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Davis und Pascal siegen in Atlanta

Bei der letzten großen Boxsportveranstaltung mit 1A Top-Kämpfen des Jahres 2019 ging es in Atlanta bei den Hauptkämpfen zwischen Jean Pascal und Badou Jack, sowie zwischen Gervonta Davis und Yuriorkis Gamboa um WBA Titel, bzw. einen WBC Silverbelt. Die Zuschauer in der State Farm Arena Atlanta und weltweit an den Bildschirmen bekamen zum Jahresabschluss noch einmal Boxsport erster Güte zu sehen.

Fast volle 12 Runden ging des Faustgefecht zwischen Davis und Gamboa. Nur die wenigsten Fans hätten wohl erwartet, dass der 38-jährige Gamboa dem 25-jährigen Davis bis in die 12. Runde hinein Paroli bieten könnte. Aber das vorzeitige Ende kam dann doch noch in der letzten Runde, nachdem der Kubaner bereits in den Runden 2 und 8 am Boden war und von den anderen Runden bestenfalls eine oder zwei tatsächlich gewinnen konnte. Er hatte sich in Runde 2 an der Achillessehne verletzt und war deswegen in seiner Bewegungsfähigkeit eingeschränkt. Erstaunlich ist dennoch seine großartige Leistung. Man hätte es ihm gegönnt, wenigstens über die Runden zu kommen, auch wenn an einen Punktsieg seinerseits absolut nicht zu denken war.

Nach dem Kampf äußerten sich beide Boxer:

Gervonta Davis: „Ich habe mich hauptsächlich darauf konzentriert, ihn mit fehlerfreien Treffern zu erwischen. Also habe ich ihn mit fehlerfreien Treffern erwischt und ihn nicht verletzt. Ich wusste, dass ich heute Abend über die Runden gehen muss. Es war eine großartige Erfahrung. Ich bin erst 25 Jahre alt. Ich lerne jeden Tag. 2020 wird ein großes Jahr. Ich fühle mich in dieser Gewichtsklasse wohl. Ich glaube, ich könnte mit 130 oder 135 kämpfen. Ich bin der beste Underdog. Bringt sie her.”

Yuriorkis Gamboa: „Ich glaube, ich habe mir die Achillessehne gerissen, als ich in der zweiten Runde gestürzt bin. Ich bin ein Krieger und bin weitergegangen. Aber sobald ich es fühlte, wusste ich, dass etwas gerissen war. Ich konnte keinen Druck ausüben, aber ich wollte weitermachen. Ich sagte meiner Ecke, es sei ein Problem, aber ich wollte weitermachen, weil ich ein Krieger bin. Ich werde weitermachen. 135 ist mein Gewicht. Ich möchte dort bleiben.”

Der Kampf zwischen Pascal und Jack endete mit einem äußerst knappen SD-Urteil. Die Punktrichter sahen mit 112:114 und zwei Mal 114:112 Jean Pascal als Sieger. Beide Boxer waren jeweils einmal am Boden. Jack erwischte es kurz vor Ende der 4. Runde. Pascal ging in Runde 12 runter. Die 4. Runde hätte Jack eigentlich bekommen müssen, wenn dieser Niederschlag nicht gewesen wäre. In der ersten Kampfhälfte sah man allerdings leichte Vorteile für Pascal. Der Kampf drehte sich im zweiten Teil des Fights leicht zu Gunsten von Badou Jack. Doch es sollte auch mit dem Niederschlag in Runde 12 nicht ganz für einen Sieg reichen. Auch wenn Badou Jack “nach hinten raus” der bessere Man war: Eine Robbery war das sicher nicht und des Urteil hätte ebenso gut anders herum lauten Können. Vielleicht wäre ein Unentschieden dem Kampf am ehesten gerecht geworden.

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