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Daniel Ammann besiegt David Aloua nach Punkten

Daniel Ammann verteidigte am Mittwochabend seinen australischen Cruisergewichtstitel erfolgreich in zehn Runden. Der 30-jährige Australier besiegte seinen fünf Jahre jüngeren Landsmann David Aloua einstimmig nach Punkten und fügte ihm seine erste Niederlage zu. Während David Aloua den gesamten Kampf hindurch mit seiner Schlagkraft gefährlich blieb, gab am Ende Daniel Ammanns überlegenes boxerisches Können und seine höhere Workrate den Ausschlag.

Ammann versuchte den Kampf mit seinem rechten Jab auf Distanz zu halten und hatte damit in der ersten Runde Erfolg. Zwar musste er gegen Ende eine harte Rechte von Aloua schlucken, doch ansonsten bestimmte er die Runde. Auch in der Zweiten blieb Ammann überlegen. David Aloua zeigte jedoch, dass er ordentlich Power in der Rechten mit sich rum trug und erwischte Ammann damit zwei Mal diese Runde.

Dies blieb jedoch erst einmal Alouas einzige Waffe und in den Runden Drei und Vier landete Ammann weiterhin mehr und die besseren Treffer. Er brachte immer wieder seine linke Gerade sowohl zum Kopf als auch zum Körper zum Ziel, blieb deutlich aktiver und drängte Aloua gleichzeitig teilweise zurück. Ammann war boxerisch klar überlegen, bewegte sich besser, boxte variabler und schlug deutlich präziser. David Aloua kam deutlich seltener durch, landete dann aber die härteren Treffer.

Auch Alouas Ecke erkannte, dass ihr Boxer zu weit nach Punkten zurück fiel und mahnte ihn zwischen der vierten und fünften Runde an mehr zu tun, und der 25-Jährige fand zumindest etwas aktiver in die Runde. Ammann konterte jedoch vorerst gut bevor Aloua plötzlich eine Minute vor Schluss einen harten linken Haken landete, welcher Aloua sichtbar durch schüttelte. Aloua setzte nach, doch Ammann brauchte nur ein paar Sekunden um wieder klaren Kopfes zu sein und selbst wieder die Initiative zu ergreifen. Erneut brachte Aloua jedoch einen harten Treffer ins Ziel, dieses Mal eine rechte Gerade, die Ammann offensichtlich spürte. Einmal mehr fand Ammann jedoch gut zurück und setzte einen Schlussspurt an, auch wenn die Runde dank der härteren Treffer wohl an den Herausforderer ging.

Dieser hatte jetzt seine Chance gerochen und konnte auch in der sechsten Runde bald wieder Daniel Ammann mit einem linken Haken ins Wackeln bringen. Der Titelverteidiger wehrte sich aber erneut gut und behielt für den Rest der Runde die Oberhand. Nach einer ausgeglichenen siebten Runde erwischte Aloua einen guten Start in die achte Runde. Eine harte rechte Gerade zum Kinn steckte Ammann jedoch ebenso ordentlich weg wie den darauf folgenden rechten Aufwärtshaken, der sauber einschlug. Wie zuvor, wenn er harte Treffer hatte hinnehmen müssen, antwortete Ammann jedoch relativ prompt mit guten Aktionen seinerseits.

Aloua schien noch leichte Chancen zu haben, wenn er die letzten beiden Runden für sich entscheiden könnte, doch in der neunten Runde tat der Herausforderer deutlich zu wenig um nach Punkten noch im Kampf zu sein. Ammann diktierte das Geschehen, traf immer wieder mit dem rechten Jab und der linken Geraden und blieb zudem klar aktiver. In der zehnten Runde schließlich begegneten sich die beiden Boxer noch einmal in der Halbdistanz und ließen anfangs die Fäuste fliegen, als wäre für beide noch alles drin. Beiden war jedoch kurz darauf ihre Müdigkeit anzusehen, als sie zunehmend in den Clinch fielen. Zum Schluss legten sie jedoch noch einmal etwas zu und beendeten mit einer guten Runde den eigentlich durchaus zuschauerfreundlichen Kampf.

Die Punktrichter wurden zu Rat gezogen und erklärten Daniel Ammann einstimmig mit 98-92, 99-91 und 99-91 zum verdienten Sieger. Für den 30-Jährigen, der damit erfolgreich seinen australischen Cruisergewichtstitel verteidigte, welchen er Anfang 2012 gewonnen hatte, war es der siebenundzwanzigste Profisieg bei fünf Niederlagen und einem Unentschieden. David Aloua hingegen kassierte genau zwei Jahre und einem Tag nach seinem Profidebüt seine erste Niederlage nach zuvor acht Siegen.

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