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Bryan Vasquez gewinnt Titel dank schmeichelhaften technischen Punktsiegs

Im Kampf um den Interimstitel der WBA im Superfedergewicht setzte sich am Samstagabend in Costa Rica Bryan Vasquez hauchdünn und eher glücklich nach Punkten gegen den Nicaraguaner Rene Gonzalez durch. Vor heimischem Publikum hatte der 26-jährige anfängliche Schwierigkeiten, doch wurde von zwei der drei Punktrichtern vorne gesehen, als ein schwerer Cut bei Gonzalez in der fünften Runde zum vorzeitigen Ende führte.

Rene Gonzalez begann den Kampf aggressiver und im Vorwärtsgang, während Vasquez versuchte mit seinen etwas schnelleren Händen rasch in die Distanz zu gehen, Schläge abzufeuern, und dann wieder zurück zu weichen. Immer wieder ließ er dem Jab die rechte Gerade folgen, hatte damit jedoch noch nicht wirklich viel Erfolg. Stattdessen timte Gonzalez ihn schon früh in der ersten Runde gut und konterte seine Attacken stets gut ab, zumeist mit einem präzisen linken Haken zum Kopf. Und auch wenn Gonzalez die Aktionen initiierte hatte er Vorteile und kam klar durch, da Vasquez sich zu unbeweglich im Oberkörper zeigte. So sicherte sich der Nicaraguaner wohl auch die zweite Runde klar und die dritte Runde knapp, da es Vasquez nicht so richtig gelang mit seinem konstant eingesetzten Jab Gonzalez von sich fern zu halten.

Erst in der vierten Runde fand der Heimboxer besser in den Kampf, der auf einem ordentlichen Niveau und mit hohem Tempo geführt wurde. Der Favorit merkte nun, dass er etwas ändern musste und versuchte es nun kurzzeitig aus der Rechtsauslage heraus. Zwar wechselte er schnell wieder zurück, doch hatte jetzt damit Erfolg, dass er, sobald er in die Halbdistanz gelang, mehr in Kombinationen schlug als noch zuvor. Zudem bewegte er sich jetzt insgesamt besser durch den Ring, wich mehr Angriffen seines Gegners aus und hielt das Tempo etwas niedriger. Doch lange konnte er diese Strategie nicht mehr umsetzen, da die beiden Boxer bereits früh in Runde Fünf mit den Köpfen zusammen stießen. Gonzalez erlitt dabei einen Cut über dem linken Auge, der sofort stark zu bluten begann.

Der Ringarzt warf einen intensiven Blick auf die Verletzung und riet dann zum Abbruch. Die Punktkarten wurden zu Rate gezogen, wobei auch die angefangene fünfte Runde gewertet wurde, welche gerade einmal dreißig Sekunden gedauert hatte. Während ein Punktrichter es mit 48-48 unentschieden sah, hatten die anderen beiden Vasquez mit 49-46½ und 49½-47½ vorne.

Durch den Sieg gewann Vasquez den gleichen Titel, den er bereits Ende 2011 gegen Santos Benvaides hatte erringen können. Im Dezember 2012 hatte er ihn dann wieder verloren, als er Takashi Uchiyama um den regulären Titel herausgefordert hatte und in acht Runden gestoppt worden war. Insgesamt war es der zweiunddreißigste Sieg im dreiunddreißigsten Kampf für den Costaricaner. Rene Gonzalez verlor hingegen bereits zum sechsten Mal in seinem neununddreißigsten Profikampf. Für ihn war es der erste WM-Titelkampf gewesen.

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1 Kommentar

  1. Boxer44
    27. Oktober 2013 at 16:20 —

    Watn los? Ist euch Woge jetzt zu peinlich, um über seine “überraschende” Niederlage und das Schweine_ohr zu berichten?

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