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Causa Wallisch: Landgericht Magdeburg vertagt Entscheidung

Michael Wallisch ©EC Boxpromotion.

Michael Wallisch © EC Boxpromotion.

Die Urteilsverkündung des Magdeburger Landgerichts in der Causa Michael Wallisch wurde vertagt. Hintergrund: der Nachwuchsboxer (9-0, 6 K.o.’s) hatte sich dem Promoter SES-Boxing angeschlossen, obwohl er noch einen gültigen Vertrag mit Erol Ceylan hatte. Ceylan hatte daraufhin eine einstweilige Verfügung erwirkt, die es Wallisch untersagte, auf anderen Veranstaltungen zu boxen. Ob diese einstweilige Verfügung weiterhin Bestand hat, oder es im normalen Klagefall weitergeht, wird demnächst entschieden.

Ceylan besteht jedenfalls nach wie vor auf die Einhaltung des Vertrags. “Einen gültigen Vertrag zu haben bedeutet, dass schriftlich fixierte Vereinbarungen eingehalten werden müssen”, so der Promoter. “Das ist bei Michael Wallisch leider nicht der Fall.”

Cheftrainer Oktay Urkal zeigt sich enttäuscht, dass Wallisch seinen Boxstall verlassen will. “Bei uns war er auf dem richtigen Weg. Er hätte ganz weit nach oben kommen können”, so Urkal. “Wie, das hat er ja schon im Kampf mit Yakub Saglam vor zwei Jahren angedeutet, als er topvorbereitet den Kampf um die internationale Deutsche Meisterschaft in Berlin gewonnen hat. Darauf wollten wir aufbauen, aber plötzlich war er verschwunden, einfach weg…”

Ceylan wäre auch zu einer gütlichen Einigung bereit gewesen, zu dieser kam es aber nicht. “Ulf Steinforth war ja sogar bei mir in Hamburg, hat von einem finanziellen Ausgleich gesprochen, aber da ist nie etwas passiert”, so Ceylan. “Jetzt hoffe ich, dass vor dem Landgericht in Magdeburg die endgültige Entscheidung fällt. Michael Wallisch ist für mich, menschlich gesehen, eine große Enttäuschung, trotzdem wünsche ich ihm auf seinem weiteren boxerischen Weg, wo auch immer der sein mag, alles Gute und viel Erfolg.”

© adrivo Sportpresse GmbH

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7 Kommentare

  1. Werner Möller
    28. Juni 2013 at 12:46 —

    Grausig, wenn Sportler ihre Verträge nicht einhalten. Wallisch ist schon lange im Geschäft. Wäre er ein korrekter Sportler, wäre er bei Sauerland.

  2. Dr. Fallobsthammer
    28. Juni 2013 at 14:19 —

    Ich weiß nicht ob die wörter “korrekt” und “Sauerland” so gut in einen Satz passen mein sohn.

  3. Bülent
    28. Juni 2013 at 15:37 —

    er hätte lieber weiterboxen sollen. wenn er gut ist wäre er bis jetzt schon ziemlich vorne. aber wenn einer so oft weg läuft denke ich nicht das er auch lange bei SES bleiben wird. ich denke das ist eine fehlinvestition.

  4. Shorty
    28. Juni 2013 at 18:18 —

    Langweilig..

  5. HoffmannsGroßonkel
    29. Juni 2013 at 09:41 —

    wallisch brannt darauf in den ring zu steigen doch hat er kein bock sich von dem
    türken ausbeuten zu lassen.ses ist seriöser und proffessioneller und wallisch wird bald zeigen was er drauf hat.sein kampf zu untersagen war eine riesensauerei!

  6. Lothar Türk
    9. Juli 2013 at 12:07 —

    zukunft abwarten, ob er Charakter hat oder ein Zugvogel ist. Wer kennt schon die Hintergründe ?

  7. Cositutti
    15. Juli 2013 at 14:10 —

    wenn Michael Wallisch einen guten Berater hat,und er merkt das es für beide Seiten passt,
    wird seine Leistung sich in den nächsten 2 Jahren so steigern das er durchaus um die WM
    kämpfen kann.
    Sollte er nicht die richtigen Leute des Vertrauens in kürze neben sich haben,wird er mit
    Sicherheit aus der Boxer Branche verschwinden.
    Man kann nur hoffen das er die Leute des Vertrauens findet !!
    Waehre Schade für einen so guten DEUTSCHEN Schwergewichtler.
    Alles Gute !!

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