Cloud vs. Hopkins: Statements von der letzten Pressekonferenz vor dem Kampf

Bernard Hopkins ©Claudia Bocanegra.
Bernard Hopkins © Claudia Bocanegra.

IBF-Halbschwergewichts-Champion Tavoris Cloud (24-0, 19 K.o.’s) und sein Herausforderer Bernard Hopkins (52-6-2, 32 K.o.’s) hielten gestern in New York die letzte Pressekonferenz vor ihrem gemeinsamen Kampf am Samstag im Barclays Center in Brooklyn ab. Sollte der 48-jährige Hopkins gewinnen, würde er seinen eigenen Rekord als ältester Boxer, der jemals einen WM-Titel gewinnen konnte, noch weiter ausbauen.

Hopkins selbst wollte sich bei der Pressekonferenz aber nicht äußern, sondern saß nur mit Henkersmaske und Kapuze da. Das Reden überließ er seinem Trainer Nazim Richardson. „Am Samstag werdet ihr die Rückkehr des Executioners sehen“, so der Coach. „Bernard Hopkins hat das Gebäude verlassen, der Executioner ist aber noch immer da.“ Eine Ringschlacht könne man sich laut Richardson am Samstag aber nicht erwarten. „Boxen ist eine Kunstform. Wenn man einfach nur Kämpfen sehen will, gibt es andere Sportarten.“

Die Karriere von Cloud hat in letzter Zeit ziemlich stagniert, sein letzter Kampf liegt bereits über ein Jahr zurück (umstrittener Sieg gegen Gabriel Campillo). „Jetzt, wo ich hier oben stehe, spüre ich eine ganz andere Energie“, sagte der 31-jährige Weltmeister. „Ich habe es entgegen aller Wahrscheinlichkeit bis hierher geschafft, was für einen Unterschied macht dann ein weiterer Fight? Ich fühle mich toll, weil ich mein ganzes Leben beim Boxen zugesehen habe. Man sieht diese Leute im TV und denkt sich, ‚Hey, das kann ich auch‘. Ich weiß, dass ich am Samstag siegreich sein werde, weil ich eine tolle Show zeigen werde.“

Clouds Promoter Don King prophezeite, dass Hopkins‘ Promoter Richard Schaefer von Golden Boy am Samstag „goldene Tränen“ vergießen werde, da sein Fighter ausgeknockt würde. Danach schweifte der exzentrische Promoter etwas ab und sprach über ein mögliches Rematch zwischen Oscar De La Hoya und Tito Trinidad, was aber nicht besonders realistisch erscheint.

Der zweite von HBO übertragene Kampf zwischen Weltergewichts-Hoffnung Keith Thurman (19-0, 18 K.o.’s) und dem ehemaligen Titelträger Jan Zaveck (32-2, 18 K.o.’s) hat gute Karten, dem Hauptkampf die Schau zu stehlen. „Zaveck ist ein zäher, zäher, zäher Bursche“, so der 24-jährige Puncher Thurman. „Er ist in seiner Karriere noch nie zu Boden gegangen, und ich liebe es, Leute schlafen zu schicken.“

Zaveck ist mit seinen 36 Jahren aber deutlich erfahrener und könnte mit einem Sieg gegen Thurman den Durchbruch in den USA schaffen. „Ich verspreche, dass Samstag eine große Nacht wird“, so der Slowene. „Wir werden beide zeigen, dass das keine leeren Worte sind. Wir sind bereit. Samstag ist unsere Nacht.“

© adrivo Sportpresse GmbH

18 Gedanken zu “Cloud vs. Hopkins: Statements von der letzten Pressekonferenz vor dem Kampf

  1. Warum sich Hopkins das antut weiß ich nicht.Er ist einer der gr.Boxer aller Zeiten.Ein schwerer Knockout ist immer möglich,Hopkins könnte sich entspannt um
    neue boxtalente kümmern_aber ich wünsche ihm alles gute für den Fight.Dr.Tom

  2. Hopkins war schon ein erwachsener Mann, als sich Cloud noch in die Windeln gemacht hat. Wenn er diesen Kampf gewinnt, sagt das viel über das Level des heutigen Boxsport aus.

  3. Sagen wir mal so: Vor 15 Jahren hätte Hopkins Cloud vorgeführt, vor 10 Jahren hätte er jede Runde gewonnen, vor 5 Jahren hätte er ihn klar besiegt, aber heute? Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung und kann mir alles vorstellen.
    Man muss aber sehen, dass B-Hop keine hohe Workrate mehr hat, Cloud der „Heimboxer“ ist und man mit ihm zukünftig sicher mehr Geld machen kann.
    Das war gegen Kelly Pavlik aber auch so geplant, doch das ist ja immerhin auch schon fast 5 Jahre her…

    Thurman vs. Zaveck ist ebenso interessant, doch mein Gefühl sagt mir dass in Thurman mehr steckt als nur der große Puncher.

    Doch ich habe sicher nicht so ein gutes Näschen wie Ulli Wegner 🙂

  4. Cloud ist ein sehr sehr sehr guter Mann, der ein hohes Tempo gehen kann, viel und hart schlägt,ich möchte nicht in Hopkingshaut stecken, Hopkings ist wahrlich nicht zu beneiden, ich wunsche ihn viel Glück dabei.
    Vielleicht werden ihm die große Erfahrung und die schmutzigen Tricks ein wenig helfen,ich glaube aber nicht.
    Eins ist sicher: Hopkins eine Menge Prügel nach Hause mitnehmen müssen…

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