Top News

Danny Garcia & Co – Verwirrung en gros

Etwas mehr als verwirrend ist das schon, was da gerade mit WBC-Champ und WBA-Superchamp Danny Garcia abgeht. Offiziell will Garcia die Gewichtsklasse wechseln und verteidigt deshalb seine Titel nicht. Zuletzt setzte er beide Gürtel im März 2014 aufs Spiel und siegte dabei gegen Mauricio Herrera. Der nächste Kampf fand im August gegen Rod Salka statt. Er „testet“ angeblich seine Fähigkeiten, mit höherem Gewicht zu kämpfen und wolle vom Halbwelter ins Welter aufsteigen.

So war zumindest seine Version, die er dem Verband WBC präsentierte. Böse Zungen sagen aber, er wollte keine Sanktionsgebühren zahlen und habe sich deshalb mit Salka auf ein Gewicht von 142 Pfund geeinigt. Eigentlich ist das sehr ungewöhnlich. Die Sanktionsgebühren für die Verbände sollten bei den Börsen, die von Männern in dieser Region erzielt werden, eigentlich eine untergeordnete Rolle spielen. Aber: So weit, so gut.

Jetzt plant Garcia einen Kampf gegen Lemont Peterson (33(17)-2(1)-1), den IBF-Champ im Halbwelter. Beide wollen scheinbar ihre Titel nicht aufs Spiel setzen und haben sich auf ein Kampfgewicht von 143 Pfund geeinigt, was eigentlich schon im Welterbereich liegt. Sie wollen am 11. April 2015 im Barclays-Center New York gegeneinander antreten.

Damit liegt zwischen der letzten Verteidigung und dem nächsten Kampf Garcias mehr als ein Jahr. Das wäre sicher kein Problem, wenn er dann auch in absehbarer Zeit seine Gürtel verteidigen würde. Er müsste gegen die Nr. 1 im Ranking antreten. Danny Garcia und der obligatorische Herausforderer Viktor Postol, haben ein Abkommen getroffen und sich vom Verband WBC bestätigen lassen. In diesem Vertrag vereinbarten Garcia und Postol, jeweils einen Kampf gegen einen anderen Gegner auf der gleichen Card zu machen und erst danach gegeneinander zu kämpfen. Garcia kann also beruhigt gegen Peterson antreten ohne Gefahr zulaufen, dass er seinen Titel verliert. Gegen wen der in 26 Kämpfen unbesiegte Postol in New York kämpfen wird, ist noch nicht bekannt. Diese „Zwischenveranstaltung“ am 11. April soll als “WBC-Special-Event” gelten.

Darüber hinaus gab WBC-Präsident Mauricio Sulaiman bekannt, dass der Verband alle bei diesem Event eingenommenen Sanktionsgebühren der Stiftung “WBC Jose Sulaiman Boxers Fund“ zukommen lässt, die von der „Nevada Community Foundation“ verwaltet wird. Dieser Fond unterstützt Boxer in aller Welt und fördert die Nachwuchsarbeit von Kindern und Jugendlichen. Alles in allem eine fast salomonische Lösung, bei der selbst dem Verband WBC keine “Gier” nach Sanktionsgebühren vorgeworfen werden kann.

Autor Johannes Passehl

Foto PA

Voriger Artikel

Heimvorteil für Enrico Kölling: Titelverteidigung gegen den Römer Ricci

Nächster Artikel

Tippspiel KW 7 - 13.-18.02.2015

9 Kommentare

  1. 10. Februar 2015 at 09:55 —

    “…Verwirrung en gros…”

    Ernsthaft???

    JETZT IST HIER ENDGÜLTIG ENDE GELÄNDE!!!

    Ich geh heute Mittag in die nächste Grundschule und besorg uns einen Boxsport-Journalisten, der wenigstens ein paar Jahre Rechtschreibung und Grammatik hinter sich hat…

  2. 10. Februar 2015 at 10:06 —

    Lemont Peterson alias Lemon

  3. Bei Garcia ist es doch offensichtlich, dass er nach der Niederlage gegen Herrera gemerkt hat, dass er doch kein so super “blessed” ausnahmeboxer ist wie sein d.ummer vater ihm immer eingeredet hat.

    Garcia wird mit Vorsicht versuchen solange wie möglich am “leben” zu bleiben im box biz. Ein Rematch gegen Amir “Ich lasse wegen Ramadan die großen Fights platzen” Khan, würde ich gerne sehen, aber das wird nicht passieren.

    Das einzig positive an Garcia ist, dass er im gegensatz zu Khan nicht wie so ne n.utte in jedem interview um einen Maiwetter Kampf bettelt.

    Seit der Herrera Niederlage backt auch sein vater Angel “Dopehead” Garcia auf einmal kleinere brötchen, auch wenn er es nicht zugeben will, aber die Körpersprache und die augen verraten einiges.

  4. 10. Februar 2015 at 18:36 —

    Ich muss sagen, dass mich das ganze Halbwelter-Hickhack mitlerweile nur noch auf die Nerven geht. Allen voran IBF-“””””WM”””” Lamont ” The Lemon” Peterson! Was soll das für ein WM sein der gegen Mathysse nach Strich und Faden untergeht in einem “Non-Title.Contest” und anschließend gegen einen nicht gerateten Fighter Santana seinen Gürtel verteidigt und nun schon wieder einen “Non-Title-Fight” gegen einen Doppelweltmeister aus der SELBEN GEWICHTSKLASSE haben möchte? Das sind schon dreiste Felix- Sturm-Methoden aus der untersten Schublade wie bei K9 Bundrage. Die IBF ist ein dermaßen korrupter Verband wenn es um US-Boxer mit gutbetuchten Managern geht, dass man sich nicht wundern muss wenn es dann noch irgendwelche anderen Promoter bzw. Manager nach machen. Da scheint GoldenBoy mitlerweile Don King Ende der 90’er nachahmen zu wollen. Caballero vs Guevara ist auch so ein Kampf aus der untersten Schublade GoldenBoy’s!

  5. 12. Februar 2015 at 09:35 —

    Ah Danny, es wartet Viktor Postol auf dich! Du verlierst seine Gürtel bald

Antwort schreiben