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Cleverly: „Ich kann diesen Kampf einfach nicht verlieren!“

Heute kommt es für Nathan Cleverly endlich zum ersehnten Wunsch-Fight! Welche Fakten, laut dem 29-jährigen Herausforderer, alle für ihn sprechen und wieso es daher seine Bestimmung ist, den Ring des Jahnsportforums als Sieger zu verlassen, erklärt Cleverly hier im Interview.

Nathan Cleverly, es hat lange gedauert, doch heute ist es endlich soweit und Sie stehen Jürgen Brähmer im Kampf um die Weltmeisterschaft gegenüber. Wie fühlt sich das an?

Nathan Cleverly: „Das ist ein echt langer Anlauf für einen WM-Kampf. Es fühlt sich wie eine Bestimmung an, dass wir nun aufeinandertreffen. Ich bin zwar kein gläubiger Mensch, aber alles hat seinen Grund. Ich denke, dass nun der Moment gekommen ist, der Welt zu zeigen, wer von uns beiden der Bessere ist.“

Gehen wir doch einmal kurz zurück. Wie ging es Ihnen 2011, als Sie von der Absage Brähmers erfahren haben?

Nathan Cleverly: „Gelinde gesagt, ging es mir beschissen. Ich war perfekt vorbereitet und bereit ihm den Titel wegzunehmen, mich selbst zum Weltmeister zu krönen. Den Gürtel habe ich dann zwar gegen einen Ersatzgegner gewonnen, aber es war nicht das Gleiche. Ich wollte den Champion entthronen. Brähmer hat mich dieser Chance beraubt. Jetzt ist es an der Zeit, sich dafür zu rächen!“

Wie gut vorbereitet sind Sie denn dieses Mal?

Nathan Cleverly: Ohne zu übertreiben, kann ich sagen, dass ich noch einen Tick zugelegt habe. Ich bin jetzt reifer und abgeklärter als mit 24. Körperlich muss ich mich ebenfalls nicht verstecken – schließlich habe ich dem aktuellen Cruisergewichts-Champion Tony Bellew 2014 ein offenes Gefecht geliefert, das ich nur knapp verlor. Natürlich ist Brähmer seitdem nicht schlechter geworden – er ist ja auch nicht grundlos Weltmeister. Dennoch fühle ich mich im Vergleich zu damals in der besseren Position.

Was macht Sie so sicher, Brähmer zu besiegen?

Nathan Cleverly: Im Englischen heißt es so schön ‚styles make fights‘ und ich habe einen Stil, der Brähmer einfach nicht liegt. Ich kann von der ersten bis zur zwölften Runde Druck ausüben, habe schnelle Hände und bewege mich gut auf den Füßen – es ist einfach das perfekte Gesamtpaket gegen jemanden wie Jürgen Brähmer.

Überzeugt vom Sieg haben es schon viele mit Brähmer aufgenommen, erinnern Sie sich nur an Ihren Landsmann Enzo Maccarinelli!

Nathan Cleverly: „Enzo hatte einfach Pech, in der ersten Runde gleich eine Kombination aus Schlag und unabsichtlichem Kopfstoß zu kassieren. Doch schauen Sie sich noch einmal den Kampf an. In der Folge wurde ‚Macca‘ immer stärker bevor das Auge komplett zu war. Er hat gezeigt, dass wir Waliser wie Drachen kämpfen können. Am 1. Oktober werde ich sein Werk vollenden!

Wenn Ihnen das gelingt, wären Sie seit 2005 der erste Waliser, der in Deutschland Weltmeister wird …

Nathan Cleverly: „Ahh, noch so ein Wink des Schicksals. Mein einstiges Idol und Mentor Joe Calzaghe holte diesen Sieg. Langsam werden all diese Fakten unheimlich. Ich kann diesen Kampf einfach nicht verlieren!“

Die Chance auf dieses Duell hatten Sie allerdings auch schon im Juli 2015. Wieso sagten Sie so kurzfristig ab?

