Top News

David Price überrollt John McDermott – Drei Niederschläge in 73 Sekunden

Gegen seinen bisher auf dem Papier besten Gegner brauchte die britische Schwergewichtshoffnung David Price am Samstagabend in Liverpool keine halbe Runde. Der 28-Jährige, der bei den olympischen Spielen mit einer Bronzemedaille auf sich aufmerksam gemacht hatte, schlug John McDermott drei Mal in der ersten Runde nieder und sorgte so für einen kurzen Kampf.

Der 31-jährige McDermott hatte am Freitag mit 271 Pfund bei einer Körpergröße von 1,91 Metern so schwer eingewogen wie nie zuvor in seiner Karriere und präsentierte sich im Ring als kein Gegner für Price. Zwar suchte er von Anfang an den Kampf und marschierte nach vorne, doch besuchte nach lediglich 26 Sekunden zum ersten Mal den Boden. McDermott hatte einige gute Jabs ins Ziel bringen können und Price nach hinten an die Seile drängen können, doch der erste gute Schlag von Price, eine als Konter geschlagene Rechte, fällte McDermott. Er stand jedoch schnell wieder auf, nur um nach der nächsten rechten Geraden wieder auf die Bretter geschickt zu werden. Dieses Mal war er deutlich angeschlagener, doch fand erneut auf die Beine. Zum dritten Mal war es eine Rechte von David Price, die einschlug und ihre Spuren bei McDermott hinterließ. Nach gerade einmal 63 Sekunden fand er sich zum dritten Mal am Boden wieder und wartete dieses Mal zu lange um wieder aufzustehen. Während Ringrichter Howard Foster ihn anzählte, wartete McDermott möglichst lange um etwas Zeit zu gewinnen, doch war noch nicht ganz wieder auf den Beinen, als Foster bei Zehn angekommen war.

Somit wurde Price zum Sieger durch KO nach nur 73 Sekunden erklärt und gewann damit in seinem zwölften Kampf zum zehnten Mal vorzeitig. Zudem konnte er sich den vakanten englischen Schwergewichtstitel und das Herausforderungsrecht für den britischen Gürtel sichern. John McDermott kassierte seine achte Niederlage in seinem vierunddreißigsten Profikampf.

Voriger Artikel

Joe Louis: The Brown Bomber

Nächster Artikel

Gabriel Rosado imponiert gegen Jesus Soto-Karass – TKO in Runde 5

6 Kommentare

  1. alpsboxing
    21. Januar 2012 at 23:12 —

    Eindeutig. Dass Ende wurde ich mir fuer den dicken Huck auch wuenschen.

  2. Rock
    21. Januar 2012 at 23:13 —

    Hat jemand den Kampf gesehen?
    David Price erinnert schon sehr an Wladimir Klitschko. Vor allem der Jab. Ich denke, er ist zumindest besser als Tyson Fury, mit dem er oft verglichen wird.

  3. kevin22
    21. Januar 2012 at 23:29 —

    David Price kann man momentan noch garnicht einordnen oder verfgleichen, dafür hat er bissher zu wenig zeigen können!

    John McDermott war nun wirklich keine Messlate, mit nun 8 Niederlagen bei 34 Kämpfen sollte man ihn nicht so ernst nehmen!

  4. Tom
    22. Januar 2012 at 02:35 —

    Hmmm ich hatte für den Kampf ein kurzes Ende getippt,aber das war schon etwas seht kurz!

  5. Johnny Walker
    22. Januar 2012 at 03:37 —

    McDermott hat glaube ich alles falsch gemacht was man falsch machen kann. Er hat sich seit der ersten Sekunde auf nen offenen Schlagabtausch eingelassen und Price hat das natürlich ausgenutzt. Die Distanz hat McDermott auch nicht verkürzt und die Reichweitenvorteile waren hier nun mal der Schlüssel,2 Uppercuts in Richtung Schläfe und schon war der Drops gelutscht. Warum McDermott beim dritten Niederschlag bis 10 wartet und dann so tut als wäre alles i.O. versteh ich nicht, da hätte er auch liegen bleiben können.

  6. Rock
    22. Januar 2012 at 12:24 —

    Habe eben David Price gegen Cammarelle(Weltklasse-Amateurboxer) angeschaut. Cammarelle hat ihm zwar schon seine Grenzen ganz klar aufgezeigt, aber im heutigen Schwergewicht wird Price sicher weit kommen.

Antwort schreiben