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Cunningham vs Glazkov – IBF-Elimninatorkampf

Autor Passehl

Auch wenn es Wladimir Klitschko vielleicht nicht in den Kram passt: Die nächste Pflichtverteidigung seines IBF-Titels ist bereits in Vorbereitung. Auf der Undercard des WM-Gefechts zwischen Sergey Kovalev und Jean Pascal kommt es in Montreal zu einem recht interessanten Eliminatorkampf zwischen dem Amerikaner Steve „USS“ Cunningham (28(16)-(1)-0 und dem Ukrainer Vyacheslav „Der Zar“ Glazkov (19(12)-0-1).

Beide Boxer sind wenigstens aufgrund ihrer Leistungen und ihren Ranglistenplätzen dazu geeignet, eine Pflichtherausforderung gegen den IBF-Weltmeister zu boxen. Das aktuelle IBF-Ranking führt Glazkov auf Platz 2 und Cunningham auf Platz 4. Platz 1 ist nicht besetzt und auf Platz 3 liegt der Brite Tyson Fury, der bereits am 28. Februar einen WBO-Eliminator kämpfen wird. Auch er hat das gleiche Ziel: Ein WM-Kampf gegen Wladimir Klitschko.

Wie die Prognose für diesen Kampf aussieht, lässt sich am deutlichsten an den bisherigen Kampfrekorden beider Boxer ableiten. Während Cunningham bereits 6x der Unterlegene war, ist Glazkov noch immer ungeschlagen. Auch vom Lebensalter her ist Cunningham (38) gegenüber Glazkov (30) etwas im Nachteil. Beide haben mit Tomasz Adamek einen Boxer im Kampfrekord, an dem sich ein Queervergleich festmachen lässt. Cunningham unterlag ihm knapp nach Punkten. Glazkov besiegte ihn deutlich – ebenfalls nach Punkten. Glazkov geht als Favorit in diesen Kampf.

Doch wie immer, greift auch hier die abgedroschene Phrase, dass ein Schlag im Schwergewicht einen Kampf entscheiden kann. Es wird darauf ankommen, was „USS“ noch an Leistung abrufen und was Glazkov dem entgegen setzen kann. Die Gelegenheit, einen WM-Fight nahe zu kommen, dürfte eine der letzten für Cunningham sein.

Cunningham kann auch weiter sein Geld bei Veranstaltungen im heimischen Philadelphia machen. Machbare Gegner gibt es für ihn noch jede Menge. Selbst im Falle einer Niederlage hätte Glazkov hingegen noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Ihm stehen noch viele Wege offen.

kovalev-pascal (1)

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19 Kommentare

  1. 18. Januar 2015 at 16:16 —

    “Beide haben mit Tomasz Adamek einen Boxer im Kampfrekord, an dem sich ein Queervergleich festmachen lässt. Cunningham unterlag ihm knapp nach Punkten. Glazkov besiegte ihn deutlich – ebenfalls nach Punkten. Glazkov geht als Favorit in diesen Kampf”

    Sorry Johannes aber das meinst du doch nicht ernst?? zwischen beiden Kämpfen liegen knapp 6 Jahre zudem kommt das er eine in Cruiser und der andere in Schwergewicht war. Vieleicht mal eine Statement ob Cunningham überhaupt ins Schwergewicht rein passt?

    mfg

  2. 18. Januar 2015 at 16:42 —

    L o S

    Du hast schon irgendwie Recht, aber ich wollte eigentlich keine Doktorarbeit über diese Kampfansetzung schreiben. Will man jede Ecke ausleuchten, wird das ein Roman.

    Cunnngham ist wohl auch objektiven Gründen ins HW gwechselt. Weil sich Schwergewicht in den USA wie auch sonst überall besser vermarkten lässt als Cruiser. Die Chance auf einen Eliminator nimmt wer nochmal mit – und auch das Geld dafür. Favorit ist er gewiss nicht.

    Er wird in Zukunft ab und zu in Philadelphia kämpfen – natürlich im Schwergewicht.

