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Daniel Dubois will Trevor Bryan

Daniel Dubois will Trevor Bryan

Nachdem erst vor kurzem Mahmoud Charr abserviert und stattdessen der US-amerikanische Schwergewichtler Jonathan Guidry als Gegner von Don King-Schützling Trevor Bryan präsentiert worden war, ist auch Guidry schon wieder Geschichte.

Sei`s drum. Die meisten Boxfans haben mit dem Namen des 32-jährigen Heavyweights aus Louisiana ohnehin nichts anfangen können, denn noch nie hat Jonathan Guidry einem bekannten Gegner gegenübergestanden. Warum Guidry trotzdem am Ende des Monats um eine Weltmeisterschaft hätte boxen dürfen, wird wohl ein Geheimnis bleiben. Gut gehütet von Dong King und der WBA.

Und genau so wenig wird zu erfahren sein, warum Jonathan Guidry nun doch nicht in Erscheinung tritt, wenn Trevor Cosmo Bryan jr am 29. Januar in der Packard Music Hall in Warren, Ohio, seinen Titel verteidigen will.

Quelle: Boxrec
Quelle: Boxrec

Stattdessen liest man bei Boxrec, dass der Gegner noch den Status „tba“ habe, was „to be announced“ heißt und ins Deutsche übersetzt in etwa „wird noch bekanntgegeben“ bedeutet.

Wobei der 29. Januar nicht mehr allzu weit entfernt ist, Eile täte also not.

Und so kommt die Wortmeldung des britischen Heavyweights Daniel Dubois eigentlich gerade zur richtigen Zeit: ‚Dynamite‘ Dubois hat sich nämlich als Gegner für Trevor Bryan angeboten. Trotzdem kann man wohl davon ausgehen, dass Don King nicht gerade vor Freude in die Hände klatscht, denn Dubois dürfte Trevor Bryan vor ziemliche Probleme stellen.
Der britische Schwergewichtler hat eine Bilanz von 17-1-0 bei 16 Siegen durch KO, einzig der Kampf gegen Joe Joyce im Jahr 2020 ging verloren. Aber seine Siege – zuletzt über Joe Cusumano und Bogdan Dinu – brachten Dubois an die Spitze der WBA-Rangliste.

Und Daniel Dubois will seine Chance auf einen Titelkampf gegen den Don King-Boxer wahrnehmen: „Der Kampf gegen Bryan ist ein Kampf, der stattfinden wird. Es ist ein Kampf, den ich will, und ein Titel, den ich will. Ich habe definitiv Lust darauf. Es muss dieses Jahr passieren, und ich bin mehr als bereit, ob in England oder in den USA, ich will den Titel in die Hände bekommen und nach Hause bringen. Das ist ein Schritt in die richtige Richtung für mich.” hat Dubois in einem Interview erklärt.

Allerdings muss man wohl davon ausgehen, dass Don King nicht daran interessiert sein dürfte, seinen Weltmeister an Dubois „zu verfüttern“. Dass Bryan, der bisher noch nie mit einem „richtigen“ Gegner den Ring geteilt hat, gegen Dubois bestehen kann, ist eher unwahrscheinlich.

Das sieht auch das britische Heavyweight ähnlich: „Ich habe ihn mir natürlich angeschaut, und er ist nicht besonders beeindruckend. Ich sehe nur jemanden, der sich mir in den Weg stellt. Ich kann ihn definitiv ausknocken. Jeder weiß, dass ich nur auf eine Art und Weise kämpfe.”

Nun darf man gespannt sein, welches Kaninchen Don King aus dem Hut zieht. Falls die WBA wider Erwarten dem king“ schen Ränkespiel nicht folgen möchte, besteht ja immer noch die Möglichkeit, dass Trevor Bryan sich bei seiner harten Vorbereitung „verletzt“ und die Titelverteidigung erst einmal auf Eis gelegt wird.

