Top News

Britischer Blockbuster: Joyce vs Dubois

Britischer Blockbuster: Joyce vs Dubois

Die Teams der britischen Schwergewichtler Daniel Dubois und Joe Joyce haben sich anscheinend geeinigt. So wie Box-Insider Mike Coppinger berichtet, soll der Kampf  zwischen ‚Dynamite‘ Dubois und ‚Juggernaut‘ Joyce am 18. April in der Londoner O2-Arena stattfinden.

Damit hat sich auch die Begegnung zwischen Joyce und dem Kroaten Filip Hrgovic erst einmal erledigt. Kalle und Nisse Sauerland hatten vor ein paar Tagen gepostet, dass ein Kampf zwischen Hrgovic und Joyce um die Europameisterschaft bestätigt sei.

Diese Information findet man mittlerweile auch auf den Internetseiten der European Boxing Union (EBU); „Nachrücker“ ist Marco Huck.

Quelle : www.boxebu.com
(Stand: 28.01.2020 – 18:53 Uhr MEZ)

Logisch nachvollziehen lässt sich das Ganze nicht. Immerhin hatte Huck mit seiner „MH Boxing“ das Recht, gegen Joe Jocye um den EBU-Titel zu boxen und das Ganze zu vermarkten, für 480.000 Euro ersteigert. Der Kampf zwischen Huck und Joyce sollte ursprünglich am 11. Januar 2020 in Hannover stattfinden, Huck brach sich aber kurz vor Weihnachten beim Training die rechte Hand.

Die Begegnung mit Joyce um den vakanten Europameistertitel der EBU wollte der ‚Käpt’n‘  zu einem späteren Zeitpunkt nachholen. Nun darf man gespannt sein, ob Huck durch die Absage von Joyce gegen Hrgovic antreten müsste – falls der Kampf denn zustande kommt.

Für die britischen Boxfans dürfte der Fight zwischen Joyce und Dubois ein Highlight sein, auch wenn die EBU der Bitte von Frank Warren, der beide Boxer promotet, die Begegnung als Europameisterschaft anzuerkennen, nicht nachgekommen ist.

Während der 22-jährige Dubois allerdings noch dabei ist, Anlauf für einen Angriff auf die Weltspitze zu nehmen, wird es für den 34 Jahre alten Joyce langsam eng. Die Bilanzen beider Boxer sehen allerdings mit 10-0-0 bei 9 KO-Siegen (Joyce) und 14-0-0 bei 13 Siegen durch KO (Dubois) gut aus. Ich persönlich könnte mir vorstellen, dass ‚Dynamite‘ Dubois sich gegen Joe Joyce durchsetzen kann.

Die Hoffnung vieler Boxfans, dass der Fight zwischen Joyce und Dubois auf der Undercard des Weltmeisterschaftskampfes zwischen Anthony Joshua und IBF-Pflichtherausforderer Kubrat Pulev stattfindet, wird sich aber nicht erfüllen.

Soweit bekannt hat die IBF auf Bitten von Joshuas Promoter Eddie Hearn die Frist für das Zustandekommen einer Vereinbarung zwischen den Lagern der beiden Boxer verlängert. Nun müssen sich die Parteien bis zum 14. Februar einigen. Nach Ablauf der Frist findet eine Purse Bid statt. Der Kampf selber wird dann – so Eddie Hearn – Ende Mai oder Anfang Juni in Großbritannien stattfinden.

Fraglich ist immer noch, was mit Joshuas WBO-Titel passiert, wenn ‘AJ’ zuerst gegen Kubrat Pulev antritt. Möglicherweise wird die WBO Joshua den Weltmeisterstatus aberkennen und den Titel neu ausboxen lassen. Als Anwärter gelten Oleksandr Usyk und Joseph Parker.

Nachdem Eddie Hearn in einer TV-Talkshow jüngst noch einmal die Idee eines zweiten „Rumble in the Jungle” im Kongo erwähnt hat, wird das im Laufe der kommenden Tage vermutlich ein großes Rauschen im Blätterwald nach sich ziehen.

Boxen.de hatte sich bereits Ende des vergangenen Jahres mit dem Thema beschäftigt (KLICK): unrealistisch!

Voriger Artikel

Eddie Hearn setzt auf Saudi-Arabien

Nächster Artikel

Jarrell Miller jetzt bei Top Rank

7 Kommentare

  1. 29. Januar 2020 at 09:41 —

    Wenn man sich den ganzen Mist reinpfeift, der im Boxgeschäft ausserhalb des Rings stattfindet, könnte man tatsächlich zu der Erkenntnis kommen, dass Boxen kein Wettkampfsport, sondern ein nur perfekter Wettsport sein soll!

    Mir tut es für die Athleten leid, welche diesen Kampfsport von der Pike auf gelernt haben, um sich weltweit mit den Besten in einem Wettkampf zu messen. Sie sind nur noch moderen Gladiatoren, welche in der Arena verheizt werden!

    • 29. Januar 2020 at 17:10 —

      tja. das ist nicht erst seit gestern so.

      es geht lange nicht mehr um den sport, sondern nur darum so gut es geht geld zu machen.

    • 30. Januar 2020 at 01:41 —

      Und in welcher professionalisierten Sportart ist das nicht so?

      Aktuelles Beispiel:
      In 3 Tagen steht der Superbowl an.
      Für viele das größte “Sport”-Ereignis des Jahres…

      • 30. Januar 2020 at 07:01 —

        Nein, im Football ist das etwas ganz anderes; denn die spielen im Ligabetrieb. Die Spiel/Kampfansetzungen sind daher nicht willkürlich.

        Über den Sieg einer Manschaft entscheidet auch kein “Gremium”, welches in regelmäßigen Abständen doch recht abstruse Entscheidungen trifft.

        Das man mit Sport Geld verdienen möchte, ist das ein, aber das was im Boxen geschieht, ist etwas ganz was anderes!

        • 30. Januar 2020 at 14:59 —

          Also mir tun eher technisch versierten Künstler aus den unteren Gewichtsklassen leid, die verhältnismäßig für Peanuts eine Schlacht nach der anderen schlagen müssen. Während diese untalentierten Fettsäcke/Bodybuilder im Schwergewicht den Hals nicht vollkriegen können.

Antwort schreiben