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Dana White zeigt Kante

Dana White zeigt Kante

Während einige Boxpromoter durchaus Interesse an einer Zusammenarbeit mit Jake Paul haben und Eddie Hearn im November 2019 auch den Kampf von Paul gegen den britischen YouTuber KSI promotet hatte, lehnt UFC-Chef Dana White eine Kooperation mit dem 24 Jahre alten Paul ab.

Hearn hat sich zwar im Nachhinein von seinem Engagement distanziert, erklärte, dass er sich bei der ganzen Sache „unwohl” gefühlt habe und warf später sogar „SkySports“ vor, es sei eine Schande, dass der Sender der Begegnung zwischen Floyd Mayweather jr und Jake Paul überhaupt eine Plattform gegeben habe, allerdings muss man sich fragen, welche Gründe hinter Hearns Kurswechsel stehen. Möglicherweise ist es schlicht und einfach der Umstand, dass Paul mittlerweile Verträge mit Triller und Showtime Boxing hat. 

Im Gegensatz dazu hat UFC-Chef Dana White nach eigenem Bekunden kein Interesse daran, mit dem (White über Paul) „nervigen” Jake Paul zusammenzuarbeiten, nachdem Paul verlauten ließ, er wolle auch einmal im Oktagon kämpfen. „Ich sage niemals nie, aber ich bezweifle es sehr.“ sagte White jüngst im Interview: „Ich hasse den Jungen nicht. Ob er verdammt nervig ist? Ja, er ist nervig!“ Wie der 51-jährige weiter ausführte, wolle er sein Produkt nicht verwässern: „Das ist einfach nicht mein Ding. Ich lasse die Besten gegen die Besten antreten.“

Wie White weiß, wird seine Entscheidung die „Kämpfer-Karriere“ von Jake Paul nicht wesentlich beeinflussen: „Es gibt einen Markt dafür. Er könnte jede Woche gegen einen Prominenten kämpfen. Und es wird einen Teil der Bevölkerung geben, der dafür bezahlen und es sehen will, aber das ist nicht mein Ding!“

Eine Aussage, die bei Jake Paul nicht gut angekommen ist. Er sei noch nie wirklich daran interessiert gewesen, einen Vertrag mit der UFC abzuschließen, erklärte Paul dann auch und versprach, niemals bei der UFC zu unterschreiben und mit Dana White zusammenzuarbeiten. Es sei denn, es handelte sich um eine Co-Promotion. Was das „niemals“ ja eigentlich ad absurdum führt.

UFC-Präsident Dana White geht aber ohnehin davon aus, dass der Stern von Jake Paul schon im Sinkflug ist: „Die Medien verfolgen ihn nicht mehr so ​​sehr wie am Anfang“, sagte White in einem Interview: „Der Schtick wird alt: ‚Hey, ich bin’s, ich wiege 190 und möchte gegen diese Typen kämpfen, die 170, 155 wiegen, und sie ringen und sie sind verdammte 40 Jahre alt und haben ihre letzten drei Kämpfe verloren.‘ Wenn er jetzt von den Medien ernst genommen werden will, muss er meiner Meinung nach einen echten Kampf führen.”

Nun bleibt abzuwarten, ob der Achtrunder gegen den ehemaligen UFC-Weltmeister im Weltergewicht Tyron Woodley am 29. August ein echter Kampf wird. Woodley ist 39 Jahre alt und kommt mit vier Niederlagen in Folge in den Ring. Darüber hinaus ist auch ‚The Chosen One‘ – wie alle anderen bisherigen Gegner von Jake Paul – kein Boxer. Trotzdem – so heißt es zumindest – stellt der 1,75 m große Fighter die bisher größte Herausforderung für Paul dar.

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