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Cecilia Braekhus vs Jessica McCaskill 2.0 – 13. März in Dallas

Am kommenden Samstag findet in Dallas / Texas das Rematch zwischen Cecilia Braekhus und Jessica McCaskill statt. Im ersten Kampf wurde die „First Lady“ nach 36 siegreichen Kämpfen (9 KO) und 24 erfolgreichen Titelverteidigungen zum ersten Mal bezwungen. Die Punktrichter entschieden sich am 15. August 2020 in Tulsa / Oklahoma nach 10 Runden mit einer Wertung von 95:95, 94:97 und 93:97 gegen die Norwegerin, die damit ihre geliebten 5 WM-Gürtel hergeben musste.

Über Braekhus muss man nicht mehr viel sagen. Sie ist dem deutschen Publikum hinreichend durch ihre Zeit beim Sauerland-Team bekannt und wurde einst von Ulli Wegener trainiert. Sie holte sich bereits 2009 in einem Kampf gegen Winnie Skovgaard die damals vakanten Titel der Verbände WBA und WBC im Weltergewicht. Nach internen Zerwürfnissen mit ihren männlichen Teamkollegen verließ sie das Berliner Team und wechselte in den dänischen Sauerland-Boxstall von Nisse Sauerland, wo sie ihren erfolgreichen Weg fortsetzen konnte und in jedem weiteren Kampf ihre Titel verteidigte.

Die Amerikanerin Jessica McCaskill war vor dem ersten Kampf gegen Braekhus relativ unbekannt. Sie boxte bisher im Super-Leichtgewicht. Ihr Name tauchte erstmals in den europäischen Boxberichten auf, als sie 2017 gegen die Irin Katie Taylor um deren WBA-Titel boxte. Sie verlor knapper nach Punkten, als das dann beim Urteil aussah. Man hätte ihr ein paar Runden mehr geben können, was allerdings keinen anderen Kampfausgang bedeutet hätte. „CasKILLA“ war nicht erst von da an für ihren aggressiven Kampfstil bekannt. Sie bezwang die Argentinierin Erica Farrias zwei Mal und war im Super-Leichtgewicht zweifache Weltmeisterin.

Es fällt schwer, eine Prognose für das Rematch zwischen Braekhus und McCaskill abzugeben. Beide Boxerinnen kennen sich jetzt genau und müssten von daher genau wissen, was im Rückkampf zu tun ist, um den Ring mit 5 WM-Gürteln zu verlassen. Cecilia Braekhus kann sich über die Niederlage im ersten Kampf nicht beschweren. Zu ersten Mal stand sie mit einer Gegnerin im Ring, die reaktionsschneller war als sie selbst und die noch nicht von der eigenen Routine eingeschläfert war, wie Braekhus selbst es war. McCaskill holte sich Runde um Runde, weil sie über den ausgeglichenen Kampfverlauf hinaus immer wieder mit schnellen und klaren Einzeltreffern dafür sorgte, dass ihr die Kampfrichter die Punkte gaben.

Cecilia Braekhus tut also gut daran, wenn sie diesmal selbst von Beginn an Wert darauf legt immer eine Hand mehr drin zu haben. Sie muss mit fleißiger Beinarbeit und sicherer Deckung versuchen, gegnerische Treffer vermeiden und kann nur darauf hoffen, auf unparteiische Punktrichter zu treffen. Sie muss diesen Kampf unbedingt gewinnen, wenn sie ihren „Marktwert“ erhalten will. Ansonsten wird sie es wohl schwer für sie werden, sich für das Fortsetzen ihrer Karriere zu motivieren.

Diess Rematch wird als einer der drei Hauptkämpfe der Matchroom-Card in Dallas präsentiert. Für die Mehrzahl der Boxfans dürfte wohl die zweite Begegnung zwischen Roman Gonzales und Juan Francisco Estrada im Fokus stehen. Die beiden”Superfliegen” haben bereits im Jahr 2012 zum ersten Mal um eine WM gekämpft. Übertragen wird die Veranstaltung in der Nacht auf Sonntag ab 2:00 Uhr u.a. auf DAZN.com.

Hier noch einmal der erste Kampf:

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3 Kommentare

  1. 10. März 2021 at 22:42 —

    „Nach internen Zerwürfnissen mit ihre männlichen Teamkollegen verließ sie das Berliner Team …“
    ––––
    Denke, in diesem Zusammenhang kann man den Namen schon explizit nennen: Es war der international anerkannte Experte für Gleichstellungsfragen, Prof. Dr. Marko Huck.

  2. 11. März 2021 at 08:13 —

    Hmmm….ob es wirklich daran liegt das Braekhus zu sorglos in den 1. Kampf mit McCaskill gegeangen ist oder ob sie vielleicht über den Zenit ist wird der 2. Kampf zeigen……wenn Braekhus mehr Aggresivität an den Tag legt würde mich ein Unentschieden in den USA jetzt nicht wirklich wundern!

    • 11. März 2021 at 11:41 —

      McCaskill ist gerade 3 Jahre jünger – hat aber wesentlich mehr “Biss” gezeigt, als es der “First Lady” recht sein konnte. Zumindest mehr, als alle anderen Gegnerinnen vor ihr.

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