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Carl Frampton vs Jamel Herring in Arbeit

Carl Frampton vs Jamel Herring in Arbeit

Auch wenn sich die Welt zurzeit im Banne der Coronavirus-Pandemie befindet und fraglich ist, wann wieder der „normale Alltag“ einkehren wird, stehen die Räder im Boxbusiness nicht still. Wie Frank Warren vor einigen Tagen bekanntgegeben hat, soll sein Boxer Carl Frampton gegen den US-Amerikaner Jamel Herring antreten. Unklar ist allerdings, wann der Kampf stattfinden soll. Ob es – wie bei Boxrec eingetragen – beim 13. Juni in Belfast bleibt, ist fraglich.

Quelle: Frank Warren / Twitter

Gegenüber der BBC hat „The Jackal“ Frampton heute eingeräumt, er „bezweifle sehr”, dass der Kampf – bei dem es immerhin um die WBO-Weltmeisterschaft im Superfedergewicht geht – im Juni stattfinden könne. „Es gibt viel wichtigere Dinge, über die man sich Sorgen machen muss”, sagte Frampton in einem BBC-Interview: „Es wäre für keinen der beiden Kämpfer fair, sich unter solchen Umständen auf einen Weltmeistertitelkampf vorzubereiten.”

Frampton trainiert allein in seinem heimischen Fitnessstudio, anstatt wie sonst mit seinem Trainer Jamie Moore in Manchester. Klarerweise wird dadurch das Training beeinträchtigt: Sparring und Pratzenarbeit sind nicht möglich: „Es ist sehr schwierig, ohne Trainer an einer Taktik und einem Gameplan zu arbeiten.” Auf diesen Gameplan darf man auch gespannt sein: Herring hat immerhin ganze 21cm mehr Reichweite.

 

(Carl Frampton mit Jamie Moore beim Pratzentraining)

 

Noch vor ein paar Tagen hatte sich auch ‚Semper Fi` Herring zu der Ansetzung geäußert. Im Interview mit „RingTV“ konnte der ehemalige US-Marine eine mögliche Verschiebung des Kampfes nicht ganz nachvollziehen: „Ehrlich gesagt hat es meiner Meinung nach nie einen Unterschied gemacht. (…) Ich sage das, weil die Menschen in letzter Zeit Angst haben, sich in großen Menschenmengen aufzuhalten. Obwohl ich das Gefühl habe, dass wir das unter Kontrolle bekommen, werden die Leute immer noch zögern, sich in einer großen Menge zu bewegen”.

Auswirkungen auf sein Trainingslager sieht der 34-jährige ebenfalls nicht: „Ich bin überhaupt nicht besorgt. Ich glaube wirklich, dass sich die Dinge gelegt haben, wenn es an der Zeit ist, mein achtwöchiges Trainingslager zu beginnen. Im Moment nutze ich die Ruhezeit, um bei meiner Familie zu sein und mich auszuruhen. Um ehrlich zu sein, bin ich normalerweise ein Stubenhocker, also stört es mich nicht wirklich, zu Hause zu bleiben.“

Darüber hinaus gibt sich Jamel Herring siegessicher: „Ich bin der größere Mann und das ist definitiv ein Vorteil, aber ich muss trotzdem vorsichtig sein, weil Carl mehr Erfahrung hat. Der Mann ist nicht umsonst ein Weltmeister in zwei Divisionen. Aber ich habe ehrlich gesagt das Gefühl, dass sein Kopf ihm im Weg ist. Es  macht mir nichts aus, nach Belfast zu gehen. Das Ergebnis wäre das Gleiche, wenn der Kampf in New York stattfinden würde. In jedem Fall werde ich 2020 für Furore sorgen. “

Sollte der Kampf gegen Frampton (27-2-0) erfolgreich verlaufen, dann hat der mit 1,78m ganze 13 cm größere Herring (21-2-0) schon einen Wunschgegner: Leo Santa Cruz.

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