Deontay Wilder vs Bermane Stiverne 2.0 – 4. November New York

Das New Yorker Barclays Center ist am 4. November der Austragungsort für eine Neuauflage des Kampfes zwischen Deontay Wilder und Bermane Stiverne. Die erste Begegnung fand am 17. Januar 2015 im MGM Grand Las Vegas statt. Wilder nahm dabei Stiverne den WBC-Gürtel ab. Das war der erste und bisher einzige Kampf, bei dem Wilder über 12 Runden gehen musste. Alle 32 Kämpfe zuvor hatte er innerhalb von maximal 4 Runden vorzeitig für sich entschieden. Der Punktsieg (118:109, 119:108 und 120:107) fiel damals recht eindeutig zu Gunsten von Wilder aus.

In der Zwischenzeit ist bei Bermane Stiverne nicht viel passiert. Er stand nur einmal im Ring und besiegte dabei im November 2015 Derric Rossy glanzlos knapp nach Punkten. Dabei gelang es Rossy sogar, Stiverne einmal auf die Bretter zu schicken.

Der Weltverband WBC ließ Stiverne nach seiner Niederlage gegen Wilder nicht tief fallen. Er sollte im Dezember 2016 in Rußland gegen den Ranglisten-Ersten Alexander Povetkin um den WBC-Interim boxen. Kurz vor dem Kampf wurde Povetkin angeblich positiv auf das Steroid Ostarine getestet. Es war zwar eine unerklärlich geringe Menge, aber der Verband sanktionierte schon allein aufgrund des Dopingvorwurfs den Kampf nicht als Eliminator und Stiverne reiste sofort aus Moskau ab. In der Folge wurde Stiverne später kampflos die Nr. 1 im WBC-Ranking und bekommt nun ein Rematch gegen Wilder geschenkt.

Was soll diesmal anders werden, als im ersten Kampf? Stiverne hat für einen, offen gesagt auch unverdienten WM-Kampf, viel zu wenig echte Wettkampfpraxis. Er ist langsam und schlägt wenig. Wilder hat im ersten Kampf, als es für Stiverne um seine erste Titelverteidigung ging, doppelt so oft geschlagen und getroffen. Zieht Wilder sein Ding durch und bleibt selber unverletzt, kann man diesmal mit einen KO-Sieg des Champions rechnen.

Am 1. November, Stivernes 39. Geburtstag, gab es die letzte Pressekonferenz vor dem Kampf. Nachdem einige andere Boxer von der Undercard zu Wort kamen, gaben auch Stiverne und Wilder ihre Statements ab. Bei der PK war auch Don King dabei und ließ seine Weisheiten vom Stapel. Man kann über Don King denken was man will. Er hat in der letzten Zeit manchmal recht merkwürdige Entscheidungen getroffen und rennt mit seiner alten Jeanskutte und seinen Fähnchen wie ein seniler Penner rum. Aber mit seinen 86 Jahren ist er noch immer voll am Ball und man merkt ihm eine brilliante Intelligenz an. Sein seltsames Erscheinungsbild, neuerdings sogar mit einem blinkenden Spielzeug in der Hand,  ist blanke Show. Im Wirklichkeit zieht er noch immer einige Fäden im Boxgeschäft und ist schon längst eine Promoter-Legende.

Hier die Pressekonferenz. Durchaus sehenswert.

Das offizielle Wiegen:

25 Gedanken zu “Deontay Wilder vs Bermane Stiverne 2.0 – 4. November New York

  1. Wird ne schnelle Sache für den Alabama Hillbilly. Tippe auf einen KO irgendwann zwischen Runde 4 und 6.

    Stiverne hat doch die letzten Jahre nicht wirklich bgeboxt, ist entsprechend fett geworden (scheint ne Krankheit von Berufsboxern zu sein) und ist mit 39 eher schon im Winter der Karriere angekommen.

  2. Diesmal geht Stiverne richtig runter……Und Wilder kann man wirklich nicht die Schuld geben dass er wieder gegen Stiverne kämpfen muss…. er ist der letzte der das wollte, und hat sich selber darüber beschwert…..und er ist mir mittlerweile ist er mir auch zehnmal sympathischer als Joshua…er will sofort gegen Joshua kämpfen ohne wenn und aber… aber Joshua und Hearn haben klar gemacht dass sie das nicht wollen….haben auch ein echt mieses Angebot von 20% an Parker gemacht für ne Titelvereinigung….echt mieses Pack

    1. Aber nein, Wilder kann man wirklich nicht die Schuld geben, dass er keine vernünftigen Gegner boxt. Da war er doch so enttäuscht, dass sein Team nochmals einen Kampf gegen Mega-Stiverne ans Land zog.

      Aber was hätte er machen sollen, der arme Wilder, es gibt ja sonst keine großen Namen mehr, gegen die Wilder hätte boxen können. Alle sind sie entweder verletzt, gedopt oder befinden sich selbst in Kampfvorbereitung!

      Ja, ja so ist das für Bum-Bum-Wilder!