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23 Kommentare

  1. 11. Januar 2022 at 14:18

    also die wba kann das ja nicht ewig mitmachen, sie verdienen so ja nichts. vielleicht wird auch bryan endlich der titel entzogen und man könnte dubois vs charr um den vakanten titel ansetzten.

    • 11. Januar 2022 at 14:46

      DER Zug dürfte für Herrn Charr wohl abgefahren sein.

      • 11. Januar 2022 at 15:44

        mal sehen, wenn die wba die chance hat aus dem möglichen rechtsstreit so einfach rauszukommen und sowieso einen gegner für dubois braucht? wieso nicht. win,win,win für alle 3 parteien. aber ich befürchte sie werden nichts gegen king unternehmen. und auch dubois wird genauso verarscht werden!

    • 11. Januar 2022 at 15:29

      wie brennov noch ALLEN ERNSTES mit charr ankommt 😀
      ist schon irgendwie lustig hahaha

    • 11. Januar 2022 at 15:30

      wobei ich zugeben muss das ich charr auch gerne wieder gegen einen top 20 gegner sehen würde, einfach nur weil ich den typen nicht leiden kann und ihn gerne wieder krachend ko erleben würde 😀

      • 11. Januar 2022 at 17:08

        So ist das..

  2. 11. Januar 2022 at 16:01

    Persönliche Ressentiments haben im Sport nichts zu suchen.
    Warum sollte man Herrn Charr nicht diese sportliche Chance geben, nur weil man ihn nicht leiden kann.
    Im Sport sollte ausschließlich nur die Leistung zählen.

    • 11. Januar 2022 at 16:03

      Eben.

    • 11. Januar 2022 at 18:41

      Naja, wann hat Charr schon mal wirklich “Leistung” gebracht. Gewonnen hat er ausschliesslich gegen Pflaumen oder Halb-Pflaumen. Und gegen namhafte Leute hat er kassiert. Ich denke da an den schönen K.O., den er von Briedis kassiert hat 🙂

  3. 11. Januar 2022 at 16:03

    Verdient hätte er dies nach dieser langen Wartezeit allemal.

    • 11. Januar 2022 at 16:04

      Was für ne Wartezeit? Charr hat zwischen November 2017 und Mai 2021 nicht im Ring gestanden und war in dieser Zeit der reguläre WBA-Weltmeister. Worauf soll er denn da gewartet haben? Auf schönes Wetter?

      • 11. Januar 2022 at 17:53

        darauf dass die wba ihn seinen titel verteidigen lässt, hat sie nämlich nicht.

        • 11. Januar 2022 at 18:44

          Der Titel, den er gegen den tapsigen Ustinov errungen hat, war einfach nichts wert. Danach hat er noch gegen Lovejoy im Ring gestanden, eine Oberpflaume.

          • 11. Januar 2022 at 19:34

            wir reden aber vom gleichen titel den dubois gerade will 🙂

        • 11. Januar 2022 at 20:54

          Genau, es ist dann auch einfacher sich in die Opferrolle zu begeben und dem bösen Boxverband die Schuld zu geben. “Ich durfte meinen Titel nicht verteidigen.”

          Schon vergessen, dass beim guten Manuel auch mal der Verdacht bestand, er hatte was in der Zahnpasta, was die A Probe bewies und zufällig mit der nicht vorhanden B Probe wieder verschwand? Darüber redet heute keiner mehr…der Mensch vergisst gerne und schnell, gel?

          Im Endeffekt hat Charr in der Zeit keinen Cent verdient, wo er nicht geboxt hat, neben der einen Dummheit sich den Titel kampflos abnehmen zu lassen ne weitere mit der er bis heute leben darf.

          • 11. Januar 2022 at 21:04

            Das ist aber nicht so schlimm, solange man als Schiedsrichter zwischen den richtigen Tschetschenen und Libanesen vermittelt. Vielleicht verdient man da als Obmann auch den einen oder anderen Euro im Halbtagsjob nebenher um im Bentley rumzufahren.

