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Chisora gegen Fury chancenlos

Tyson Fury (23-0, 17 Ko’s) glänzte letzten Samstag in London und besiegte Dereck Chisora (20-5, 13 Ko’s) mit TKO durch Aufgabe in der zehnten Runde. DelBoy Chisora war gegen den, in Reichweite und Technik klar überlegenen Fury, chancenlos. Seine planlosen Angriffe verpufften zumeist in der Deckung. Tyson hingegen boxte klug, defensiv, wechselte bereits früh im Kampf in die („Spouthpaw“) Rechtsauslage und brachte seinen Jab über die gesamte Dauer des Duells präzise und oft ins Ziel. Diese technisch überzeugende Leistung hätten ihm nur wenige zugetraut. Im Gesicht schwer gezeichnet und verzweifelt wurde DelBoy, nach
Ende der zehnten Runde, von seiner Ecke aus dem Kampf genommen.

Ein dominanter Sieg für den zukünftigen Pflichtherausforderer von Superchampion Wladimir Klitschko. Zu einem Fight zwischen den beiden Heavyweights kommt es frühestens Mitte nächsten Jahres.

Tyson Fury: „Wladimir Klitschko, I’m coming for you, baby. I’m coming! No turning back now!”

Zu diesem Zeitpunkt waren mehr als 50 % des Publikums gegangen. Den wahren Hauptkampf des Abends lieferten bereits zuvor Chris Eubank Jr. und Billy Joe Saunders.

Boxing - BBBofC and EBU Heavyweight Title - Dereck Chisora v Tyson Fury - ExCel Arena

 

 

 

Es war ein harter und ausgeglichener Kampf. Im Vorfeld gab es etliche verbale Tiefschläge zwischen den beiden Boxern. B.J. Saunders (21-0,11Ko’s) dominierte die ersten Runden noch nach Belieben. Gute Kombinationen und hervorragende Beinarbeit brachten Chris Eubank Jr. anscheinend aus dem Konzept.

Ab der sechsten Runde wurde Eubank sichtlich stärker und es entwickelte sich ein harter Kampf über zwölf Runden, bei dem beide ihr Kinn und ihre Nehmerqualitäten unter Beweis stellen mussten. Viele Runden waren äußerst knapp und so kam es zu einem Sieg nach Punkten für Saunders. Obwohl Eubank Junior oft die härteren Treffer setzen konnte, sah nur ein Punkterichter den Kampf auf seiner Seite (115:113). Die beiden anderen Urteile lauten 116:113 und 115:114 für Saunders, der somit seine Gürtel und weiße Weste behält.

Billy Joe Saunders: “He’s better than what I thought. He was a bit too slow in the early rounds. I knew his game plan was to push me in the last six. I’m only 25, he’s only 25. Next stop is the WBO world title. I think I’ve got a little bit of learning left to do yet, but I’m ready for a world title.”

Chris Eubank Jr.: “It was close. I thought I won. I’ve got a good engine. I’m back in the gym title. I’m coming for the British title again. I hope we can do a rematch ASAP. I thought I won!“

auf Twitter: “I thought I won but 2 judges saw different & I respect their decision. Congratulations to Saunders & I’ll be back stronger & wiser #REMATCH“

Autor: flame

Bild: PA

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12 Kommentare

  1. 2. Dezember 2014 at 17:29 —

    ähm flame…”southpaw” steht für die Rechtsauslage 😉
    linkshänder boxen zumeist in der rechtsauslage und rechtshänder in der linksauslage..es kommt aber auch vor das boxer die auslage wechseln können ,dann boxt der rechtshänder in der southpaw haltung mit der rechten führhand und der linkshänder in der normalauslage mit der linken führhand,das eignet sich besonders gut beim boxen auf halbdistanz….
    ich hoffe,ich hab dich jetzt nicht noch mehr verwirrt^^

  2. 2. Dezember 2014 at 18:51 —

    Ja, was Larry sagt, sollte man schon wissen als Boxjournalist, plus was noch dazu kommt, dass man als natürlicher Links- bzw. Rechtshänder ein wenig mehr Dampf in seinem Jab hat, wenn man die „falsche“ Auslage ein wenig trainiert und sich daran gewöhnt hat. Wenn man also mit der Führhand, so wie Fury das gemacht hat, den Gegner auf Distanz halten möchte, aber gleichzeitig noch dem Gegner klar machen, dass es auch schmerzhaft ist, eine Führhand zu kassieren und sich damit Respekt verschaffen möchte, ist das Auslagewechseln ein ziemlich guter taktischer Schachzug.

