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Carl Frampton stoppt überforderten Kris Hughes in sieben Runden

Der Commonwealthtitelträger im Superbantamgewicht Carl Frampton lieferte am Samstagabend in London eine rundum gelungene Vorstellung gegen seinen Herausforderer Kris Hughes ab und verteidigte seinen Titel zum ersten Mal erfolgreich. Der ungeschlagene 24-jährige Nordire dominierte seinen Gegner und schlug ihn schließlich in der siebten Runde KO.

Kris Hughes, der Carl Frampton um einen Kopf überragte und enorme Reichweitenvorteile im Ring genoss versuchte von Anfang an den Kampf aus der Distanz heraus zu führen. Er bewegte sich flink durch den Ring und feuerte immer wieder seinen rechten Jab aus der Rechtsauslage heraus ab. Doch der Favorit Frampton, der versuchte Hughes den ersten Schlag zu lassen um dann dessen Fehler auszukontern, brauchte nicht lange um in Tritt zu kommen. Während Hughes Jab oft von Frampton ausgependelt wurde oder auf dessen Deckung landete, fand der Nordire mit seinen schnellen als Konter geschlagenen rechten Geraden sowie mit seinen guten Kombinationen, wenn er nahe an Hughes heran kam, das Kinn und den Körper seines schottischen Kontrahenten.

Auf diese Art und Weise sicherte er sich die ersten Runden, in denen vor allem auch seine äußerst gute Arbeit zum Körper auffiel. Besonders der linke Haken zur Leber fand immer wieder sein Ziel und stellte Hughes vor deutliche Probleme. Die Strategie von Hughes bestand unterdessen im Grunde nur darin sich durch den Ring zu bewegen und immer wieder den Jab heraus schnellen zu lassen. Dieser war jedoch nicht genau und gut genug um Frampton davon abzuhalten immer wieder die Distanz zu überbrücken und Hughes auszukontern, wenn dieser in seine Schläge ein wenig hinein fiel. Hughes demonstrierte mit zunehmender Dauer des Kampfes vor allem nur noch sein Kämpferherz, da das Gefecht immer einseitiger wurde und der Talentunterschied immer offensichtlicher wurde. Von den vielen Körpertreffern geschwächt ließ Hughes Workrate und seine Beweglichkeit nach, während die Zuschauer ab der sechsten Runde nur noch darauf warteten, dass Carl Frampton seine gute Leistung mit einem KO abrunden würde. Denn das totale Fehlen von Schlagkraft auf Seiten von Hughes machte es zu diesem Zeitpunkt äußerst unwahrscheinlich, dass dieser noch irgendwie in der Lage sein würde den Kampf zu drehen.

Und in der siebten Runde kam es dann auch schließlich zum absehbaren Ende. Zwar begann Hughes die Runde als würde er noch an seine Chance glauben, und trieb Frampton mit einigen linken Geraden zurück, obwohl diese an dessen Deckung verpufften, doch kurz darauf übernahm Frampton wieder die Kontrolle. Er drängte Hughes zurück in dessen Ecke, wo er ein paar Schläge ablud, ehe er einen unkonventionellen linken Aufwärtshaken von außen von Hughes mit einer harten Rechten abkonterte. Diese schickte Hughes rückwärts, und der Schott fiel zwischen die Seile und daraufhin zu Boden. Stark angeschlagen war es erstaunlich, dass er noch einmal auf die Beine fand, doch der Ringrichter erkannte richtig, dass Hughes nicht in der Lage war den Kampf fortzuführen und winkte ab. Nach 48 Sekunden der siebten Runde stand damit Carl Frampton als Sieger durch TKO fest.

Für ihn war es der zwölfte Profisieg in ebenso vielen Kämpfen und der achte vorzeitige. Er rechtfertigte den großen Hype, der derzeit in Großbritannien um ihn entsteht, zu einem Teil, und leistete seinen Teil zu einem möglichen nationalen Showdown mit dem britischen Champion Scott Quigg. Dieser muss seinen Titel nächste Woche gegen Jamie Arthur verteidigen, woraufhin es zu einem Treffen der beiden ungeschlagenen britischen Superbantamgewichtler kommen könnte. Als weitere Alternative erwähnte sein Manager nach dem Kampf den europäischen Champion Kiko Martinez. Kris Hughes hingegen kassierte erst seine zweite Niederlage in seinem siebzehnten Profikampf, nachdem er zuvor nur Jamie Arthur 2010 nach Punkten unterlegen war.

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