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Chudinov besiegt Sadiq

Chudinov besiegt Sadiq

Im Khimki Basketball Center in der russischen Stadt Khimki hat WBA-Goldchampion Fedor Chudinov seinen Titel im Supermittelgewicht erfolgreich verteidigt. Chudinov konnte sich in der zwölften Runde durch TKO durchsetzen. Sein Gegner Umar Sadiq, der kurzfristig eingesprungen war, musste nach dem Kampf ins Krankenhaus.

Eigentlich hatte sich der 32 Jahre gebürtige Nigerianer auf eine Begegnung mit Lerrone Richards und einen Kampf um dessen Commonwealth-Titel vorbereitet, doch der Kampf kam nicht zustande. Der Sprung vom Fight gegen den bei Boxrec auf # 50 gelisteten Richards zu Platz 5-Inhaber Chudinov erwies sich aber als zu groß.

Und das, obwohl Sadiq und sein Team sich große Chancen ausgerechnet hatten: „Ich habe ihn mir angesehen, meine Trainer haben ihn sich angesehen und wir entschieden, dass er wie für mich gemacht ist.“

Aber Theorie und Praxis sind bekanntermaßen zwei Paar Schuhe. Zwar verkaufte sich Umar Sadiq gut und konnte viele gute Treffer anbringen, doch Chudinov setzte die härteren Fäuste. Die erste Hälfte des Kampfes kann man durchaus an ‚Top Boxer‘ (so Sadiqs Kampfname) geben, aber ab der Mitte der Begegnung wendete sich das Blatt.

Fast wäre das Ganze über die Punktzettel entschieden worden, doch zu Beginn des zwölften Durchgangs trieb der russische Boxer seinen Gegner in die Enge und ließ eine Flut von Schlägen folgen. Auch wenn nur wenige wirkliche Treffer dabei waren, griff Ringrichter Yuri Koptsev ein und brach den Kampf ab. Sadiq hatte schon in Runde 11 müde und abgekämpft gewirkt, die Entscheidung des Ringrichters war richtig. Wie die russische Nachrichtenagentur TASS berichtet, soll Umar Sadiq beim Dopingtest nach dem Kampf  desorientiert gewirkt und Blut gehustet haben. Sadiq wurde daraufhin in ein Krankenhaus gebracht, weitere Informationen gibt es zurzeit nicht.

Den Kampf zwischen Chudinov und Sadiq gibt es hier: (KLICK)

Auf der Undercard kämpfte auch der mittlerweile 47-jährige Danny Williams, der langsam aber sicher seinen Ruf als Mike Tyson-Bezwinger zu Grabe trägt. Bei seinem Profidebüt ließ der 40 Jahre alte MMA-Veteran Sergey Kharitonov nichts anbrennen und schlug Williams schon in der ersten Runde zu Boden. Nachdem der ‚Brixton Bomber‘ im zweiten Durchgang erneut wackelte, wurde die Begegnung abgebrochen.

Wer Williams vs Kharitonov sehen will, klickt hier

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1 Kommentar

  1. 13. September 2020 at 10:00 —

    Fedor Chudinov ist ein sehr durchschnittlicher Boxer, der weder über eine ausgeprägte Defensive, noch über eine sonderlich gut Offensive verfügt.

    Statischer Oberkörper, wenig Antizipation, durchschnittliche Reflexe, Standart Beinarbeit…

    Seine Grenzen zeigte ihm einst schon Saint George auf, Froch hätte ihn degradiert.

    Ich würde ihn gerne gegen Saunders sehen,einfach nur um zu schauen, ob er überhaupt einen klaren Treffer landen kann.

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