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Claressa Shields vs Christina Hammer – 13. April in Atlantic-City

Bilder: WBC

Nun ist es endlich soweit: Am kommenden Samstag geht es zwischen Claressa Shields und Christina Hammer um die Krone des Mittelgewichts. Sie kämpfen um die Gürtel der 4 „großen“ Verbände. Shields steuert die Gürtel von IBF, WBA und WBC bei. Hammer kommt mit dem WBO-Titel und erhebt nach ihrem krankheitsbedingetem Titelverlust auch Anspruch auf den WBC-Gürtel. Dieser Kampf war schon einmal angesetzt, wurde aber wegen Hammers Erkrankung abgesetzt.

Während die Dortmunderin „Lady Hammer“ bereits auf eine längere Profikarriere (24(8)-0-0) zurück blicken kann, hatte „T-Rex“ Shields (8(2)-0-0) den längeren Weg bei den Amateuren. Sie war 2x Olympiasiegerin und startete erst 2016 im Profiboxen durch. Dass dann allerdings recht steil. Sie trägt 3 Titel im Mittelgewicht und ist auch im Supermittelgewicht Doppelweltmeisterin.

An dieser Stelle ist es üblich, beide Boxerinnen einzuschätzen und eine Prognose abzugeben. Es fällt nicht leicht, eine absolute Favoritin auszumachen. Von Shields kann man erwarten, dass sie versuchen wird, der Deutschen ihren Kampf aufzuzwingen. Sie wird ihre Ringdominanz ausspielen, wie man es von ihr schon mehrfach gesehen hat. Sie ist technisch gut ausgebildet und hat auf jeden Fall die Kondition, 10 Runden lang Vollgas zu geben.

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Hammer hat ihren Boxstil seit dem ominösen Kampf gegen Anne Sophie Mathis vor 5 Jahren grundlegend geändert. Von „Klammer-Hammer“ ist keine Spur mehr. Im Gegenteil: Sie nutzt die Ringgröße und setzt auf gute Beinarbeit. Sie vermeidet es, ein statisches Ziel zu bieten, was gegen eine Boxerin wie Shields auch dringend anzuraten ist. Hammer punktet mit schnellen Angriffen und wird versuchen, sich Gegenangriffen auf flinken Füßen zu entziehen. Ob ihr Reichweitenvorteil zum tragen kommen wird, muss man abwarten. Shields hat keine Hemmungen, auch mal ein paar Treffer zu kassieren, wenn sie sich in Schlagdistanz bringen will. Wie das dann aussehen und ausgehen wird und wer die Punktrichter besser überzeugen kann, wird man in der Nacht auf Sonntag auf DAZN.com live mitverfolgen können. Hoffen wir mal auf ein faires Urteil nach einem Kampf, der bestimmt über die vollen 10 Runden ausgetragen wird.

Beide Boxerinnen haben vor ihrem großen Fight Statements abgegeben, die auf der WBC-Seite veröffentlicht wurden. Hammer kommt hier zu Wort: (Klick) Shields spricht hier über den bevorstehenden Kampf: (Klick) 

Auf der Undercard gibt es in Atlantic City keine weiteren Highlights, aber es bewegen sich ein paar bekannte Namen. Der Schwede Otto Wallin kämpft zum ersten mal in den USA. Der altbekannte Samuel Peter absolviert wieder einen Kampf, um sich in den Top 50 des Schwergewichts und für einen weiteren guten Payday in Stellung zu halten. In einem zweiten Frauenkampf geht es zwischen der Russin Elena Gardinar und der Argentinierin Brenda Karen Carabajal um den IBF Interim-Titel im Federgewicht. Titelträgerin ist die Amerikanerin Jennifer Han, die den Gürtel aber schon über einem Jahr nicht mehr verteidigt hat.

Hier 2 Showtime-Clips zur Einstimmung:

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8 Kommentare

  1. 10. April 2019 at 08:32 —

    Diesen dämlichen Kampf mit dem Rentnervorgramm überträgt DAZN, aber den Loma-Kampf nicht…der zweite in Folge
    Vermutlich fehlt die Kohle dafür, weil sie der Schummel-Zimtstange zu viel in den Hals gestopft haben. Gäbe es nicht so viele Mexikaner auf der Welt, die gleich mit dem Bedürfnis auf die Welt kommen, einen “Erlöser” anzubeten, hätte DAZN jetzt mehr Geld für andere Boxer.

