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Denis Lebedev bleibt vorläufig WBA-Superchamp „in Pause“

Das Rätsel raten um den Status von Denis Lebendev hat ein Ende. Es war bisher etwas merkwürdig, dass Denis Lebedev nach wie vor als Superchamp im Ranking des Verbandes WBA geführt wurde. Erstmal schon war es seltsam, weil Lebedev nach seiner Niederlage gegen Gassiev nur den IBF-Gürtel verlor. Zum Zweiten war es noch seltsamer, dass der ehemalige Interim-Champ Yunier Dorticos nach dem Karriereende von Beibut Shumenov automatisch auf den Weltmeistertitel rutschte und nun gegen Gassiev beim WBSS-Turnier sogar um den Superchamp-Titel boxt.

Offenbar hat die WBA wieder einmal in die Trick-Kiste gegriffen. In einer Pressemitteilung wurde erklärt, dass Lebedev nun „Superchamp in Pause“ ist. Eine ähnliche Regelung gibt es auch beim Verband WBC, wo z.B. Vitali Klitschko, Floyd Mayweather oder auch Tony Bellew in ihren jeweiligen Gewichtsklassen noch immer als „Emeritus Champion“ geführt werden.

Im jetzt vorliegenden Fall des WBA-Superchamp im Cruisergewicht hat man sich folgende Regelung einfallen lassen: Yunier Dorticos darf als Superchamp gegen Mutrat Gassiev kämpfen. Der Sieger geht dann als IBF- Champ und WBA-Superchamp in das WBSS-Finale gegen WBC- und WBO-Champ Oleksandr Usyk. Der Turniersieger hält dann alle 4 große Gürtel im Cruisergewicht.

Jetzt kommt dann aber die WBA und verlangt, dass der Turniersieger binnen 30 Tagen einen Kampf mit dem bis dahin pausierenden Super-Champ Denis Lebedev vereinbaren muss. Natürlich hat das Ganze einen faden Beigeschmack, weil Lebedev gegen Gassiev verloren hat und trotzdem WBA-Superchamp geblieben ist. In anderen Fällen hat die WBA wesentlich härter reagiert und Titel einfach aberkannt.

Man kann im Übrigen auch bezweifeln, dass Lebedev gegen den Sieger im WBSS-Turnier gewinnen kann. Egal wer auch immer das sein wird. Damit kommt Lebedev noch einmal zu einem großen Zahltag. Das ist wohl auch der Zweck der Übung. Es brauchte ein Wunder für Lebedv oder er müsste in einem Jungbrunnen baden, wenn er gegen Dorticos, Gassiev oder Usyk gewinnen wollte. Oder sehen das die boxen.de – Experten anders?

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3 Kommentare

  1. 3. Februar 2018 at 09:34 —

    Die WBA spinnt doch, hätten sie Lebedev nach der Niederlage gegen Gassiev den Super-Champ-Titel aberkannt, müssten sie jetzt kein neues Wirrwar anzetteln.
    Außerdem, was fällt denen eigentlich ein zu bestimmen das der WBSS-Turniersieger innerhalb kürzester Zeit gegen Lebedev anzutreten hat? Könnte mir vorstellen das dass bei den noch 3 verbliebenen Boxern eher auf taube Ohren stößt!?

    Zudem hat Usyk in einen Interview gesagt, wenn er das Turnier gewinnt dann gibt es für ihn keine Herausvorderung im Cruiser und er würde dann die Titel niederlegen um im Schwergewicht zu boxen, um dort dann in absehbarer Zeit gegen Joshua zu boxen.
    Gut, soweit ist es noch lange nicht und Usyk hat das Turnier auch noch nicht gewonnen, ABER was wäre wenn? Was würde dann mit Lebedev passieren? Wäre er dann automatisch wieder der reguläre WBA-WM oder gar Superchamp? Ich glaube darüber hat sich die WBA noch keine Gedanken gemacht und wenn doch…auf die Entscheidung wäre ich gespannt.

    Ähhhh reineckefuchs, es ist überhaupt nicht seltsam das Dorticos vom Interims-WM zum regulären WM befördert wurde nachdem Shumenov seine Karriere vorläufig beendet hat, denn dafür wurde der Interims-Titel ursprünglich mal ins Leben gerufen, also wenn der WM ständig verletzt ist und so weiter, kann man aber schon mal ausblenden bei dem ganzen Durcheinander der diversen WBA-Titel.
    Das er allerdings jetzt zum Superchamp befördert wurde…..zumal es heute Abend eh einen WBA-Superchamp gibt wenn die Titel vereint sind.

  2. 3. Februar 2018 at 11:07 —

    Was soll denn der letzte Absatz..?
    Klar ist Lebedev schon 38 und etwas past prime, aber ihn als Kanonenfutter abstempeln und ihm zu unterstellen, es ginge nur nochmal um eine große Börse, geht mMn komplett an der Realität vorbei..
    Gegen Usyk wäre er klarer Aussenseiter, gegen die anderen beiden eher knapper Underdog, nicht mehr und nicht weniger..!

  3. 5. Februar 2018 at 08:42 —

    Finde ich ne gute lösung. Kann mir kaum vorstellen, dass der sieger egal ob Usyk oder Gassiv nicht gegen lebedev boxen will. beide sind osteuropäer und damit ist der kampf sehr lukrativ außerdem wird es dann der beste gegner sein den es gibt. und wieder eine gewichtsklasse wo es nur noch einen champ gibt! die WBA macht ernst!

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