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Charles Martin: erst Whyte, dann Joshua

Charles Martin: erst Whyte, dann Joshua

„Whyte ist ein einfacher Kampf. Er nimmt zu viele klare Treffer. Leider will Eddie Hearn nicht, dass ich seinen Boxer schlage. Und Whyte sagte, er wolle einen einfachen Kampf, nachdem er gegen Povetkin verloren hatte. Ich schätze, er will nicht noch einmal verlieren, wenn er gegen mich antritt!“ Große Worte von ‚Prince Charles‘. Der 35-jährige Ex-IBF-Schwergewichtschampion ist seit Februar 2020 inaktiv. Davor hat der US-Amerikaner zwar drei Siege in Folge eingefahren, mit Gregory Corbin und Daniel Martz hatte Martin aber auch zwei Aufbaugegner vor den Fäusten. Eher sind den Boxfans die Niederlagen von Charles Martin in Erinnerung geblieben. Vor allem der Kampf gegen Anthony Joshua im April 2016.

Schon im ersten Durchgang zeigte sich Martin eher schlagfaul, nach rund einer Minute der zweiten Runde landete ‚AJ‘ eine Rechte am Kinn seines Gegners, der daraufhin zu Boden ging. Kaum war der Kampf wieder freigegeben, schlug Joshua ‚Prince Charles‘ erneut zu Boden. Ringrichter Jean-Pierre Van Imschoot war schon „bei Neun“, Martin kniete immer noch. Als Martin schließlich aufstand, winkte Van Imschoot ab: zu spät, KO-Sieg für Joshua in der zweiten Runde.

In seiner Erinnerung hat Charles Martin das Ganze etwas anders vor Augen: „Joshua hat nie gegen mein wahres Ich gekämpft“, sagte Martin im Interview mit „SkySports“: „Diesen Kampf zu führen, als ich verletzt und unvorbereitet war, ist der größte Fehler meines Lebens, aber es ist ein Fehler, den ich korrigieren werde, bevor ich in Rente gehe.“

Warum Martin verletzt und unvorbereitet war, wird wohl sein Geheimnis bleiben. Ebenso, wie er auf Idee kommt, dass Anthony Joshua an einem Rematch interessiert sein könnte.  Nachdem es Gerüchte gibt, wonach Dillian Whyte im kommenden August in den USA Boxen wird, ist für Martin allerdings klar: der Weg zum Rückkampf gegen ‚AJ‘ führt über einen Showdown mit dem ‚Bodysnatcher’: „Ich möchte Dillian Whyte mit einer weiteren KO-Niederlage in den Vereinigten Staaten willkommen heißen.”

Ähnliches plant allerdings Otto Wallin. Wallins Promoter Dmitriy Salita hat schon vor drei Monaten bei „SkySports“ erklärt: „Otto hat in seinem Kampf gegen Fury seine Weltklasse-Fähigkeiten bewiesen und kann in naher Zukunft für Joshua und Whyte bereit sein.”

Soweit bekannt, plant Hearn für seinen Schützling aber einen Kampf gegen Jermaine Franklin. Franklin ist zwar US-Amerikaner, aber keine wirklich „große Nummer“ und zudem seit Oktober 2019 inaktiv. Falls Hearn erreichen will, dass Whyte in den USA bekannter wird, ist Franklin definitiv der falsche Gegner. Filip Hrgovic wäre ein interessanter Widersacher, zumal sich Hearn gerne darüber beklagt, dass niemand gegen den ‚Stone Man‘ antreten wolle. Vermutlich sind sich die Sauerland Bros. und Eddie Hearn aber nicht sicher, ob Dillian Whyte nicht eine Nummer zu groß für Hrgovic ist. So gesehen wäre zumindest ein Kampf zwischen Whyte und Charles Martin nicht die schlechteste Lösung. Man darf gespannt sein.

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2 Kommentare

  1. 30. Juni 2021 at 22:10 —

    Dummes Gerde ist man sich im Boxen ja gewohnt, ist auch okay, manchmal sogar unterhaltsam. Aber dieser tumbe, tapsige Charles Martin ist einfach nur lächerlich. Aus der dritten Reihe das Maul aufreissen und nach vorne brüllen.

  2. 1. Juli 2021 at 02:24 —

    Der Charles raucht halt auch schon mal ganz gerne etwas weiblichen Hanf. Ernst genommen wurde er noch nie, aber dafür hat er es recht weit gebracht.

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