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Charr: Erst Oquendo besiegen, dann Joshua?

In einigen Sportarten treffen am Ende einer Saison die besten vier Teams aufeinander, um den Meister zu küren. Dafür steht der Begriff „Final Four”. WBA-Weltmeister Manuel Charr wünscht sich so ein großes Finale auch im Schwergewichtsboxen.

„Tyson Fury hat Francesco Planeta besiegt und boxt jetzt gegen WBC-Weltmeister Deontae Wilder”, erklärt Charr. „Wenn Anthony Joshua und ich unsere anstehenden Pflichtverteidigungen hinter uns haben, hoffe ich, dass wir gegeneinander kämpfen können. Und zwischen den Siegern könnte dann der ‚undisputed Champion‘ ermittelt werden. Das ist es, was sich die Fans wünschen. Und ich wünsche es mir auch. Es muss endlich Klarheit herrschen. Ein Boxer – alle Titel. Und dieser Boxer will ich sein.”

Tatsächlich besteht aktuell nach langer Zeit mal wieder die Chance, dass es zu einer Vereinigung aller WM-Titel im Schwergewicht kommen könnte. Ein neuer unumstrittener Weltmeister könnte in die Fußstapfen von Legenden wie Evander Holyfield, Mike Tyson, George Foreman, Muhammad Ali oder auch Max Schmeling treten.

Als letzter unumstrittener Weltmeister gilt Lennox Lewis, der im Jahr 2000 die Gürtel der Verbände WBC, WBA und IBF hielt. Die WBO gehörte damals noch nicht zu den vier großen Weltverbänden und kam erst später dazu.

In den folgenden Jahren wurden Vereinigungen unmöglich – vor allem dadurch, weil Vitali und Wladimir Klitschko WM-Titel hielten, aber immer klar sagten, dass sie nie gegeneinander boxen würden.

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Aktuell hält der britische Klitschko-Bezwinger Anthony Joshua die Gürtel der IBF und WBO sowie den vor ein paar Jahren zusätzlich eingeführten WBA Super Champion Titel. Eigentlicher WBA-Weltmeister ist Manuel Charr und Deontay Wilder hält den Titel nach WBC-Version.

Über einen Kampf zwischen Joshua und Wilder wurde immer wieder spekuliert und auch verhandelt. Die Parteien konnten bislang keine Einigung finden. Am Samstagabend gab Wilder bekannt, dass er seinen nächsten Kampf gegen Ex-Weltmeister Tyson Fury bestreiten wird.

Fury hatte im November 2015 Wladimir Klitschko entthront und seine WM-Gürtel im Anschluss aufgrund privater Probleme zurückgegeben. Nach mehr als zwei Jahren Pause feierte er im Juni sein Comeback und besiegte am vergangenen Samstag in Belfast den deutschen Ex-Europameister Francesco Planeta klar nach Punkten. Wilder war beim Kampf zwischen Fury und Planeta am Ring und bestätigte, dass er sich mit Furys Team geeinigt habe.

Joshua muss seine Titelsammlung am 22. September gegen den russischen Ex-Weltmeister Alexander Povetkin verteidigen. Charr trifft am 29. September in Köln auf seinen Pflichtherausforderer Fres Oquendo. Sollten Joshua und Charr ihre Kämpfe gewinnen, wäre der Weg frei für eine Vereinigung zwischen den beiden WBA-Champions.

„Ich will unbedingt gegen Joshua kämpfen”, erklärt Charr. „Ich respektiere ihn für alles, was er geleistet hat. Aber er nennt sich WBA Champion, obwohl ich der amtierende Weltmeister bin. Das müssen wir im Ring klären. Wenn ich ihn besiegen kann, wäre die Vereinigung mit dem Sieger aus Wilder gegen Fury der einzig sinnvolle nächste Schritt.”

Foto und Quelle: Global Sports Management GmbH & Co. KG

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8 Kommentare

  1. 22. August 2018 at 18:32 —

    Ach herje, es geht mal wieder mit Charr durch. Ein gesundes Selbstvertrauen hat er ja, aber Charr sollte sich eher auf Oquendo und danach vielleicht auf den Interims-Champ T. Bryan konzentrieren, das sind machbare Aufgaben für ihn, mehr nicht.

