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Coronavirus stoppt britisches Boxen

Coronavirus stoppt britisches Boxen

Nachdem es auch in Großbritannien erneut zu einem starken Anstieg von Corona-Erkrankungen gekommen ist, hat das British Boxing Board of Control reagiert. Im kompletten Monat Januar werden keine Boxkämpfe unter Zuständigkeit des britischen Profibox-Dachverbandes stattfinden.

BBBofC / Twitter

„Infolge der Zunahme von Covid-19-Fällen im Vereinigten Königreich und den Auswirkungen, die diese Zunahme auf den NHS (der nationale Gesundheitsdienst) und die Arbeit der medizinischen Beauftragten des Boards hat, wurde beschlossen, dass im Januar 2021 keine Turniere unter der Zuständigkeit des British Boxing Board of Control stattfinden werden.

Eine weitere Überprüfung durch das medizinische Gremium des Boards und die Stewards wird später im Januar in Bezug auf die Turniere ab Februar stattfinden.“

Ärgerlich. Nicht nur für die Boxfans, sondern zum Beispiel auch für ‚Pretty Boy‘ Josh Kelly. Der 26 Jahre alte Weltergewichtler hat zuletzt im Dezember 2019 im Ring gestanden und hätte eigentlich am 30. Januar in London im Kampf um die EBU-Europameisterschaft gegen den Russen David Avanesyan antreten sollen.

Der größte Fight des britischen Profiboxens im Januar ist nun allerdings erst einmal auf Eis gelegt, wie alle anderen auch. Die für „Kelly vs Avanesyan“ vorgesehenen Sendeplätze bei DAZN und SkySports müssen anders belegt werden.

Glück im Unglück für Kelly-Promoter Eddie Hearn: Matchroom Boxing hatte nur eine Veranstaltung im laufenden Monat geplant. Nicht betroffen ist Frank Warren mit seiner Queensberry Promotions. Warren möchte seinen Boxstall erst wieder Anfang Februar in Betrieb nehmen.

Auch die auf den 22. Januar terminierte Europameisterschaft zwischen Lee McGregor und dem Franzosen Karim Guerfi, die im Rahmen einer MTK Fightnight in den Production Park Studios in Wakefield stattfinden sollte und in den USA live auf ESPN und weltweit auf IFL TV gestreamt worden wäre, fällt aus.

Fraglich ist nun, ob das BBBofC bei einer erneuten Überprüfung  und Einschätzung der „Corona-Situation“ die Sperre nicht noch verlängert. Zumindest Matchroom Boxing-Boss Eddie Hearn denkt darüber nach, in diesem Fall im Ausland zu veranstalten.

Nachdem Hearn zuletzt „Kubrat Pulev vs Anthony Joshua“ vor rund 1000 Zuschauern in der Wembley Arena veranstaltete, hat der 41 Jahre alte Promoter schon durchblicken lassen, dass „Tyson Fury vs Anthony Joshua“ auf einer ähnlichen Ebene nicht stattfinden könne: für diesen Kampf brauche man die volle Kapazität, also ein ausverkauftes Stadion.

Anthony Joshua geht ohnehin davon aus, dass der Kampf gegen den ‘Gypsy King’ erst im Sommer kommt: „Ich denke, vielleicht im Juni, Ende Juni”, hat ‚AJ’ in einem Interview erklärt: „Es braucht ein bisschen Zeit, weil die Pandemie im Moment unberechenbar ist. Wir wissen nicht, was passiert, aber so haben wir auch mehr Zeit, uns vorzubereiten und zu planen.“

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