alkohol- und Kokaingebrauch stieg er wieder ins Taining ein, reduzierte sein völlig aus dem Ruder geratenes Gewicht und bekam endlich auch wieder eine Boxlizenz. Seine Kämpfe gegen Seferi (RTD 4 Sieg) und Pianeta (100:90 Punktsieg) im Sommer diesen Jahres waren wenig aufschlussreich, weil er dabei kaum gefordert wurde. Wenn er gegen Wilder antritt, muss er mindestens genau so fit sein, wie es gegen Klitschko der Fall war.

 

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Deontay Wilder hat bis zum Erreichen seines WM-Titels und auch darüber hinaus nicht alle Boxfans überzeugen können. Er profitiert hauptsächlich von seiner überragenden Power und Schlagstärke, wenn er überfallartig auf seine Gegner eindrischt. Überragende boxerische Finessen kennt er kaum. Das er damit dennoch die gewünschte KO-Wirkung erzielt, ist nicht von der Hand zu weisen. Sein bisher gefährlichster Gegner war Luis Ortiz, den er zuletzt in Runde 10 durch TKO bezwang. Auch für seine Kritiker hat er damit bewiesen, dass er mit seinen beschränkten boxerischen Fähigkeiten Erfolg hat und sich durchsetzen kann. Selbst wenn man Wilder nicht besonders mag, muss man anerkennen, dass er ein würdiger Weltmeister ist. Das nicht weil er ein so toller Boxer wäre, sondern weil zumindest in den USA keiner besser ist.

Was kann man erwarten, wenn Wilder und Fury sich gegenüber stehen? Kann Fury noch einmal die gleiche Nummer wie gegen Klitschko abziehen? Ist er überhaupt bereit, gegen Wilder anzutreten? Kann er 12 Runden auf hohem Niveau durchstehen? Was ist mit seiner Reaktionsschnelligkeit? Kann er Wilders Überfälle abwehren oder ihn mit seinem Jab von sich fern halten? Wenn ja, wie lange kann er das? Wilder ist gewiss nicht so feige wie Klitschko. Er kann auch mal getroffen werden, ohne dass er Gefahr läuft KO zu gehen. Fury ist nicht übermäßig gefährlich. Er ist bestenfalls in der Lage, Wilder mit Jab-Nadelstichen auf die Nerven zu gehen. Wenn Wilder eine Chance dafür sieht, zieht er mit seinen wilden Schwingern rücksichtslos durch und der Kampf ist vorbei. Fury kann den Kampf nur gewinnen, wenn Wilder sein Kämpferherz in der Kabine gelassen hat.

Was kommt danach? Der Verlierer wird bestimmt nicht in Sack und Asche in Rente gehen müssen. Es wird mit der Karriere weiter gehen. Der Sieger dieses Kampfes hat dann nur noch einen ernst zu nehmenden Gegner: Anthony Joshua. Für Joshua steht der nächste Kampf im April 2019 an. Wie sein Gegner heißt, ist noch nicht entschieden. Entweder es wird der Sieger aus Wilder vs Fury, der Sieger aus Whyte vs Chisora oder Pulev.

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11 Kommentare

  1. 2. November 2018 at 23:22 —

    Fury hat kein Chance !
    Nach vier Runden „gegen halten„wird er Tracht prügel einbeziehen ! Wilder wird gewinnen !

  2. 3. November 2018 at 08:40 —

    Sollte Fury in der Form wie gegen Klitschko boxen, hat er durchaus eine Siegchance.

  3. 3. November 2018 at 12:45 —

    wilder ganz klar,fury ist schlecht und hat damals nur gewonnen gegen Klitschko weil der Ukrainer einfach nur angst hatte.
    man darf nicht vergessen das fury gegen einen cunningham schon auf dem boden lag und das war eine cruiser .

  4. Wilder klarer Sieg durch KO oder TKO, falls der Schiri im Bombenhagel mut hat dazwischen zu gehen.

    Sicher könnte Fury Wilder nach Punkten vielleicht ausboxen, aber dazu wird es eher nicht kommen, da Fury durch seine größe Wilder absolut gut liegt.
    Furys abkoch kur, damit er von der Adipositas Klasse wieder in die HW klasse kommt, hat zuviel Substanz gekostet.

    Der Kampf kurz nach Furys Sieg gegen Graf Clinchula wäre viel interessanter gewesen.

  5. 3. November 2018 at 15:38 —

    Das Ex-Haye Groupie und jetzige Wilder Groupie Fallobsthammer hat recht.

  6. 4. November 2018 at 09:48 —

    Team Fury..nicht weil ich 100% überzeugt bin, sondern vielmehr diesen Ausgang wünsche 🙂

    Allerdings sehe ich Tyson Fury auch nicht völlig chancenlos!

    Wilder wird ihn sich nicht so zurechtlegen können wie alles bisherige an Gegnern – Tyson Fury hat ein gutes Auge, gute Reflexe, antizipiert gut und je länger der Kampf dauert, traue ich ihm durchaus einen Punktsieg zu – Wilder wird spätestens zur Hälfte des Kampfes sein Pulver verschossen haben 😉

  7. 4. November 2018 at 15:52 —

    wilder hat bis jetzt bewiesen das er Ausdauer hat, fury hat no power deswegen wird nur ein Punktsieg wenn überhaupt. aber wenn wilder mit seinen wilden Schwinger ordentlich austeilt wird fury auf dem Boden liegen.

  8. 5. November 2018 at 08:34 —

    Schwer vorstellbar, dass Fury nach all seinen Eskapaden jemals wieder die Form aus dem Klitschko erreichen wird. Daher wird Wilder spätestens in der 6. Runde den Gipsy King ausknocken.

  9. 5. November 2018 at 22:34 —

    mein tipp…

    ein 80 % fury reicht aus um stickboy den ganzen abend schlecht aussehen zu lassen,das wird ein schwinger-fail-ma.ssaker und dann einen völlig hilflosen wilder,in der 11,12 rd auszuknocken….
    there´s only one tyson fury……………..

  10. 6. November 2018 at 01:45 —

    Ich seh das zur Abwechslung mal so ähnlich wie The Fan..

    Logisch betrachtet spricht unter den gegebenen Voraussetzungen eigentlich nicht allzu viel für den Briten..
    Die schon erwähnte Inaktivität, das massive Abkochen, und dann als Vorbereitung lediglich vs Seferi und Pianeta…

    Bleibt nur abzuwarten, ob noch genug übrig ist, um Wilders Schwächen konsequent zu nutzen.. Geld würde ich aber nicht wirklich darauf setzen..

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