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Deontay Wilder vs Tyson Fury 2.0 – WBC befürwortet ein Rematch

Beitragsbild: WBC

Der Weltverband WBC hat offenbar keine Einwände gegen einen baldigen zweiten Kampf zwischen Wilder und Fury. Beide trennten sich am 1. Dezember mit einem kontrovers diskutiereten Unentschieden. Wegen der offensichtlich viel zu hohen Punktevergabe (115:111) des mexikanischen Punktrichters Alejandro Rochin zu Gunsten von Wilder gab es besonders bei Furys Promoter Frank Warren sofort den Wunsch nach einem Rematch.

Einer der beiden anderen Punktrichter hatte Tyson Fury mit 114:112 vorne. Der dritte wertete den Kampf 113:113 salomonisch als Unentschieden. Man darf dabei nicht außer acht lassen, dass Fury in den Runden 9 und 12 am Boden war und er damit in 2 Runden nur eine 10:8 Wertung bekam. Eine Runde gilt sozusagen als doppelt verloren, wenn ein Boxer am Boden war. Egal wie der sonstige Rundenverlauf aussah.

Nach dieser Begegnung gab es noch mehr Diskussion über den Kampf als vorher. Man war schon irgendwie beeindruckt, dass Fury eine sehr gute Performance gezeigt hat und Wilder es schwer hatte, mit ihm zurecht zu kommen. Bemerkenswert war auch, dass Fury die Niederschläge einigermaßen gut überstand und Wilder den Kampf diesmal nicht mit seiner brachialen Schlagstärke vorzeitig für sich entscheiden konnte.

Der Weltverband WBC gab in einem Newsletter bekannt, dass man im WBC Vorstands-Gremium über ein Rematch zwischen Wilder und Fury gesprochen hat. Es wurde einstimmig dafür abgestimmt, einen direkten Rückkampf zwischen Wilder und Fury zu genehmigen. Grund dafür wäre ein enormes Interesse der Fans. So brauchte man gar nicht weiter auf Warrens Intervention einzugehen. Der Verband erklärte, dass Wilder vs Fury einer der besten Schwergewichtskämpfe seit langem war und man gratulierte beiden Kämpfern noch einmal zu diesem sportlich vorbildlichen Kampf.

Ob und wann es zu dem Rematch zwischen Wilder und Fury kommt, wird man sehen. Die Genehmigung des WBC zu einem Rematch ist nicht gleich zu setzen mit einer Anordnung zu einem Rückkampf. Wilder und Fury müssen also nicht, aber sie dürfen, wenn sie noch einmal gegeneinander kämpfen wollen. Ein noch größerer Zahltag als beim ersten mal dürfte für alle Beteiligten sicher sein. Falls es Frank Warren schafft, diesen Kampf nach Großbritannien zu holen, kann er damit sogar einem möglichen Kampf zwischen Wilder und Joshua zuvor kommen und Eddie Hearn die Show stehlen.

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