Nathan Cleverly: „Weltmeisterschaft hin oder her – es geht schließlich immer auch ein wenig ums Geld. Ich hatte letztes Jahr ein wirklich gutes Angebot für den Kampf gegen Brähmer, doch zeitgleich gab es allerdings die Möglichkeit, einen noch lukrativeren Kampf in den USA zu machen. Wenn ich später auf meine Karriere zurückblicke, will ich mir nicht vorwerfen, nicht genug für meine Familie verdient zu haben. Also sagte ich zum damaligen Zeitpunkt ab und bin jetzt umso glücklicher, doch noch gegen Brähmer boxen zu dürfen.“

Sie könnten der 15. Brite sein, der in den vergangenen zwei Jahren Weltmeister wird. Aktuell gibt es zwölf Titelträger aus Großbritannien im Profiboxen. Haben Sie eine Erklärung für diese Übermacht?

Nathan Cleverly: „Wir haben wohl momentan einfach das beste Trainingssystem sowie einige Ausnahmetalente. Vor einigen Jahren waren Länder wie die USA oder Deutschland spitze und hatten Unmengen von Weltmeistern. So wie wir früher bei ihnen, schauen sie sich jetzt bei uns etwas ab. 2013 war ich übrigens der einzige Weltmeister im Vereinigten Königreich – es wird also Zeit, mich wieder oben einzureihen. Ich sage ja, es ist einfach meine Bestimmung!

Eintrittskarten für die Box-Nacht in Neubrandenburg sind bei www.tickethall.de und www.eventim.de sowie unter der telefonischen Ticket-Hotline 01806-570044 erhältlich.

 

Foto und Quelle: Team Sauerland

 

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25 Kommentare

  1. 1. Oktober 2016 at 23:36 —

    Ja und nun hat Brähmer aufgegeben

  2. 1. Oktober 2016 at 23:48 —

    Da ging aber viel in die Luft und auf die Deckung…die Ringrichter hatten ihn nunmal vorne…

  3. 2. Oktober 2016 at 00:07 —

    Feigenbutz sein Gegner eine einzige Katastrophe,der Junge boxt bestimmt erst seit 2 Wochen wo haben die den her ,traurig

  4. 2. Oktober 2016 at 19:04 —

    Gestern wurde glaube ich jedem klar das brähmer ein Champ auf dem Papier ist und nicht mehr!sein Glück das cleverly keine Kraft in den Fäusten hat sonst wäre es sehr böse ausgegangen für brähmer ,natürlich sagt Sauerland er hätte haushoch geführt was sollen die sonst sagen,ich für mich hatte mindestens 3 runden für cleverly wenn nicht sogar 4 ,brähmer wurde nach Belieben getroffen natürlich hat es niemand gesehen besonders nicht Axel der Kommentator war auch verzweifelt als brähmer jeden 2ten schlag schluckte da war den stille aber kommt brähmer mal durch heißt es gleich alles làuft nach Plan ein super Treffer ja wohl

  5. Brähmer-Cleverly Rematch im Februar…

  6. 2. Oktober 2016 at 21:20 —

    Da Brähmer der WM war ist es normal wenn er bzw. Sauerland einen Rückkampf anstrebt, wenn im ersten Kampfvertrag eine Klause vorranden ist

    • 2. Oktober 2016 at 21:20 —

      *Klausel

    • 2. Oktober 2016 at 21:22 —

      Zeuge?war nie WM?feige auch net

      • 3. Oktober 2016 at 12:55 —

        völlig egal wer in dem kampf besser war, nach dem offiziellen urteil hatte feigenbutz gewonnen und war damit weiterhin Titelträger. er hätte gar nicht nochmal gegen de carolis kämpfen müssen und dann wäre er immer noch wm. das meine ich. klar war das ein mehr als kontroverses urteil aber es lautete nun mal feigenbutz UD.

      • 3. Oktober 2016 at 14:09 —

        “…und dann wäre er immer noch WM..”