    • 2. Dezember 2014 at 19:03 —

      Man fängt sich auch nicht so schnell eine overhand, was gerade bei Chisora immer die Gefahr ist.
      In der Rechtsauslage rollt man nach einem Jab automatisch nach rechts ab.
      Fury in seiner normalen Linksauslage wäre nach jedem Jab in Chisoras overhand-Risikozone gekommen…

  3. 2. Dezember 2014 at 19:04 —

    Wieso wurde für diesen Artikel ein Bild des Goblin Königs aus “Der Hobbit” verwendet?

  4. Ich muss schon sagen, Fury ist ein selten hässlicher Vogel.

  5. 3. Dezember 2014 at 08:47 —

    Sieht echt aus wie ein Ork…

  6. 3. Dezember 2014 at 16:27 —

    Mr.”Ork” Fury wird von vielen unterschätzt.Hätte nie gedacht,das er Chisora so vorführt.Denke sogar,das er mit der Form sogar gute Chancen gegen Klitschko hat.

  7. 3. Dezember 2014 at 20:12 —

    Ich bin ja auch skeptisch, dass ein Fury gegen Wladimir eine Chance hat. Hier wird ja auch jeder nächste Gegner von Klitschko als der Heilsbringer tituliert. Und wenn dann Klitschko schmutzig (wie gegen Povetkin) oder halbwegs vernünftig (wie gegen Pulve) gewinnt, wird der nächste, der dann kommt als derjenige gesehen, der es reißen muss.

    Mich langweilen seine Kämpfe auch, ich bezweifel aber, dass hier mal einstimmig gesagt wird, ja er ist für die anderen zu gut oder die anderen für ihn zu schlecht oder dämlich oder was auch immer.

    Will mir nicht ausmalen, was hier los ist, wenn er im nächsten Jahr Stiverne/Wilder und/oder Fury schlagen sollte.

    • Na wenn dich da mal dein Eindruck nicht täuscht.

      Ich kann mich weder bei Pove noch bei Pulev dran erinnern, dass sie hier als Heilsbringer gefeiert wurden im Vorfeld? Von den anderen gurken wie Thompson etc brauchen wir garnicht erst anfangen.

      Es gab nur vereinzelt wenige die bei Pove gedacht hatten er gewinnt. Bei Pulev wussten alle er ist ein guter boxer, aber hier gab es meines wissens nur 2 leute die klar von einem sieg ausgingen( Larryprint und noch jemand). Ich hätte Pulev zugetraut zu gewinnen, ging aber nicht von einem Sieg aus. Von daher kann gar nicht die rede davon sein, dass man hier jeden Gegner als Erlöser feiert.

      Der letzte gegner bei dem ich überzeugt war, er würde uns erlösen war Haye. Und auch wenn er zu passiv war, hat er von allen boxern in den letzten jahren immer noch am besten abgeschnitten und einige runden gewonnen, weshalb auch ein Rematch gerechtfertigt wäre.

      Bei Pulev dachte ich definitiv es geht über 12 runden. Das er sich so schlecht verkauft war einfach überraschend. Klar war auch Graf Clinchula gut durchgekommen mit seinen Punches, aber Pulevs leistung war einfach nur erbärmlich. Viele gingen hier im Vorfeld schon von einer KO niederlage Pulevs aus. Unter anderem unser hochverehrter Brähmer Fanatiker “The Fan” aka Der Prophet.

      Und sowohl bei Pulev als auch bei Pove wurde die niederlage zu 100% anerkannt. Bei Pove war es nur Carlos der nach dem Kampf von einem Fehlurteil überzeugt war. Bei Pulev war es ein ebenso s.chmutziger kampf, aber die niederlage hat niemand schöngeredet.

      Klar hat man immer hoffnungen, dass die Plutoniumbrut endlich dekontaminiert wird, aber du solltest die ganzen hoffnungen und witze hier nicht überbewerten.

  8. 5. Dezember 2014 at 06:34 —

    ich bin nicht klar von einem sieg ausgegangen,sondern habe pulev vor dem kampf gleichwertige chancen attestiert und geld auf ihn gesetzt weil die quoten bombig waren und ich von seinem boxerischen Können überzeugt war/es auch immernoch bin…aber ehre wem ehre gebührt-klitschko hat in dem kampf fast alles richtig gemacht.

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