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Chisora-Gegner gefunden: David Price macht das Rennen

Chisora-Gegner gefunden: David Price macht das Rennen

Zumindest ein Problem hat Eddie Hearn nun gelöst: auf der Undercard von Regis Prograis vs Josh Taylor am 26. Oktober wird David Price den krankheitsbedingt ausgefallenen Joseph Parker ersetzen.

Eigentlich sollte der 36-jährige Liverpooler im November in seiner Heimatstadt boxen, wo dann als „main event“ Callum Smith und John Ryder aufeinandertreffen, aber vermutlich war die Börse für einen Fight gegen Dereck Chisoa verlockender.

Nun darf man gespannt sein, ob Price an seine Leistung aus dem Kampf gegen Dave Allen anknüpfen kann, oder ob Chisora ihn kurzrundig abfertigt. Nach Niederlagen gegen  Alexander Povetkin und Sergey Kuzmin hatte Price zwar die Folgekämpfe gegen Tom Little und Kash Ali gewinnen können, überzeugt hatte der 2.03 Meter-Mann allerdings nicht.

Im Fight mit Dave Allen dann die überraschende Wende: wie ein Phönix aus der Asche konnte Price seinen siegessicheren Gegner klar deklassieren und sich mit dem Sieg auch den vakanten WBA Continental-Titel sichern.

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“Egal wer am 26. Oktober mit mir in den Ring steigt, ich bin bereit für den Krieg”, hatte ‚War‘ Chisora noch verkündet, bevor Price als neuer Gegner bekanntgegeben wurde. Bleibt abzuwarten, wie der Fight zwischen den beiden britischen Heavyweights verläuft. “David Price ist aufgestiegen und ich bin bereit für alles, was er mitbringt. Wenn er denkt, dass ich einfach nur da stehe und ein Boxsack wie Dave Allen bin, wird er einen Schock bekommen.“ lautet Chisoras Kampfansage: “Das ist Nord gegen Süd und in meiner Heimatstadt schreibe ich die Regeln.”

David Price gibt sich nicht ganz so kämpferisch. „Ich freue mich sehr auf diesen Kampf. Derek ist ein großartiger Konkurrent und ich bin sicher, dass er das Beste aus mir herausholen wird. Ich war den ganzen Sommer im Fitnessstudio, weil ich das Gefühl hatte, dass ich für so einen Anruf bereit sein musste. Und ich bin bereit!” erklärte Price in einem Interview. Trotzdem hat der Liverpooler jetzt wenig Zeit, um sich auf den Kampf im Oktober vorzubereiten.

Chisora ​​steht dann am 26. Oktober zum sechsten Mal in Folge in der Londoner O2 Arena im Ring. Bis auf die Niederlage gegen Dillian Whyte verliefen die Auftritte in Greenwich für Dereck Chisora erfolgreich: noch im Juli überzeugte der 35 Jahre alte Londoner mit einem KO-Sieg in Runde 2 über Artur Szpilka.

Matchroom Boxing-Boss Eddie Hearn dürfte jedenfalls ein Stein vom Herzen gefallen sein: “Ich freue mich sehr, diesen Kampf über die Ziellinie bringen zu können. Es ist ein riesiger rein britischer Schwergewichtskampf in einer der größten Boxnächte des Jahres”, erklärte der Promoter: “Es war frustrierend, den Parker-Kampf zu verlieren, aber ich glaube, wir haben jetzt am 26. Oktober einen Kampf mit noch mehr Spannung. Die Karrieren der beiden Männer stehen auf dem Spiel. Ein dramatischer Kampf und eine dramatische Nacht.”

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6 Kommentare

  1. 8. Oktober 2019 at 16:50 —

    Sollte ne klare Sache für “War” werden. Wenn Chisora einmal im Innenfight ist und Price ein paar ordentliche Kinnhaken einschenkt, gehen bei dem talentfreien Lulatsch die Lichter aus.

  2. 8. Oktober 2019 at 20:26 —

    Yo Knopster.
    Dem ist wirklich nichts hinzuzufügen. Aber Price wackelt und fällt immer so schön. Wird Zeit , dass man ihn vor sich selbst schützt.

  3. 8. Oktober 2019 at 23:50 —

    Bin mal gespannt wem als erstes die Luft ausgeht. Auf jeden Fall ein gutes Match. Vor allem in England sicherlich auch als Main Event zu verkaufen gewesen (wenn auch ein paar Jahre zu spät). Chisora ist ja auch nicht der beweglichste. In den frühen Runden wird Price ihn sicherlich ein paar Mal treffen. Und dann schauen wir mal.

  4. Chisora schlägt niemanden KO mit seiner Pipi Langstrumpf power in seinen zarten händen.

    Aber wenn er es nichtmal schafft Price KO zu schlagen, dann ist er endgültig der größte Anti-Puncher in der Geschichte des Boxens(noch vor Henry Maske und Sven Condomi Ottke)

  5. 10. Oktober 2019 at 07:24 —

    Sehe es ähnlich wie Gigafister (“Wird Zeit , dass man ihn vor sich selbst schützt.”):
    Allzu förderlich für seine Gesundheit ist das, was Price macht sicher nicht. Physisch dürfte er mit seiner Reichweite und seinem Punch noch über ein paar Grundvoraussetzungen verfügen, um noch für die einen oder ander Überraschung zu sorgen, aber es ist wohl nicht wirklich damit zu rechnen, dass ihm diese Überraschungen gegen Gegner von deutlich mehr als Allen-Niveau gelingen werden.
    Habe mir schon spätestens nach der krachenden KO-Niederlage gegen (den gedopten) Teper massive Sorgen um seine Gesundheit gemacht. Manche Leute scheinen es erst zu lernen, wenn sie als Pflegefall im Krankenhaus enden… 🙁

  6. 10. Oktober 2019 at 07:31 —

    …gerade jemand wie Chisora, der nicht unbedingt für seine One-Punch-KO-Power berüchtigt ist, sondern eher dafür, den Gegner wenn es sein muss über 12 Runden mit “einigermaßen harten” Schlägen einzudecken wird sicher nicht gesund für Price sein, auch wenn ich eher nicht von einem über 12 Runden andauernden Fight ausgehe…

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