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Daniel Jacobs unterliegt John Ryder knapp nach Punkten

Durch ein knappes Punktrichterurteil von 2 Mal 115:113 für Ryder und ein Urteil von 113:115 für einen Sieg von Jacobs unterlag der Gastboxer aus New York bei einer DAZN-Veranstaltung von Eddie Hearn in London dem Heimboxer John Ryder. Ein Urteil, dass nicht von allen Boxfans gleichermaßen geteilt wird. Möglicherweise wäre ein Unentschieden den Leistungen der beiden Boxer im Ring eher gerecht geworden.

In den ersten Runden wirkte Jacobs angriffsfreudig und landete gute Treffer. Wenn er selbst in Bedrängnis kam, suchte er sein Heil indem er klammerte. So holte sich Jacobs die ersten 4 bis 5 Runden, bevor Ryder aufkam. Eine klare Ringdominanz ließen weder Jacobs noch Ryder erkennen.

Ryder schien gemerkt zu haben, dass er so nicht gewinnen kann und legte in den folgenden Runden ein „paar Kohlen“ nach. Gibt man die engen Runden an Ryder, liegen beide Boxer nach 10 Runden in etwa gleichauf. Die 11. ging dann wohl klar an Ryder, während die 12. und letzte durch eindeutigere Treffer wieder klar an Jacobs ging. Es stand also nicht sicher fest, wer den Kampf gewonnen hat. Das o.g. Punkturteil war dann auch entsprechend knapp.

Man kann bei solchen Urteilen nie ganz zufrieden ein. Wenn es bei einem Kampf um Titel gegangen ist, wird schnell der Ruf nach einem Rematch laut. Da vielleicht der Vorwurf von einem Heimvorteil im Raum steht, wäre wenn überhaupt, ein Rematch in New York angebracht.

Ein finanziell lohnenswertes Rematch gegen Canelo Alvarez ist durch diese Niederlage jedenfalls für Jacobs erst einmal in weite Ferne gerückt. Ob Ryder sich nun durch dieses Kampfergebnis zu einem Canelo-Pflichtgegner qualifiziert hat, müssen die Verbände entscheiden. Eins wurde bei diesem Kampf allerdinngs klar: Canelo braucht weder ein Rematch gegen Jacobs, noch eine Pflichtverteidigung gegen Ryer zu fürchten.

Die Undercard dieser Veranstaltung war von Siegen der ungeschlagenen Favoriten geprägt, die mit ihre Gegnern kaum größere Probleme hatten.

Hier der Kampf zwischen Jacobs uns Ryder:

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7 Kommentare

  1. 14. Februar 2022 at 10:43 —

    Ryder ist schon ein guter. hat auch schon gegen cullum smith einen guten kampf geliefert, damals gabs ein glückliches urteil pro smith.

  2. 14. Februar 2022 at 11:53 —

    Für mich eine klare Fehlentscheidung.

    Hatte den Kampf 115:113 für Jacobs. Von den ersten 6 Runden kann man keine ernsthaft an Ryder geben. In der zweiten Kampfhälfte auch nicht alle 6 Runden.

    • 14. Februar 2022 at 12:17 —

      Dem schließe ich mich an und für mich war´s sogar klarer.. 117:111 Jacobs..

    • 14. Februar 2022 at 12:22 —

      Sehe ich genauso. Es ist zwar so, dass die Runden, die Jacobs gewonnen hat, insgeamt weniger actionreich waren als die, die Ryder gewonnen hat, und bei diesen hat Ryder auch mehr Schaden bei Jacobs hinterlassen als umgekehrt. Auch insgesamt hat Ryder ja mehr Treffer gelandet als Jacobs, und zwar sowohl Jabs als auch Powerpunches. Aber ein Kampf wird nun mal Runde für Runde gewertet und da hatte ich es 8:4, wenn nicht sogar 9:3 für Jacobs, je nachdem, wie man die 11. wertet – ich hatte sie eher bei Jacobs.

    • 14. Februar 2022 at 12:42 —

      also wenn du es 115:113 für jacobs hattes dann bei einer SD wo 2x 115:113 fpr ryder und einmal sogar dein urteil raus kam als klare fehlentscheidung zu werden. 2 ringrichter haben im prinzip 2 runden anders bewertet als du und 10 gleich, der 3. sogar alle 12 gleich. das ist dann quasi die gleiche wertung. eine klare fehlentscheidung ist es somit sicher nicht!

  3. 14. Februar 2022 at 12:46 —

    Zum thema canelo. es war ja ein wba eliminator d.h. ryder sollte jetzt der PH von DAVID MORRELL JR sein und nicht von canelo. die sollten erstmal gegeneinander kämpfen danach kann man weiter sehen. canelo hat ja eh andere pläne und legt den titel notfalls nieder.

  4. 14. Februar 2022 at 17:22 —

    Klares Fehlurteil!!!

    Mit viel Wohlwollen kann man Ryder 4 Runden geben….und das reicht dann nun mal nicht zum Sieg.

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