    1. Wilder gegen Huck fände ich klasse. Endlich zwei Boxer, die sich gefunden hätten. Keine Technik, agressiv bis in die Fusstapfen und ne Menge Pfund. Jeder Treffer, ob von Huck oder Wilder, wäre ein visuelles fest für jeden Boxfan, der mit ansieht, wie sich die beiden Anti-Boxer gegenseitig eliminieren. Dannach:

      Wilder vs. Huck II
      Wilder vs. Huck III
      Wilder vs. Huck IV
      Wilder vs. Huck V

      Meinetwegen könnten die Kämpfe jetzt schon terminlich festgelegt werden. Unabhängig vom Ausgang! Diese Kämpfe wären ausgeglichener und spannender als alles andere, was da Wilder noch boxen will. Denn eines wissen wir so ziemlich genau:

      „Einen richtigen Gegner kriegt Wilder nicht mehr vor die Fäuste.“

      1. Hukic und KO power? hahaha 😀 😀

        Hukic kann nicht mal einen wankenden 5 promille pove panda Ko schlagen. Das einzige was hukic hat ist ausdauer und stehvermögen. der kann einen starken haymaker raushauen, so triffst du aber nur selten deine gegner.

        hukic überhaupt ins HW zu reden ist ein witz. er kommt nichtmal im CW klar.
        Der einzige aus dem CW dem man im HW was zutrauen könnte wäre Usyk.

        1. Ich hab nix von Ko-Poweer geschrieben! Haste Dir wohl selbst reingedichtet was.

          Und klar das Huck keinen wankenden 5 Promille Panda KO schlagen kann, weil der 5 Promille Panda auch mit 6 Promille noch besser boxt, als Huck und Wilder zusammen.

          1. weil der 5 Promille Panda auch mit 6 Promille noch besser boxt, als Huck und Wilder zusammen.

            dennoch würde er wilder niemals besiegen können 😀 =)

  3. War ein super Kampf, echt jetzt!

    Sehr sehenswert und von ausgeprägter Qualität. Ich hoffe das war das letzt Mal, dass Stiverne im Ring „getalkt“ hat. Echt schön anzusehen, wie er Wilder über die Distanz ausboxen wollte.

    Wilder war gar nichtmal so schlecht. jetzt müsste er sich nur noch trauen, mal gegen echte Gegner zu boxen. Gegen Joshua hat er auf jeden Fall sehr gute Chancen. Gegen einen guten und schnellen Techniker ist er immer noch brandgefährlich, aber Wilders Löcher sind so groß wie seine Windmühlen.

    1. Mir gefällt der Boxstil von Wilder zwar nicht sonderlich, aber mit so einer Art einen Gegner zu überrollen, ist schon imposant.

      Was ich bei Wilder vor allem beeindruckend finde, ist seine überragende Physis. Selbiges gilt für ein Joshua.

      Wenn ich die dann mit solchen Boxern wie Chisora oder Kabayal vergleiche, was ich gestern im MDR sehen konnte und wie sie da mit ihren schwammigen Körpern und fetten Titten sich 12 Runden gepaart haben, liegen da Welten dazwischen.

    2. Jetzt würde ich gerne Wilder gegen „The Shaolin Fist“ sehen. Das wäre eigentlich ein Kampf, der kommen muss. „The Shaolin Fist“ und „The Bonze Bomber“ sind immerhin die einzigen Schwergewichtler, welche Stiverne auf die Bretter geschickt haben. Das wäre doch mal ein Duell auf Augenhöhe und ganz nach Vorstellung von Wilder.

  4. Und da soll mir jemand nach dieser Vorstellung noch erzählen vor Pove müsste sich Wilder fürchten? Pove wäre Favorit? 😀

    Pove wäre es genauso ergangen wie Stiverne. Gegen diesen Schlaghagel hätte er absolut Null chancen und würde den KO seines lebens kassieren.

    Aber ich bin mir sicher auch dafür werden hier manche Clowns eine ausrede finden, wieso doch Pove eigentlich zu fürchten wäre 😀

    Es ist auch egal wie schwach Wilders technik ist. Er ist gut genug um sich gefährlichen Situationen zu entziehen und dann den Sack mit seiner Explosivität zu zumachen. Kein Boxer im HW hat diese KO power. Boxtechnik hin oder her, da kann man diskutieren wie man will.

    1. Klar, Pove war ja auch schon immer so statisch wie Stiverne!

      Weisst Du Fallobst, die Befürworter von Povetkin wissen alle, dass Wilder Povetkin mit einm Schlag besiegen kann, da machen sie auch gar keinen Hehl daraus. Aber die Befürwortert von Wilder wissen nicht, dass ein gutert Techniker immer die Chance hat, guten Schlägen auszuweichern und sie für einen noch besseren Konter zu nutzen.

      Es sind also nicht die Pove-Fans, welche hier an einem Realitätsverlust leiden! Die KO-Power von Wilder hat niemand in Frage gestellt, aber in der Vertgangenheit wurde eigentlich immer bewiesen, dass letztenendes die Technik über die Power gewinnt!

      Aber das weisst Du eigentlich alles selber schon, Du hast Deinen Kopf nur ein wenig zu tief in Wilders Hintern stecken. Das trübt Deine Sicht auf die Realität, weil sie immer erst an Wilders Mandeln vorbei muss!

      Und auch wenn wir wissen, dass Wilder die Power hat, so hat das für seinen Kampf gegen Stivernes zu bedeuten, wenn sich Stiverne schon von „The Shaolins Fist“ zu Boden strecken lässt.

      Aus Stivernes Sicht hat er auch alkles besser gemacht, als im ersten Fight. Im ersten Kampf war schon abzusehen, dass der Statiker keine Chance hat, trotzdem hat er sich 12 Runden lang sein Hirn durchprügeln lassen. Jetzt dauerte es nicht einmal eine Runde lang!

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