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Cristofer Rosales verteidigt seinen WBC-Titel in Belfast

In einem weiteren Hauptkampf der Queensberry-Veranstaltung am Samstag in Belfast verteidigte Cristofer Rosales (27(18)-3-0) aus Nicaragua seinen WBC-Gürtel im Fliegengewicht. Der Herausforderer war der Belfast-Homeboy Paddy Barnes (5(1)-0-0).

Der Nordire hat eine lange und erfolgreiche Amateurkarriere hinter sich. Er nahm an den letzten 3 Olympischen Spielen teil und holte dabei 2x eine Bronzemedaillie. Seit Ende 2016 ist er bei Frank Warren unter Vertrag und kämpft als Profi. In seinem letzten Kampf (November 2017) sicherte er sich den vakanten WBO-Inter-Conti.

Jetzt sollte es also für Barnes im 6. Profikampf schon um einen richtigen WM-Titel gehen. Als Amateur ist er meistens an den ganz großen Erfolgen knapp vorbei geschrammt. Aus einer Goldmedaillie bei den Spielen wurde nie etwas. Also warum sollte er jetzt nicht versuchen, als Profi Weltmeister zu werden? Scheinbar hat er das Pech für sich gepachtet, denn auch das ging vorerst schief.

WBC-Champ Cristofer Rosales wurde von Frank Warren als vermeintich schlagberer Titelträger nach Belfast geholt. In seiner Heimat Nicaragua kann er offensichtlich mit seinen Gürtel kaum gutes Geld verdienen. Warum also nicht die Reise nach Belfast antreten und dort einen WM-Kampf bestreiten? Es war nicht das erste mal, dass Rosales in Großbritannien gekämpft hat. Im Mai 2017 unterlag er in Cardiff recht deutlich dem Briten Andrew Selby nach Punkten. Er hatte den Waliser zwar nach einer satten 3-er Kombi in Runde 1 am Boden, war aber über die Runden technisch unterlegen. Seine KO-Power kam damals nicht zur Entfaltung.

Rosales setzte auch in Belfast auf seine Schlaghärte. Diesmal war es ein einzelner harter Bodyshot, der den Lokalamatador fällte. Der WBC-Champ suchte von Beginn an eine vorzeitige Entscheidung. Das wurde im Verlauf des Kampfes immer deutlicher. Er suchte Lücken und kam schon in Runde 3 recht gut durch, aber der „Abschuss“ kam erst in Runde 4. Paddy Barnes wand sich nach dem vernichtenden Volltreffer am Boden und wurde ausgezählt. Er muss höllische Schmerzen gespürt haben. Der Traum vom WM-Titel war damit für diesmal ausgeträumt.

Es ist kaum anzunehmen, dass man Rosales ein weiteres mal unterschätzt. Der 23-jährige „El Latigo“ („Die Peitsche“) hat mal richtig Dampf in den Händen. Dazu kommen seine körperlichen Parameter. Für einen Fliegengewichtler ist er mit knapp 1,70m recht groß und hat mit 1,81m „Spannweite“ eine Reichweite wie nur wenige in dieser Gewichtsklasse. Rosales ist nicht nur WBC-Champ. Er führt auch die Boxrec-Liste des Fliegengewichts an. Falls Rosales noch keinen Fanclub hat, wäre es langsam Zeit, einen zu gründen.

Hier der Kampf:

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2 Kommentare

  1. 20. August 2018 at 10:36 —

    Rosales ist auf nen guten Weg der auch sicher noch austeigen wird (muss) bei seiner Physis, seine Karriere wird bestimmt im Federgewicht enden

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