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Carl Frampton will Josh Warrington den WM-Titel abnehmen

Es spielt zwar weniger Gewicht als beim Kampf zwischen Whyte und Chisora eine Rolle, aber nicht weniger interessant dürfte ein anderer Kampf am kommenden Samstag in Großbritannien sein. Josh Warrington will am Samstag in Manchester zum ersten mal seinen IBF-Titel im Federgewicht verteidigen. Sein Gegner ist kein geringerer als Carl Frampton, immerhin Ex-WBA Superchamp in dieser Gewichtsklasse.

Der 28-jährige Warrington ist in bisher 27 Kämpfen ungeschlagen, konnte allerdings nur 6 davon vorzeitig gewinnen. Er war britischer Meister, Commonwealth Champ und EBU-Titelträger, bevor er sich auch den WBC-International holte und zuletzt im Mai diesen Jahres Lee Shelby den IBF-WM-Gürtel durch einen hauchdünnen Punktsieg abnahm. Seinen bis dahin bedeutendsten Sieg konnte er ein Jahr zuvor feiern, als er den Spanier Kiko Martinez nach Punkten besiegte. Das Warrington seinen Gürtel zuerst ausgerechnet gegen Carl Frampton verteidigen will, ist eine mutige, für ihn vielleicht sogar waghalsige Entscheidung.

Der 31-jährige Frampton hat ebenfalls 27 Kämpfe auf der Uhr. Er musste allerdings eine Niederlage gegen Santa Cruz hinnehmen, die ihn seinen WBA Titel gekostet hat. Mittlerweile ist er bei der WBO Interim Champ und will nun die Gelegenheit nutzen und Warrington den IBF-Titel abnehmen. Es dürfte ausser Frage stehen, dass Carl Frampton der Favorit in diesem Kampf ist. Warrington ist zwar technisch versiert, aber darin steht ihm Frampton nicht nach. Darüber hinaus hat der Nordire auch die nötige KO-Power, um einen Kampf womöglich vorzeitig zu entscheiden.

Auf der Undercard dieser letzten vorweihnachtlichen Frank Warren – Veranstaltung gibt es noch einige andere bekannte Namen zu lesen. Prominenteste Vertreter sind dabei Martin Murray und Hassan N`Dam, die im Mittelgewicht gegeneinander antreten und sich mit einem guten Sieg noch einmal für einen guten Kampf empfehlen wollen. Ebenfalls dabei ist Ex-WBO Champ Billy Joe Saunders, der gegen den ungarischen Journeyman Zoltan Sera kämpfen wird. Saunders war vor seinem bereits angesetzten WM-Kampf gegen Demetrius Andrande durch einen Drogentest gerauscht. Er bekundete zwar seine Unschuld und Promoter hatte mit dem Stichwort „Nasenspray“ auch eine fabelhafte Erklärung, aber die WBO nahm ihm trotzdem den Gürtel ab und sperrte Saunders für 6 Monate. Das gilt allerdings nur für WBO-Kämpfe.

Einen weiteren Kampf vom tragischen „Olympiaheld“ Michael Conlan wird man in der Manchester-Arena ebenso sehen können wie das Profidebüt eines weiteren Vertreters der Fury – Familie. Tommy Fury, der 19-jährige Bruder von Tyson Fury, kämpft im Halbschwergewicht gegen den 37-jährigen Letten Jevgenijs Andrejevs, der mit dem sagenhaften Kampfrekord von 10(4)-102(13)-3 in den Ring steigen wird.

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4 Kommentare

  1. 19. Dezember 2018 at 21:17 —

    Für mich ist das ein 50/50-Kampf, Frampton hat zwar die größere Erfahrung mit den doch etwas besseren Gegnern, aber der Kampfstil von Warrington, wenn auch nicht schön anzusehen, ist bis dato sehr erfolgreich.

    Dazu kommt das man am Samstag die Qual der Wahl hat, entweder Whyte vs Chisora oder eben Warrington vs Frampton.

    • 20. Dezember 2018 at 08:16 —

      Etwas bessere Gegner? Warrington hat lediglich einen inaktiven Selby geschlagen und ist gegen den shoten Martinez über die Runden gegangen. Sollte Frampton smart bleiben, boxt er ihn gnadenlos aus.

    • 21. Dezember 2018 at 17:25 —

      Also ich seh das auch eher 75/25 für Frampton..

      • 21. Dezember 2018 at 18:09 —

        Frampton muss die Ringmitte kontrollieren und mit seinen präzisen Konter punkten dann wird es pro Frampton gehen wenn er mit den aktiven Warrington zurecht kommt

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