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Comeback mit 55 – Nigel Benn erhält Boxlizenz

Comeback mit 55 – Nigel Benn erhält Boxlizenz

Gerüchteweise hatte die Rückkehr des ‚Dark Destroyers‘ in den Ring ja schon seit längerem die Runde gemacht. Nun wird es offiziell: bei einer Pressekonferenz will Nigel Benn noch im Laufe der Woche sein Comeback öffentlich ankündigen.

Am 23. November wird der 55-jährige Benn einen Kampf im Halbschwergewicht bestreiten. Bereits Anfang des Monats hatte Benns Sohn Conor in einem Interview Details zum Gegner verraten. Es handelt sich angeblich um einen ehemaligen WBC-Champion, der zuletzt vor 2 Jahren gekämpft hat.

In Frage käme also Sakio Bika, der 2017 bislang zum letzten Mal im Ring stand, als er den vakanten WBC International Silver Supermittelgewichtstitel gewann.

Nigel Benn, der zuletzt im Jahr 1996 gekämpft hat, startete seine Karriere als Profi 1987. 22 Kämpfe in Folge gewann Benn durch KO, erst 1989 erlitt er die erste Niederlage seiner Karriere gegen Michael Watson.

1990 holte sich Nigel Benn den WBO-Weltmeistertitel im Mittelgewicht, bei seiner dritten Verteidigung unterlag er seinem bis dahin ungeschlagenen Landsmann Chris Eubank. Benn stieg anschließend ins Supermittelgewicht auf, wo er 1992 Mauro Galvano den WBC-Weltmeistertitel abnehmen konnte.

Der spektakulärste Fight von Benn dürfte wohl der gegen ehemaligen WBO- und WBC-Weltmeister im Mittelgewicht Gerald McCellan sein. Am 25. Februar 1995 trafen Benn und McCellan in London aufeinander.

McClellan hatte bis dato 31 seiner 33 Profikämpfe gewonnen, davon 29 durch KO, und suchte bereits zu Beginn des Kampfes die Entscheidung. Nach rund 30 Sekunden der ersten Runde flog Benn durch sieben aufeinander folgende Kopf- und Körpertreffer aus dem Ring, konnte aber vor dem Auszählen wieder zurückkehren.

In den folgenden Runden lieferten sich beide Boxer ein ‚Slugfest‘, das beide mehrmals an den Rand einer KO-Niederlage brachte. Im zehnten Durchgang kniete McClellan sich auf den Ringboden, ohne dass er vorher getroffen worden war, kam jedoch wieder auf die Beine. Kurze Zeit später ging er erneut auf die Knie und ließ sich vom Ringrichter auszählen.

McClellan kollabierte anschließend in seiner Ecke und wurde ins Krankenhaus gebracht, wo ihm in einer Notoperation ein Blutgerinnsel aus dem Gehirn entfernt wurde. Nigel Benn kollabierte etwas später in seiner Kabine und wurde in dasselbe Krankenhaus eingeliefert. McClellan lag elf Tage im Koma, erlitt zwei Schlaganfälle und eine Herzattacke. Er war danach nahezu blind, fast taub und auf den Rollstuhl angewiesen. Benn übernahm einen großen Teil der Behandlungskosten.

Nach drei Niederlagen in Folge hängte der ‚Dark Destroyer‘ Ende 1996 seine Handschuhe an den berühmten Nagel.

Warum Nigel Benn nach seiner erfolgreichen Karriere noch einmal als Boxrentner zurückkehren möchte, wird er sicher noch verraten. Benns Sohn Conor vermutet, dass seine eigene Laufbahn als Profiboxer seinen Vater noch einmal beflügelt hat.

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Trotz seines fortgeschrittenen Alters hat Nigel Benn bereits eine Boxlizenz erhalten. Nachdem das British Boxing Board of Control (BBBofC) ihm ein Lizenz verweigerte, zeigte sich die britische und irische Boxbehörde BIBA gnädiger.

Robert Smith, der Generalsekretär des BBBofC, hatte in einem Interview dargelegt, dass die Risiken zu groß seien, als dass der BBBofC eine Linzenzvergabe in Betracht gezogen hätte. Smith erklärte sinngemäß: „Wir wurden vor einigen Monaten von Nigel Benn angesprochen und gefragt, ob wir ihm eine Lizenz gewähren würden. Ihm wurde jedoch mitgeteilt, dass wir seiner Bitte aufgrund seines Alters und seiner langen sportlichen Inaktivität nicht entsprechen würden.”

 

 

Nun darf man gespannt sein, wer gegen Box-Oldie Benn antreten wird.

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Hier noch einmal der Fight gegen Gerald McCellan

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1 Kommentar

  1. 25. September 2019 at 15:23 —

    Ach herje, ist dem alten Mann das Geld ausgegangen oder will er sich selbst noch mal was beweisen!?

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