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Carl Frampton stoppt Darren Traynor

Carl Frampton stoppt Darren Traynor

In einem Geisterkampf in der Londoner York Hall hatte der ehemalige Weltmeister im Superbantam- und Federgewicht anfänglich mit Ringrost zu kämpfen, was vielleicht auch daran lag, dass der für den wegen Visaproblemen ausgefallenen Vahram Vardanyan kurzfristig eingesprungene Darren Traynor sich gut verkaufte.

Frampton schien bei seinem ersten Aufritt im Leichtgewicht schwer in den Kampf zu finden. Sein 33 Jahre alter Gegner aus Schottland konnte in der ersten Hälfte des Fights gut mithalten. Erst im sechsten Durchgang landete ‚The Jackal‘ einen linken Körperhaken, der ‚Trayn-Wreck’ kurz vor Rundenende zu Boden brachte. In Runde 7 machte Frampton dort weiter, wo er zuvor aufgehört hatte. Nach einem weiteren Körpertreffer signalisierte Traynor dem Ringrichter, dass er den Kampf beenden wolle.

Für Frampton der 28. Sieg im 30. Kampf und die Eintrittskarte für den Kampf gegen WBO-Superfedergewichtschampion Jamel Herring. Vorausgesetzt, der kann seinen Titel im kommenden Monat gegen Jonathan Oquendo verteidigen. „Er war ein besserer Mann als der ursprüngliche Gegner (Vahram Vardanyan).“ erklärte Frampton nach seinem Sieg: „Aber ich weiß, dass ich für Herring besser sein muss!”

Jamel Herring, der den Kampf von zu Hause aus gesehen hatte, meldete sich anschließend via Twitter: “Ich seh Dich bald, Carl! Ich seh Dich bald!”

 

 

Noch ist der Kampf HIER zu sehen:

 

 

In einem weiteren Kampf des Abends konnte sich Federgewichtler Michael Conlan gegen Sofiane Takoucht durchsetzen. Conlan, der früh in die Rechtsauslage wechselte, landete vor allem gute Körpertreffer beim ehemaligen Europameister aus Frankreich. Ringrichter Steve Gray sah einige davon wohl zu tief und ließ Conlan in der vierten und fünften Runde jeweils einen Punkt abziehen.

In der zehnten Runde erzielte der Boxer aus Irland dann mit einem harten Treffer an den Kopf seines Gegners Wirkung und konnte beim Nachsetzen das Ende des Kampfes einläuten: der Ringrichter brach die Begegnung ab. Trotz des Sieges will Michael Conlan in Zukunft eine Gewichtsklasse niedriger – im  Superbantamgewicht – antreten. Wunschgegner sind Angelo Leo oder Stephen Fulton. „Ich weiß, wenn ich mit 122 Pfund um den Weltmeistertitel kämpfe, werde ich Weltmeister”, sagte Conlan dazu: „Und es ist mir egal, ob es Fulton oder Leo ist.“

 

(Bild: Frank Warren / Twitter)

 

Für Leichtgewichtler Archie Sharp verlief der Abend nicht ganz so erfolgreich. Der 25-jährige konnte zwar nach Punkten gewinnen, vermutlich hat aber nur der Umstand, dass sein Gegner Jeff Ofori in den ersten Runden zu inaktiv war, dazu geführt. Marcus McDonnell, der Ring- und alleinige Punktrichter machte Sharp nach 10 geboxten Runden mit 96 zu 95 zum Sieger.

Archie Sharp, der seine Bilanz damit auf 19-0-0 ausbauen konnte, erklärte nach dem Kampf: „Natürlich habe ich über den Kampf gegen die Framptons, Shakur Stevensons und die Oscar Valdezs gesprochen, aber mit so einer Leistung würde ich verlieren. Ich lerne immer noch. Das war ein sehr harter Gegner. Es gibt keine Entschuldigung. Ich muss zurückgehen und mir das ansehen und herausfinden, warum ich nicht das getan habe, was ich im Gym trainiert habe.“

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