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Cunningham neuer IBF-Cruisergewichtsweltmeister: Cut an Ross’ Augenlid führte zu Kampfabbruch

Troy Ross, Steve Cunningham ©SE.

Troy Ross, Steve Cunningham © SE.

Sauerland-Neuerwerb Steve Cunningham ist neuer IBF-Weltmeister im Cruisergewicht. Der Amerikaner konnte seinen Gegner, den Kanadier Troy Ross, durch technischen K.o. in der fünften Runde besiegen. Das von der Papierform her recht klare Ergebnis spiegelt den Kampfverlauf aber nicht so recht wider: nach drei relativ ausgeglichenen Runden schickte Ross den relativ offen boxenden Cunningham in der vierten Runde mit einer linken Geraden auf die Bretter.

Cunningham kam jedoch sofort wieder auf die Beine und konnte den Rest der Runde sogar noch für sich entscheiden. Ein hochinteressantes Duell schien sich zu entwickeln, doch in der Pause zwischen der vierten und fünften Runde wurde der Kampf abgebrochen – eine rechte Führhand Cunninghams hatte bei Ross zu einer Verletzung am rechten unteren Augenlid geführt, Ringrichter Bill Clancy stoppte auf Anraten des Ringrichters Dr. Walter Wagner daraufhin den Kampf. Da die Cutverletzung durch einen regelkonformen Schlag zustande gekommen war, wurde Cunningham zum Sieger erklärt.

Ross, der sich gegen hochfavorisierten Amerikaner exzellent verkauft hatte, zeigte sich im Ringinterview trotz verständlicher Enttäuschung einsichtig: “Ich muss mich danach richten, was der Ringarzt und der Referee sagen. Wenn sie meinen, dass die Verletzung zu schwer ist, dann muss ich das akzeptieren.” Auch Ringarzt Dr. Walter Wagner wurde im Anschluss an den Kampf befragt: “Mit einer solchen Verletzung darf man keine Sekunde weiterboxen.” Der frischgebackene Weltmeister Cunningham, der sich seinen Titelgewinn wohl ebenfalls etwas anders vorgestellt hatte, hat nun mehrere Optionen: für ein Rematch gegen Ross gäbe es mit Sicherheit eine sportliche Legitimation, andererseits wäre die Teilnahme an einem Cruisergewichts-Super-Six oder ein Rematch gegen Marco Huck mit Sicherheit um einiges lukrativer.

© adrivo Sportpresse GmbH

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4 Kommentare

  1. TokTok
    6. Juni 2010 at 11:13 —

    Cunningham soll den primitiven Huck boxen.
    Nach der Niederlage sololte dann Huck einen neuen Trainer suchen und sich vom Boxen verabschieden und bei Kety-Bau anfangen.

  2. 6. Juni 2010 at 23:16 —

    Cunningham sollte ein Rematch gegen Ross machen,denn um ehrlich zu sein hatte ich gestern kein gutes Gefühl für Cunningham hätte Ross denn Cut nicht kassiert so hätte er Cunningham womöglich sogar ernsthaft gefordert vielleicht sogar besiegt,oder ihn gar mit seiner Schlagkraft gefährdet.So hochnässig braucht Cunningham auch nicht zu behaupten er wäre der beste Boxer der Welt,was sollte das denn.

  3. SemK.O
    8. Juni 2010 at 21:48 —

    Ich kann nur sagen das Huck sich weiter enwtickelt hat und ganz ehrlich er wird das nächste mal Cunnigham ausnocken und dann kann Cunnigham zu KETY-Bau gehen

  4. SemK.O
    10. Juni 2010 at 19:48 —

    Suttercain.86
    Also ich finde du hast recht

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