    UND: jetzt kommt die Tränendrüse: Reich geworden ist er miot dem Boxen nicht. Er kämpft und gibt den größten Teil seiner Börse für die Krankenhauskosten seiner Tochter aus, die von Geburt an Herzkrank ist und irgendwann eine Transplantation bekommen muss. Sowas würde bei uns die Krankenkasse erledigen. In den USA läuft das ein bisschen anders. Die Boxfans in Philadelphia feiern ihren “USS” Cunningham wie einen Popstar, gehen zu seinen Kämpfen und unterstützen ihn so.

    Ob er den Kampf gegen Glazkov gewinnen kann? Ich glaube es nicht.

  3. 18. Januar 2015 at 16:47 —

    … und noch was zur Entschuldigung: Es ist Mist wenn die Tasta hängt, man es nicht gleich merkt und dann den Beitrag nicht mehr editieren kann, weil man als Autor keinen Zugang zur Seite hat.

    Also: Schreibfehler sind gratis – auch in der Überschrift., o.O

  4. 18. Januar 2015 at 17:21 —

    Steve „USS“ Cunningham (28(16)-(1)-0 – Sehr grober Schnitzer…liest sich wie der Rekord eines Top 5 Boxers… 😉

  5. 18. Januar 2015 at 17:31 —

    Mach mich nicht fertig… der grobe Schnitzer ist ein Tippfehler, zugegeben. “gewonnen 28 (KO 13) + verloren 6 (KO 1) + unentschieden 0” … ich sags ja, keine Chance Fehler auszubessern, weil man an die einmal abgeschickten Beiträge nicht mehr dran kommt hier.

    Aber das interessiert scheinbar keinen weiter. Egal, hauptsache Klicks.

    • 18. Januar 2015 at 18:04 —

      Man kann bzw. sollte natürlich auch seine eigenen Texte hinterfragen. Das sollte ja schon der Anspruch sein. Wenn ich einen Artikel schreiben würde, dann würde ich das Ding wahrscheinlich in Word vorformulieren und inhaltlich selber nochmal gegenlesen sowie jemand anderes ne Rechtschreibprüfung machen lassen. Die Zeit sollte man sich immer nehmen.

      Und solche Eckdaten wie Kampfrekorde sollten als Basics in allen Artikeln immer stimmen, ähnlich wie die Schreibweise von Boxernamen, gängigen Begriffen oder das Nennen der Verbände. Da sowas als erstes dem geneigten Leser ins Auge fällt.

      Machen wir es kurz. Ein Artikel sollte wie eine persönliche Visitenkarte gesehen und sollte weitestgehend fehlerfrei sein.

  6. 18. Januar 2015 at 18:12 —

    für mich ist Glazkov overrated.Ihm fehlt die Physis und Schlagkraft um sich ganz oben zu etablieren aber für Cunningham könnte es noch reichen.Ich würde ihn gerne mal gegen schwergewichtige Arbeitstiere wie Arreola,Chisora,Takam oder von mir aus auch Charr sehen.

    • 18. Januar 2015 at 21:19 —

      “schwergewichtige Arbeitstiere wie Charr”
      Der war gut… 😉

      Das letzte Mal, dass sich Charr als Arbeitstier unter Beweis gestellt hat, war als er im Kölner McDonalds ein MEGA-Menü und ein Dutzend McFlurries bestellt hat…

    • 18. Januar 2015 at 21:23 —

      P.S.
      Von Charrs Offizieller Facebook-Seite:

      Official Manuel Charr
      Gestern · Bearbeitet ·

      Ich werde nie Charlie scheisse sein !!! Wer für mich öffentlich eine Religion beleidigt sollte bestraft werden mit Gefängnisstrafe oder einer Geldstrafe – Meinungsfreiheit hat Grenzen die dafür sorgen das Unruhen und Kriege führen . RESPEKT OBERSTES GEBOT.

