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De la Hoya will Comedian promoten

De la Hoya will Comedian promoten

Eigentlich hört es sich eher an, wie ein verspäteter Aprilscherz, doch Oscar de la Hoya scheint es durchaus ernst zu meinen. Aber fangen wir doch einfach mal ganz von vorne an.

Die ganze Geschichte begann damit, dass der Pokerprofi Antonio Esfandiari und sein Freund, der Comedian Kevin Hart im Sommer vergangenen Jahres auf die Idee kamen, mal gegeneinander zu boxen. Beide  – der 40-jährige Profizocker, der in Pokerturnieren bereits über 28 Millionen US-Dollar gewonnen hat, als auch der ein Jahr jüngere  Comedian – bereiteten sich akribisch vor, wobei es vor allem Esfandiari war, der sich Gedanken um den Fight machte.

“Der einzige Vorteil, den ich wirklich habe, sind Reichweite und Größe”, sagte Esfandiari vor dem Kampf: „Ich werde wahrscheinlich einen defensiveren Ansatz verfolgen, versuchen, meine Distanz wahren und hoffen, dass er (Hart) offen ist und ich ihn mit einem schmutzigen Haken oder so erwische.”

Ursprünglich hatten die Freunde beschlossen, das Ganze hinter verschlossenen Türen und nahezu ohne Zuschauer auszutragen … das hat allerdings dann doch nicht ganz geklappt. Hart hatte sogar ein Filmteam bestellt, ob der Fight allerdings mal öffentlich zu sehen ist, bleibt abzuwarten.

“Als ich anfing, war meine größte Schwäche mein Herz”, sagte Antonio Esfandiari, der das Training eisern durchzog, „Vor einem halben Jahr hätte ich keine 20 Sekunden machen können.“, aber auch Hart trainierte mit viel Disziplin. “Anfangs hätte ich nicht gedacht, dass er es so ernst nimmt!“, äußerte sich der Pokerspieler über seinen Gegner, „ … aber ich weiß, dass er in den letzten Monaten wirklich hart trainiert und auch Sparring gemacht hat. Ich habe eine Menge Sparrings-Ausrüstung bei ihm zuhause gesehen und dachte ‚Oh Mist‘”.

Angst hatte Esfandiari vor allem um seine Nase: „Ich habe eine überdurchschnittlich große Nase und ich mache mir auf jeden Fall Sorgen, dass er mir die Nase brechen könnte und ich mache mir auch Sorgen, dass ich mir die Rippen brechen könnte! Aber am Ende möchte ich nicht sagen, dass ich nicht alles gegeben habe. Ich möchte auch nicht, dass er mir nach 30 Sekunden in den Arsch tritt!“

Ende April trafen die beiden Kontrahenten dann in einem Fitnessstudio in Santa Monica, Kalifornien, aufeinander und Esfandiari konnte die auf 3 Runden angesetzte Begegnung für sich entscheiden.

So weit, so gut, was jetzt allerdings Box-Promoter Oscar de la Hoya auf den Plan gerufen hat, ist nicht bekannt. Wie TMZ Sports berichtet, habe de la Hoya geäußert, er wolle Hart in seinen Boxstall aufnehmen. Kevin müsse aufhören, kostenlos seine Fäuste sprechen zu lassen. “Ich kann ein paar Schlachten organisieren … 4-Ründer, 6-Ründer, ihn auf eine Meisterschaft vorzubereiten!“ äußerte de la Hoya im Interview: „Wir können es im Staples Center tun, live bei DAZN, viel Geld verdienen!“

Allerdings muss man davon ausgehen, dass es de la Hoya nicht wirklich um die Förderung eines sportlichen Talents geht, sondern lediglich um Geld. Außerdem ist Hart schon 39 Jahre alt. Wie De la Hoya da von einem  jungen Kämpfer sprechen kann … „there’s a new kind of  young fighter“, das wird wohl sein Geheimnis bleiben.

 

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