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Conor Benn schlägt Samuel Vargas in 80 Sekunden

Conor Benn schlägt Samuel Vargas in 80 Sekunden

Am gestrigen Samstagabend hat der 24-jährige ‚Destroyer‘ in der Copper Box Arena in London erneut gezeigt, dass er seinen Kampfnamen zu Recht trägt. Nach rund 1:30 Min der ersten Runde beendete Ringrichter Michael Alexander die Begegnung zwischen Benn und Samuel Vargas aus Kolumbien. Vorausgegangen waren einige harte Treffer von Benn, die Vargas in Bedrängnis brachten. Weil der 31-jährige Kolumbianer danach von Benn regelrecht überrollt wurde, nahm der Ringrichter ihn aus dem Kampf. So konnte sich Benn nicht nur über einen TKO-Sieg freuen, sondern auch über die erfolgreiche Verteidigung seines WBA-Continental-Titels.

Schon vor der Begegnung hatte Conor Benn einen überzeugenden Sieg angekündigt. Vargas, der in der Vergangenheit schon gute Fights gegen Errol Spence, Danny Garcia oder Keith Thurman geführt hatte, hat diesmal nicht wirklich überzeugt. Auf die schnellen Hände von Benn hatte Vargas keine Antwort. Conor Benn bleibt damit bei einer Bilanz von 18-0-0 mit nunmehr 12 Siegen durch KO ungeschlagen.

Nach seinem Sieg verlangte der 24-jährige Brite größere Herausforderungen: „Ich habe ein Statement abgegeben. Niemand hat ihn (Vargas) in der ersten Runde geschlagen. Gebt mir einen richtigen Test. Gebt mir Amir Khan. Ich weiß, dass er mit Reality-Shows und all dem beschäftigt ist, aber wenn er es will, kann er es bekommen.“

Die Wahrscheinlichkeit, dass Amir Khan diese Herausforderung annimmt, ist allerdings ziemlich unwahrscheinlich. Der mittlerweile 34 Jahre alte Ex-Weltmeister hat seit zwei Jahren nicht mehr im Ring gestanden und seit 2015 keinen Top-Mann mehr schlagen können. Nichtsdestotz würde sich dieser Kampf in Großbritannien sicher gut vermarkten lassen. Wie Eddie Hearn erklärt hat, sei das „wahrscheinlich einen der am einfachsten zu verkaufenden Kämpfe, mit denen ich je zu tun hatte!“

Sehenswert war auch der Kampf zwischen der Australierin Ebanie Bridges und der britischen Boxerin Shannon Courtenay um den vakanten WBA-Titel im Bantamgewicht. Beide Ladies schenkten sich 10 Runden lang nichts, das Punkturteil von 97-94, 98-92 und 98-92 für die 27-jährige Britin spiegelt davon allerdings nicht viel wieder. Bridges war allerdings ab der Mitte des Gefechts durch ihr zugeschwollenes linkes Auge gehandicapt und musste deswegen mehrere Volltreffer ihrer Gegner nehmen. Ein Rematch zwischen ‚The Baby Face Assassin‘ und der 34 Jahre alten Australierin wäre angemessen und sicher wieder ein interessanter Kampf.

Bild: Matchroom Boxing
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5 Kommentare

  1. 11. April 2021 at 13:38 —

    Kann es sein, dass es nicht Conor Benn, sondern Sam Vargas war, der hier ein Statement machen wollte, und das hieß: „Ihr könnt mich jederzeit zum Verlieren buchen!“ Es ist doch normalerweise zäh wie Leder und lässt sich durch ein paar – zugegebenermaßen gute – Treffer nicht gleich aus dem Konzept bringen. Die Stoppage selbst fand ich vielleicht ein paar Sekunden zu früh, allerdings, was will der Ref machen, wenn von Vargas keine Antwort mehr kommt? Solange Vargas noch steht, darf er ihn nicht anzählen, und Gesundheit geht vor – also vertretbarer Abbruch.

    Von dem komplett shotten Glaskinn-Khan als Gegner halte ich gar nichts, genauso wenig wie von Brook, die kommen doch nur noch, um sich einen möglichst großen Scheck abzuholen. Stattdessen würde ich mir Custio Clayton, David Avanesyan oder auch Jesse Vargas wünschen, um Benn einen richtigen Brocken vorzusetzen, an dem er sich auch mal verschlucken könnte.

  2. 11. April 2021 at 14:15 —

    @ ak

    Tja … warum will Benn gegen Khan ran: guter Zahltag, bekannter Name, leichter Gegner. Sportlicher Nährwert?
    Eher nicht gegeben.
    Khan wird sich weiter ausdenken, gegen wen er denn antritt, welche Zusagen er hat und dass die Verträge schon unterschrieben sind.
    Vielleicht kommt da noch ein Rematch gegen Billy Dibb. Und wenns hochkommt, werden Brook und Khan tatsächlich nochmal miteinander in den Ring steigen. In 10 Jahren. Triller überträgt. 5 Runden a 1 Minute mit 6-Unzen- Handschuhen.

  3. 11. April 2021 at 14:48 —

    @ ak

    Deswegen erwähnt er sie wohl nie 😉

  4. 12. April 2021 at 16:06 —

    Tja, auch nachdem ich mir den “Kampf” nochmal angeschaut habe bin ich immer noch der Meinung der Abbruch kam viel zu früh, wir sind hier nicht beim Badminton oder ähnlichen, sondern Kampfsport!
    Ja, die Gesundheit des Boxers geht vor……bin aber immer noch der Meinung das sich Vargas, wenn man ihm mehr Zeit gegeben hätte, wieder berappelt hätte!?

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