    • 23. August 2018 at 08:23 —

      Charr hat kein gesundes Selbstvertrauen, er will lediglich abkassieren.

      • 24. August 2018 at 16:57 —

        Naja, aber wenn er den niemals wirklich erstklassigen (und eig. auch niemals wirklich zweitklassigen) und obendrein seit gefühlten 10 Jahren inaktiven Oquendo besiegen sollte, ist er definitiv auch reif für Joshua…

        😉 😉 😉

  2. 22. August 2018 at 20:40 —

    Jaja, Char redet da einen Hype daher, damit die Kasse klingelt. Das wird sie aber nie, zu diesem Duell wird es Eddy Hearn mit seinem Haufen Kohle nicht kommen lassen. Und überhaupt: Keiner weiss, in welcher Verfassung Oquendo daherkommen wird…aber der Kerl ist wohl ein alter Mann geworden. Fänd ich aber schon noch sauglatt, wenn plötzlich Oquendo der WBA-WM und “Gegner” von Joshua wäre….so was geht auch nur in meiner geliebten Sportart…hahaha….

  3. 23. August 2018 at 00:57 —

    Charr gegen Joshua? Das ist der Traum, auf den die ganze Geschichte hin gelenkt werden soll. Man hat in der Vergangenheit viel in Charr investiert. Kommt es zu einem Kampf gegen Joshua, soll sich diese Investition lohnen. Es geht dabei nur um die Kohle, eher weniger um Ruhm und Ehre.

    Charr und seine Unterstützer sollten eigentlich genau wissen, dass Joshua in einer ganz anderen Liga boxt.

    Letztendlich wird der Kampf zwischen Super- und regulärem Champ wegen der WBA-Titelvereinung früher oder später kommen müssen. Wer auch immer das dann im nächsten Jahr sein wird.

    • 23. August 2018 at 06:06 —

      Seh ich auch so. Usyk sollte sich den Papiergürtel von Charr holen, leichter geht’s ja gar nicht. Das würde seine Verhandlungsposition enorm verbessern, gegen einen der beiden Weltmeister einen Kampf zu bekommen,auch und gerade finanziell. Als amtierender vierfach Weltmeister und gleichzeitig WBA Weltmeister im HW wäre die Börse höher.

  4. 23. August 2018 at 07:54 —

    Charr sollte lieber noch etwas Geld verdienen mit seinen geschenkten Gürtel !
    Natürlich will er einen Kampf gegen Joshua er will das große Geld!Nur kommt es nicht dazu !
    Denn wie schon erwähnt ist der Kampf Finanziell nix wert ,denn jeder weiß wie charr an denn Titel gekommen ist ,und sollte das doch dazu kommen fliegt charr sowieso in der ersten Runde aus dem Ring !

  5. 28. August 2018 at 00:11 —

    Wenn Anthony Joshua und ich unsere anstehenden Pflichtverteidigungen hinter uns haben, hoffe ich, dass wir gegeneinander kämpfen können. Und zwischen den Siegern könnte dann der ‚undisputed Champion‘ ermittelt werden. Das ist es, was sich die Fans wünschen. Und ich wünsche es mir auch. Es muss endlich Klarheit herrschen. Ein Boxer – alle Titel. Und dieser Boxer will ich sein.”

    „Ich will unbedingt gegen Joshua kämpfen”, erklärt Charr. „Ich respektiere ihn für alles, was er geleistet hat. Aber er nennt sich WBA Champion, obwohl ich der amtierende Weltmeister bin. Das müssen wir im Ring klären. Wenn ich ihn besiegen kann, wäre die Vereinigung mit dem Sieger aus Wilder gegen Fury der einzig sinnvolle nächste Schritt.”

    lool.

    parallel welt? 😀

    aber das gleiche hat er vorm povetkin kampf gemurmelt

    ja gegen povetkin danach der titelkampf
    dann der vereinigungskampf xD

    nur charr selbst weiß was er sich dabei denkt

    sein gehirn bleibt ein mysterium

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