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Daniel Jacobs, Jarrell Miller, Katie Taylor – Favoritensiege im Barclays Center

Unter den vielen Veranstaltungen des vergangenen Wochenendes war die im Barclays Center New York die am besten besetzte. Es fehlten zwar die ganz großen Titelfights, aber die Card war durchaus vielversprechend und die angesetzten Kämpfe sahen interessant aus. Die Erwartungen an die Favoriten wurden mehr der weniger gut erfüllt.

Katie Taylor vs Victoria Noelia Bustos

Bei ihrem zweiten Auftritt im New Yorker Barclays Center stieg die irische Leichtgewichtlerin Katie Taylor diesmal als Weltmeisterin des Verbandes WBA in den Ring. Sie bekam es mit der argentinischen IBF-Weltmeisterin Victoria Bustos zu tun. Taylor hatte Bustos zwar von Beginn an im Griff, aber es war wohl der schwerste Kampf ihrer bisherigen Karriere. Das eindeutige Urteil von 98:92 und 2x 99:91 sagt Nichts über den Kampfgeist, den die Südamerikanerin im Ring zeigte. Tolle Geste von Taylor: Sie kam nach dem Kampf in die Kabine der Argentinierin und gab ihr den IBF-Gürtel zurück.

Jarrell Miller vs Johann Duhaupas

In diesem WBA-Eliminator gelang es Miller nicht, auch diesen Gegner zu überrollen. Miller versuchte zwar bereits in Runde 1 Duhaupas mit Bomben an den Kopf mürbe zu klopfen, aber der erwies sich als würdiger und zäher Gegner. Duhaupas teilte seinerseits auch mehr aus, als es Miller recht sein konnte. „Big Baby“ Miller schaffte es immer gerade 2 Runden nacheinander einigermaßen Druck zu machen, musste dann immer eine Runde einlegen, in der er sich erholte. Dennoch blieb der New Yorker Chef im Ring und erkämpfte mit 117:111 und 2x 119:109 einen verdienten und souveränen Punktsieg. Miller behielt den Durchblick und bewies mit diesem Kampf einmal mehr, dass man ihn so langsam mal ernst nehmen muss. Trotz seiner Körperfülle hat er eine verhältnismäßig gute Workrate, auch wenn er sich zwischendurch Pausen gönnen muss. Duhaupas erwies sich einmal mehr als harter Hund, der große Nehmerfähigkeiten hat. Miller forderte nach dem Kampf einen Titelfight gegen Anthony Joshua.

Daniel Jacobs vs Maciej Sulecki

Auch dieser Kampf im Mittelgewicht war ein WBA-Eliminator. Der Sieger hat die Chance, den WBA-Champ heraus zu fordern. Es entwickelte sich ein Kampf, der scheinbar nicht so ganz im Sinne der Veranstalter war. Der Pole war offensichtlich der bessere Boxer, der gegen Jacobs mehr Paroli bot, als man erwarten konnte. Nachdem Jacobs in den Runden 3 und 4 sein erstes Pulver verschossen hatte, wirkte er etwas genervt, weil Sulecki noch lange nicht am Ende war. Im Gegenteil: In der Kampfmitte sah es fast so aus, als sei Sulecki der Chef im Ring. Nach 10 Runden war Jacobs normalerweise hinten und hätte den Kampf nur noch vorzeitig gewinnen können. Der eingeblendete Ledermann-Punktzettel sagte etwas Anderes und sorgte bestimmt bei einigen Fans für Stirnrunzeln. Man konnte schon ahnen, was kommt. In Runde 12 gelang es Jacobs, Sulecki mit einer Rechten zum Kopf auf den Boden zu schicken. Das Urteil zu diesem Kampf war wie ein deja vue zu Abraham vs Nielsen einige Stunden zuvor: Jacobs bekam mit 116:111, 117:110 und 115:112 einen geschenkten Punktsieg zugesprochen. Ein Unentschieden oder ein Sieg des Polen wären gerechter gewesen.

In einem weiteren Kampf dieses Events ging es zwischen dem in Brooklyn lebenden Usbeken Shojahon Ergashev und dem Chinesen Zhimin Wang um den vakanten WBA International-Titel im Super-Leichtgewicht. Ergashev konnte sich dabei zwar souverän mit 99:91 und 2x 100:90 durchsetzen, musste aber in seinem 12. Profikampf zum ersten mal über die volle Distanz boxen.

Insgesamt wurde am vergangene Wochenende allerhand guter Boxsport geboten, auch wenn die ganz großen Fights nicht dabei waren. Überschattet wird der Spass am Boxsport allerdings von solchen Urteilen wie bei Abraham vs Nielsen oder Jacobs vs Sulecki. Das sind die Aufreger, die man normalerweise nicht haben will.

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5 Kommentare

  1. 1. Mai 2018 at 00:45 —

    krass wie viele kommentare dieser spitzenkampf hat 😀

    scheint wohl ne menge leute interissiert zu haben =DD

    ne aber

    ich hab sulecki auch knapp vorne trotz des niederschlags gesehen
    einige runden waren eng trzd hat sulecki meiner meinung nach gewonnen.

    schade das es anscheinend unmöglich war dort ein pts zu holen,

    aber immerhin hat sulecki gezeigt das er ganz oben mitmischen kann
    würde ihn gerne gegen weitere gegner der weltspitze sehen

    allerdings muss man dazu sagen das jacobs nicht die beste form hatte

    in so einer form die er beim golovkin kampf hatte, hätte sulecki deutlich mehr probleme gehabt und der kampf wäre eventuell anders verlaufen?

    im großen und ganzen top leistung von sulecki weiter so ! 😀

  2. 1. Mai 2018 at 03:12 —

    Hat Jacobs Sulecki unterschätzt oder hat er gegen Golovkin zuviel Substanz gelassen?
    Da waren einige enge Runden dabei, ich denke mal das ein Unentschieden vielleicht das gerechteste Urteil gewesen wäre!?

    Ob Miller mal ganz oben anklopfen kann bezweifel ich stark, er hat zwar klar gegen Duhaupas gewonnen, aber um Joschua oder Wilder zu besiegen braucht es eine top Kondition und Schlagkraft. Da teicht es bestenfalls mal für den regulären WBA-WM-Titel. Miller ähnelt in seiner Kampfesführung stark an Chisora.

  3. 1. Mai 2018 at 07:54 —

    “Miller behielt den Durchblick und bewies mit diesem Kampf einmal mehr, dass man ihn so langsam mal ernst nehmen muss.”

    Hat er das wirklich..??
    Miller wäre ein wilkommener Gegner für die erste Reihe des HW und wäre auch vs Parker, Ruiz Jr., Breazeale und Kownacki für mich nur Aussenseiter..

  4. 1. Mai 2018 at 10:27 —

    Ich denke Miller wird auch den ganz großen der Gewichtsklasse Schwierigkeiten bereiten. Der ist ganz schwer lang zu halten und könnte einen wie Wilder vor große Probleme stellen wenn er die Rechte wegstecken kann.. Für Sulecki echt schade, hat gut geboxt und ich hatte Geld auf ihn gesetzt…😢

  5. 1. Mai 2018 at 15:53 —

    Charlo wird Jacobs vernichten und Miller ist ein Loser

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