    • 10. April 2019 at 11:12 —

      Das ist ein bisschen anders. Die Boxer, die anderweitig Verträge abgeschlossen haben, werden dann auch von anderen Programmen gezeigt. DAZN hat scheinbar jede Menge Kohle locker sitzen. Nicht umsonst bieten sie Klitschko ein Vermögen, wenn er noch 3 Kämpfe macht.

      Das Geld ist nicht das Problem. Der jeweilige Boxer und sein Management müssen mit Hearn einig werden. Sonst läuft nix.

  2. 10. April 2019 at 11:11 —

    Das allgemeine Interesse am Frauenboxen scheint sich nach der Ära “Regina Halmich” sehr in Grenzen zu halten.

    • 10. April 2019 at 11:18 —

      Der Satz hätte vor 10 Jahren seine Berechtigung gehabt. Mittlerweile sind schon einige Frauen dabei, die ihren Job gut machen. Trotzdem wird das Frauenboxen auch in den nächsten Jahren in Europa etwas “exotisches” bleiben. Es gibt einfach zu wenig Boxerinnen und noch weniger, die wirklich gut sind. Der Hype um Regina Halmich wurde in Deutschland scheinbar nur deshalb so wahrgenommen, weil das ZDF dahinter stand und ihre Kämpfe als Hauptkämpfe vermarktete. Das hatte Klaupe Kohl schon gut eingefädelt. Er hatte einen Vertrag mit dem ZDF, wo er einen Mindestzahl an WM-Kämpfen bringen musste. Dafür hat er jedes Jahr Millionen eingesackt. Erfüllt hat er den Vertrag dann mit Kämpfen von Halmich, Menzer, Graf, Kentikian und Sahin, denen er weniger Börse zahlen brauchte als Männern. Ein dickesGeschäft für das Kohl Universum, aber Gift für die Zuschauer, die sich massenweise beim ZDF darüber beschwerten, dass fast nur Frauen-WM-Kämgfe gezeigt wurden.

      Wenn man das Frauenboxen in Europa mit dem vergleicht was in Mexiko abgeht, dann sieht man schon einen deutlichen Unterschied.

  3. 10. April 2019 at 12:15 —

    Wenn Christina wirklich was für den Frauen Boxsport tun will, dann sollte sie sich, traurig aber wahr, für den Playboy ausziehen.

    Von ihrer Kampfweise her ist sie zu unspektakulär.

    Erschwerend kam diese Nummer gegen Mathis dazu, für die sie ggf. nichts konnte, aber die dem deutschen (Frauen)Boxsport weh getan hat, was die Reputation angeht.

    • 10. April 2019 at 12:42 —

      Das lag aber hauptsächlich am Manfred Küchler, der mit der Situation völlig überfordert war und falsche Entscheidungen getroffen hat.

      Den Kampf zu einem NC zu erklären, war das Mindeste was kommen musste. Ein zeitnahes Rematch wäre noch besser gewesen.

  4. 11. April 2019 at 03:23 —

    Claressa redet wie Mike Tyson lol, glaub sie wird Christina ausknocken, ihre Gegner hatten deutlich mehr Substanz

    • 11. April 2019 at 08:47 —

      Shields ist überhaupt keine Puncherin.
      Ich sehe T-Rex relativ deutlich nach Punkten gewinnen, aber wenn Hammer es schafft, ihre Reichweite auszuspielen und lang und beweglich zu bleiben, ist für sie vielleicht etwas drin.
      Die Wettquoten sind auch gar nicht so weit auseinander wie ich es erwartet hätte, scheinbar trauen die Amis dem Braten auch nicht so ganz.
      Hammer hat bis auf Tori Nelson (die vorher von Shields besiegt wurde und bereits 41 war) zuletzt aber auch keine guten Gegnerinnen gehabt, von daher ist sie ein wenig Black Box, auch wenn sie sich zuletzt verbessert haben soll.

      Für mich ist das aber einer der wenigen Frauenkämpfe, die mich wirklich interessieren, und es ist zu begrüßen, dass beide Kämpferinnen den Fight wollen anstatt ihre Titel zu verwalten.

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