Bute bleibt IBF-Weltmeister: TKO-Sieg gegen Magee in Runde zehn

Lucian Bute ©Stephane Lalonde.
Lucian Bute © Stephane Lalonde.

Der in Kanada lebende Rumäne Lucian Bute (28-0, 23 K.o.’s) hat seinen IBF-Titel im Supermittelgewicht zum insgesamt siebenten Mal erfolgreich verteidigt. Butes Gegner, der amtierende Europameister Brian Magee (34-4-1, 24 K.o.’s), verkaufte sich über den Kampfverlauf von zehn Runden recht gut, musste am Ende aber den harten Körpertreffern Butes Tribut zollen.

Weltmeister Bute startete relativ abwartend ins Gefecht und war bemüht, die richtige Distanz zum Nordiren aufrecht zu erhalten. Magee suchte den Ort, wo er sich am wohlsten fühlt – nämlich den Infight. Auch die zweite Runde fiel unter die Kategorie ‚Abtasten‘. In der dritten Runde landete Magee eine gute Linke, die über die tiefhängende Deckung Butes drübergeschlagen kam und beim Champion auch leichte Wirkung hinterließ.

In der vierten Runde kam Bute zum ersten Mal mit seinem Paradeschlag – dem Uppercut – durch. Magee steckte den Volltreffer aber relativ gut weg. Bute schien, angetrieben vom Montrealer Publikum, allmählich das Kommando zu übernehmen, noch hatte sich Lokalmatador aber nicht ganz auf die für ihn ungewohnte Rechtsauslage seines Gegners eingestellt.

In der sechsten Runde gelang Bute mit einem Uppercut auf den Solarplexus schließlich der erste Niederschlag, Magee sprang aber sofort wieder auf und stürzte sich wieder in den Kampf. In der siebenten Runde machte Magee nach einem weiteren Körpertreffer erneut Bekanntschaft mit dem Ringboden, der Niederschlag wurde jedoch nicht gewertet, da Referee Pete Podgorski einen Tiefschlag gesehen hatte. Bute wusste aber, dass sein Gegner angeschlagen war und erzielte noch einen weiteren Knockdown.

Bei Magee war ab diesem Zeitpunkt die Luft draußen, der zähe Nordire biss sich noch zwei weitere Runden durch, nach einem weiteren Uppercut in der zehnten, der diesmal an der Kinnspitze landete, hatte der Ringrichter genug gesehen und beendete den Fight.

Für Bute war es der sechste Knockout in seiner siebenten Titelverteidigung, der 31-Jährige könnte in seinem nächsten Kampf auf den wiedergenesenen WBC-Emeritus-Champion Mikkel Kessler treffen, der in Montreal als Co-Kommentator anwesend war.

Bute im Showtime Interview: „Ich möchte Showtime für diese Möglichkeit danken. Magee ist ein guter Fighter, er ist sehr zäh. Nach der vierten Runde merkte ich, dass die Körpertreffer funktionieren. Mein Trainer hat gesagt, ich soll sie öfter bringen. Wenn Mikkel Kessler fit ist, kämpfe ich gegen ihn. Ich kämpfe gegen jeden. Mein Traum ist es, in Las Vegas oder Madison Square Garden zu kämpfen.“

Kessler, der für Butes Leistung lobende Worte fand und in ca. drei Wochen wieder mit dem Sparring beginnen wird, sagte: „Ich bin mehr als bereit. Wenn man hier so nahe am Geschehen sitzt, möchte man sofort wieder in den Ring steigen.“

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5 Gedanken zu “Bute bleibt IBF-Weltmeister: TKO-Sieg gegen Magee in Runde zehn

  1. Hoffe, daß Kessler nach der längeren Pause dann wirklich einem Topfight gewachsen ist….in Normalform wäre er für mich haushoher Favorit gegen Bute. Hoffe, daß der Fight auf ARD übertragen wird.

  2. Kessler dürfte in einer guten Form wie etwa gegen Froch oder Calzaghe,Bute auspunkten oder durch Tko besiegen,sollte der Kampf gegen den Rumänen auch kommen so wird es sicherlich eine Schlacht,in dem M.Kessler der Favorit für mich ist.

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