  7. 18. Januar 2015 at 19:39 —

    Guter Artikel, die Fehler sind doch Kindergeburtstag. Klar, USSC hat zweimal gegen Adamek gekämpft, einmal im CW 2008 und einmal im HW 2012. Imo wurde er zweimal dabei beschissen, am eindeutigsten bei dem letzten Gefecht der beiden. Dafür hat Cunningham die Decision gegen Mansour geschenkt bekommen, so gleicht sich das wieder aus 😉

    Glazkov ist aber auch von der Sonne verwöhnt, was das betrifft. Gegen Scott hat er ja wohl klar verloren und gegen Rossy wäre ein Draw wohl auch wesentlich gerechter gewesen. Und wenn er eine derart schwache Workrate wie gegen den Edeljourneyman aus NY hinlegt, wird er von Cunningham gnadenlos ausgeboxt. Aber ich glaube, er wird sich berappeln. Interessanter Kampf, wie fast immer, wenn MainEvent was zusammenstellt. Schade, dass der zuerst avisierte Undercard-Fight zwischen Chilemba und Beterbiev sich wohl inzwischen in Staub aufgelöst hat – das lag aber wohl eher an GYM, was man so hört …

  8. 18. Januar 2015 at 21:06 —

    @ johannes

    Mit welchem Programm schreibst du deine Artikel?
    Selbst die einfachsten Word-Programme haben doch normalerweise schon eine eigene Auto-Korrektur-Anzeige…

    Was macht das Bild von Kovalev-Pascal unter dem Artikel?

  9. 18. Januar 2015 at 21:16 —

    Cunningham ist aufgrund seines unbändigen Willens und Kampfgeists, den er durch seine gesamte Karriere bewiesen hat, grundsätzlich immer alles zuzutrauen (selbst mit mittlerweile 38)…

    Glazkov ist einer dieser neuen Schwergewichtler-Brut, die wahrscheinlich aus Profit-Gründen unbedingt im Schwergewicht kämpfen wollen, aber mit geringen 1.90m und gerade mal 100 kg im HW eigentlich nichts zu suchen haben und ins Cruisergewicht gehören, wenn sie richtig austrainiert wären.
    Glazkov kann im Schwergewicht gegen wirklich jeden halbwegs tauglichen Gegner untergehen, andersherum wird er selbst gegen jeden Durschschnittsmann nur mit Schwierigkeiten als Sieger den Ring verlassen…

  10. 18. Januar 2015 at 21:49 —

    Ich war beim schreiben des Artikels einfach ein bisschen unter Zeitdruck und habe ihn abgeschickt ohne selber noch einmal drüber zu lesen. Das war mir eine Lehre … doch der Hauptpferdefuss dabei ist ja, das man als Schreiber keine Chance mehr hat, selber zu editieren wie auf eigenen Seiten. Grund: Man will keineKontrolle über die Seite abgeben …. aber wenn dann wie hier oben, selbst selbst schom in der Überschrift ein Fehler zu sehenist, weil man mal mit dem Finger auf 2 Tasten gekommen ist, dann muss man schon mal hinterfragen, ob da überhaupt kontrolliert wird wasgeschrieben ´wird oder einfach nr draufgeladen ohne was … egal. Ich habe es mir jetzt vorgenommen, keine Artikel mehr abzusenden, die ich unter Zeitdruck abschicke.

    “Was macht das Bild von Kovalev-Pascal unter dem Artikel?”

    Die boxen bei der gleichen Veranstaltung am 14. März in Montreal. Deshalb die 4 Hauptkämpfer auf einem Bild.

    • 18. Januar 2015 at 22:28 —

      Ach, na klar…ist die selbe Veranstaltung. Lohnt sich das Wachbleiben wenigstens.

      Irgendwlche kleinen Rechtschreib- oder Flüchtigkeitsfehler nimmt dir hier keiner übel, auch wenn es natürlich angesprochen/verbessert wird…
      Mittlerweile ist hier jeder froh, wenn überhaupt noch Artikel kommen.

  11. 18. Januar 2015 at 21:50 —

    … und ne neue Tasta brauche ich auch … 😉

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