        Wie kommst Du auf die Behauptung..?
        Und das bei einem Boxer, der so große Schwachstellen hat.. Wirklich mutig.. 😉

      • 3. Oktober 2016 at 14:18 —

        Sauerland hätte ihn schon nur ausgesuchtes Fallobst boxen lassen.

      • 3. Oktober 2016 at 19:21 —

        vielleicht ist das so.
        mir ging es nur um die falsche aussage feigenbutz hätte gegen de carolis 2 Chancen bekommen. es ist ja eher andersrum. de carolis hat 2 Chancen bekommen.

  7. 2. Oktober 2016 at 21:46 —

    es war eine freiwillige TV. deswegen lässt man sich die Klausel immer in den vertrag schreiben. feigenbutz brauchte übrigens kein rematch er hat es de carolis gegeben denn der hatte verloren. zeuge kriegt das rematch von de carolis sicher auch wegen der geschichte vorher und weil de carolis bei Sauerland gut abkassiert.

  8. 2. Oktober 2016 at 21:49 —

    kovalev lässt sich übriges sicher auch in jedem freiwilligen TV ne rematch Klausel schreiben!

  9. 3. Oktober 2016 at 14:41 —

    Fury ist gerade zurückgetreten. Solltet ihr mal melden

  10. 3. Oktober 2016 at 16:46 —

    Nun ja fury hat ja nicht wirklich die Wahl!klitschko hat sich das bestimmt nicht so vorgestellt,blöd gelaufen für ihn ,gut für uns denn jetzt gibts bestimmt ein paar interessante Kämpfe zu sehen

    • 3. Oktober 2016 at 19:04 —

      naja mal sehen ob es interesante kämpfe gibt. aber fury war eine schaden als champ, fürs HW und fürs ganze boxen. dass er jetzt wenigstens seinem unwürdigen strip zuvorkommt ist zumindest etwas.

  11. 3. Oktober 2016 at 19:09 —

    Fury hat den Rücktritt schon wieder zurückgenommen. Ich hoffe die Verbände machen dem bald ein ende!

  12. 3. Oktober 2016 at 21:38 —

    Klitschko hätte es nie so weit kommen lassen dürfen!aber fury war halt ein perfekte Kandidat zum verlieren groß,schnell,ungeschlagen ,er dachte im rematch ballert er fury weg (das wäre auch der Fall)wenn es den zum Kampf kämme,das fury so ein Zirkus abzieht damit hat niemand gerechnet nicht mal klitschko selber ,tja das kommt davon wenn Mann absichtlich verliert jezt kann er seine Gürtel wieder einzeln sammeln wenn er das überhaupt schafft

  13. Klitschko hat nicht absichtlich verloren. Seine Niederlage war nur deshalb so klar, weil er einem gegner gegenüber stand bei dem er nicht seine Tricks abziehen konnte aufgrund Furys körpergröße.

    Es war so wie es alle immer jahrelang prophezeit hatten. Kommt ein gegner auf den man sich nicht anlehnen kann, den man nicht durch den Ring werfen kann wie Povetkin und jemand der selbst reichweitenvorteile besitzt, sieht Waldemar plötzlich schwach aus und genauso war es.

    Das HW ist eine reine Physis klasse und die Physis bestimmt zu 99% wenn der Boxer diese zu nutzen weiß. Waldemar konnte seine Physis jahrelang perfekt ausnutzen, nun hat Fury das gleiche getan. Ein Povetkin ist ein 100x besserer Boxer als Fury und Waldemar und trotzdem wird er niemals gegen einen der beiden gewinnen.

    • 4. Oktober 2016 at 17:26 —

      genauso siehts aus !
      größe reichweite ist heute das a und o geschweige man weiß wie manns einsetzt dimitrenko ist da ein negativ beispiel.

      weiß jemand vacant WBC Silver cruiserweight title
      ist das schon eine stufe bzw = pflichtherausforderer wenn 2 boxer um den titel boxen ist es quasi sowas wie eliminator für nr 1 wbc nachm champ?

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