          • 12. Januar 2022 at 08:11

            ach wer hatte nicht schon alles doping anschuldigungen und nachgewiesene vergehen. fast jeder im HW hatte doch schnon doping proben die positiv waren. egal ob fury, ortiz, whyte povetkin und viele mehr. die waren auch alle nachgewiesen. aber das vergisst du ja auch schön schnell.

        • 11. Januar 2022 at 23:58

          @ Brennov

          Ja, die WBA hat ihn nicht seinen Titel verteidigen lassen oder so ähnlich, aber Charr hätte…wenn er denn von dem Geld als Boxer abhängig gewesen wäre den ein oder anderen Achtrunder machen können….kapiere das endlich mal.
          Aber Herr Charr und genauso Herr King hoffen, bzw. hofften auf den ganz großen Zahltag!

          Das die WBA King den Arsch leckt steht dabei auf einen ganz anderen Blatt und lässt die WBA mach wie vor in einen ganz schlechten Licht erscheinen!

          • 12. Januar 2022 at 08:37

            natürlich hätte er no titel fights machen können. aber ob er damit wirklich geld verdient hätte? die gegner hätte er bezahlen müssen. und ob das dann so viel zieht einen stay busy fight gegen einen nobody? ja klar hat er auf den großen zahltag gewartet. was ist daran verwerflich. charr hat aus seinen begrenzten möglichkeiten viel mehr gemacht als man erwarten konnte. gegen klitschko um die wbc wm geboxt und wba weltmeister geworden. er hatte also zu dem zeitpunkt schon alles erreicht. er hätte bestimmt gerne noch 1 oder 2 mal gegen machbare gegner verteidigt (wie oquendo oder vielleicht huck) und dann natürlich am liebsten gegen den superchamp den großen payday. kam leider nicht dazu aus verschiedenen gründen. ob und wie es jetzt für charr weitergeht. er könnte sicher noch den ein oder interesanten kampf machen, vielleicht auch in deutschland gegen den huck oder kabayel. vielleicht ja um die em. aber das macht erst nach corona sinn wenn wieder zuschauer kommen dürfen. viellleicht ja im sommer oder herbst.

  4. 11. Januar 2022 at 22:29

    Sollte Bryan tatsächlich gegen Dubois antreten, gehe ich nicht davon aus, dass der Brite genauso verarscht wird wie Charr. Im Gegensatz zum Pommez-Panza, von Rocky einst als „untrainierbar“ bezeichnet und vermutlich auch unpromotebar, hat Dubois keinen finanzschwachen Minipromoter an der Seite, sondern mit Warren, bei der ganzen Kohle, die er mit Fury gemacht hat, sogar wahrscheinlich sogar einen mächtigeren als das, was von Don King noch übriggeblieben ist.

    Dubois hat durchaus seine Schwächen und so gebe ich Bryan, der zwar absolute Laufkundschaft, aber einigermaßen solide ist, zumindest eine Außenseiterchance, sollte der Kampf tatsächlich stattfinden.

    –––

    globuli
    11. Januar 2022 at 16:01 — Antworten

    Persönliche Ressentiments haben im Sport nichts zu suchen.

    –––

    Charr auch nicht.

    • 12. Januar 2022 at 08:38

      ich glaub king wird es gar nicht soweit kommen lassen. dann “verletzt” sich bryan oder die wba ordnet irgendwas anderes an. er wird sein spiel noch ein wenig spielen. danach ist der reguläre titel dann hoffentlich ohnehin geschichte!

  5. 12. Januar 2022 at 08:41

    King ist einfach das Letzte. Er würde für Geld seine Mutter verkaufen oder über Leichen gehen.

    Daniel Dubois würde Bryan Zerstören easy fight.

    • 12. Januar 2022 at 08:53

      ” Er würde für Geld seine Mutter verkaufen oder über Leichen gehen.”

      also letzteres hat er ja nachweislich 2 mal getan und seine mutter hat er bestimmt schon vor 50 jahren verkauft.