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Bricht Canelo mit Oscar De la Hoya?

Bricht Canelo mit Oscar De la Hoya?

Auch wenn ‚Mr. Golden Boy Promotion‘ bislang immer wieder versicherte, dass er und Saul Alvarez „auf der gleichen Seite“ wären, scheint das Verhältnis zwischen Canelo und De la Hoya getrübt zu sein.

Schon Anfang August hatte es erste Anzeichen gegeben, als die IBF Canelo den Weltmeistertitel entzog. Alvarez bezog danach öffentlich Stellung und schrieb, er sei vom Golden Boy-Matchmaker nicht vollständig informiert worden und deswegen am Titelverlust ohne Schuld. De La Hoya behauptete daraufhin, Alvarez habe falsche Informationen bekommen und zwar von Quellen außerhalb von Golden Boy: „Die Leute versuchen, unsere Geschäfte und unsere Beziehung zu sabotieren, (…) aber wir sind immer noch Golden Boy und am Ende des Tages bekommen wir, was wir wollen.“

Nicht ganz klar ist allerdings, wen De la Hoya so ganz genau mit diesem „wir“ meint. Denn während Alvarez sich mehrfach gegen einen dritten Kampf mit Gennady Golovkin ausgesprochen hat, behauptet der Golden Boy-Chef nach wie vor: „Sie werden Canelo und GGG nächstes Jahr auf jeden Fall kämpfen sehen.“ Im Interview mit der Los Angeles Times nannte De La Hoya sogar schon zwei mögliche Termine: „Es könnte im Mai oder September sein, aber dieser Kampf wird stattfinden.“

Darauf angesprochen antwortete Canelo Alvarez: „Oscar sagt viele Dinge, die keinen Sinn ergeben.”

Canelo Alvarez scheint allerdings nicht der einzige Golden Boy-Boxer zu sein, der Probleme mit De La Hoya hat. Auch Leichtgewichtler Ryan Garcia und sein Promoter ziehen anscheinend nicht am gleichen Strang. Der 21-jährige Garcia sollte eigentlich am vergangenen Samstag auf der Undercard von Jaime Munguia vs Patrick Allotey gegen Avery Sparrow kämpfen. Der wurde aber noch vor dem Wiegen am Freitag festgenommen, weil ein Haftbefehl wegen häuslicher Gewalt gegen ihn vorlag.

Laut Chris Mannix von DAZN hatte Golden Boy-Präsident Eric Gomez daraufhin behauptet, Romero Duno stünde als Ersatzkämpfer bereit, Garcias Lager wolle aber nicht gegen Duno boxen, weil „Duno zu hart ist”.

 

Garcia postete daraufhin das folgende Statement bei Instagram

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Auf Deutsch sinngemäß:
„Ich poste dies, um alles zu klären! Ich hatte keine Ahnung, dass es für Avery einen Haftbefehl gab. Nach dem Wiegen gab es aber kein Angebot, gegen Romero Duno zu kämpfen. (…) Ich wurde wie Scheiße behandelt und hätte dafür nur Peanuts bekommen.   (…) Es war eine Lüge, dass ich Angst hatte, gegen Duno zu kämpfen!“

 

Chris Mannix gegenüber soll Ryan Garcia gesagt haben: „Mir wurde Duno nie angeboten. Niemand sagte, dass sie einen Ersatz hatten. Niemandem in meinem Team wurde Duno angeboten. Das war eine totale Lüge. Sie haben mir Erdnüsse angeboten. Sie haben einen Weg gefunden, mich dazu zu bringen, gegen Duno zu kämpfen. Golden Boy wollte dies von Anfang an. Dies ist ihr Fehler, nicht meiner. Wenn das Geld stimmt, bin ich bereit, gegen Duno zu kämpfen.”

Garcia scheint also zu vermuten, dass De la Hoya ihn sozusagen vorsätzlich für „kleines Geld“ gegen einen gefährlicheren  Gegner habe antreten lassen wollen: „Mein Promoter hat sehr unprofessionell gehandelt und Dinge gesagt, die falsch waren. Ich bin ein Kämpfer und habe keine Angst, gegen jemanden zu kämpfen! Mein Team hat versucht, einen angemessenen Betrag auszuhandeln, um die Show zu retten, aber mein Promoter hat wenig Interesse an meiner Karriere gezeigt.“ beschwerte sich  ‚The Flash‘.

Für De la Hoya scheint das Thema keines mehr zu sein. Garcia habe „zu viele Leute im Ohr“ sagte der Promoter bei DAZN: „Wir können ihm eine Menge Geld einbringen und wir haben ihn zu einem Superstar gemacht.“

Zumindest zwischen Ryan Garcia und Golden Boy Promotions scheinen die Probleme inzwischen gelöst zu sein. Garcia unterschrieb einen mehrjährigen Vertrag und wird nun tatsächlich gegen Romero Duno antreten: am 2. November auf der Undercard von Canelo Alvarez vs Sergey Kovalev.

Trotzdem trat De la Hoya in einem Interview noch kurz nach, auch wenn er dabei Garcias Namen nicht fallenließ: „Ich war ein Kämpfer”, sagte der 46-jährige: “Geld war für mich kein Thema. Niemals. Ich habe viel Geld verdient, aber das Kämpfen war immer das Wichtige für mich. Aber ich denke, die Boxer heute sind nicht mehr so. Etwas ändert sich und das ist irgendwie traurig.”

Saul Alvarez dürfte unter anderem durch den Vertrag, den Golden Boy 2018 vor 11 Monaten mit der Streamingplattform DAZN abgeschlossen hat, noch mindestens vier Jahre lang an Golden Boy Promotions gebunden sein. Allerdings scheint sich der 29-jährige mit Matchroom Boxing-Boss Eddie Hearn weit besser zu verstehen, als mit Oscar De la Hoya. Und wie sagte der so schön: “Geld war für mich kein Thema.(..) Aber ich denke, die Boxer heute sind nicht mehr so.”

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