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Brian Rose sichert sich WBO-Titelkampf durch schmeichelhaften Sieg über Javier Maciel

In einem unterhaltsamen WBO-Eliminator im Halbmittelgewicht setzte sich am Samstagabend Brian Rose in Sheffield gegen Javier Francisco Maciel durch. Der 28-jährige Brite gewann hauchdünn und etwas glücklich nach Punkten. Javier Maciel schien insgesamt den Sieg mehr verdient zu haben, nachdem er in der Mehrzahl der Runden die härteren Treffer gelandet hatte und Rose zwei Mal auf wackligen Beinen gehabt hatte. Rose hielt jedoch couragiert dagegen, sicherte sich durch seine boxerische Überlegenheit auch einige Runden und darf sich nun auf einen WM-Kampf freuen.

Brian Rose versuchte von der ersten Sekunde an seinen Jab zu etablieren, der auch immer wieder sein Ziel fand, während Maciel Lücken in Roses Deckung suchte und dann vornehmlich in Kombinationen schlug. In der Auftaktrunde verbuchte Rose insgesamt leichte Vorteile, da Maciel höchstens ein paar Mal gut zum Körper durch kam, doch in der zweiten Runde drehte Maciel dann ein wenig mehr auf. Er nutzte seine leichten Schnelligkeitsvorteile aus und hatte vor allem dann Erfolg, wenn er die Distanz ein wenig verkürzen konnte. Besonders mit dem rechten Aufwärtshaken als auch weiterhin mit den Körperschlägen bereitete er Rose jetzt deutlich mehr Probleme als noch in Runde Eins.

Maciel wuchs nun langsam in seine Favoritenrolle herein und demonstrierte auch seine überlegene Schlagstärke. Eine starke Offensivphase zu Beginn der dritten Runde fügte Rose, der dem Ratschlag seiner Ecke sich mehr zu bewegen, noch nicht ganz folgen konnte, bereits Schaden an der Nase zu. Roses einzige Waffe neben gelegentlichen rechten Geraden war weiterhin der Jab, der Maciels Rhythmus zwar immer mal wieder unterbrach, aber insgesamt nicht so viel Schaden ausrichtete wie die härteren Schläge des Argentiniers. Auch die vierte Runde begann Maciel wieder sehr stark und sorgte mit einem harten Aufwärtshaken für Aufsehen. Zwar entschied er die Runde erneut für sich, doch wieder ließ er gegen Ende stark nach und ließ Rose aufkommen.

Wenn Maciel ein hohes Tempo ging, bestimmte er den Kampf, doch wenn er nur Einzelschläge abfeuerte, wie zu Beginn der fünften Runde, wirkte er oft zu unpräzise und gab Rose die Gelegenheit technisch sauberer zu kontern. Aber insgesamt machte Maciel den Kampf, preschte nach vorne, schlug deutlich mehr und traf härter, so dass auch die fünfte und sechste Runde an ihn gingen. Er schien Rose langsam zu zermürben und trotz des hohen Tempos keineswegs selber zu ermüden. Auch in der siebten Runde trieb er Rose mit harten Körpertreffern und Aufwärtshaken vor sich, und schluckte Roses regelmäßige präzise Konter ohne mit der Wimper zu zucken.

Zu Beginn der achten Runde landete Maciel dann plötzlich den besten Schlag des Kampfes. Eine lange rechte Gerade zum Kopf ließ Rose kurz wackeln und sich dann hinter seiner Deckung verschanzen. Maciel setzte nach und ließ Dutzende von Schlägen fliegen ehe Rose sich zwanzig Sekunden später zum ersten Mal wieder wehrte. Der Brite landete einen guten Konter, der Maciels Offensive verstummen ließ, zumal er sich ein wenig zu sehr verausgabt zu haben schien. Rose bestimmte den Rest der Runde recht deutlich und hatte auch in Runde Zehn weiterhin klare Vorteile. Maciel schien plötzlich aus dem letzten Loch zu pfeifen und kaum mehr Energie zu haben um Kombinationen abzufeuern.

Der Vorsprung des Argentiniers auf den Punktkarten schrumpfte nun schnell, zumal ein paar frühe Runden eng gewesen waren und auch an den Heimboxer Rose hätten gehen können. Keiner der beiden Boxer konnte jedoch der ruhigeren zehnten Runden seinen Stempel aufdrücken, bevor es Maciel in der elften Runde erneut gelang Rose durchzuschütteln. Nach einer rechten Geraden zum Kopf stolperte der Brite ein wenig zurück, und Maciel legte noch einmal alles in den Versuch den Abbruch zu erzwingen. Rose verschanzte sich jedoch gut hinter seiner Deckung und überstand den Zwischenspurt des Argentiniers um in der letzten Minute sogar wieder selbst die Oberhand zu gewinnen. In den letzten drei Minuten des Kampfes machte der extrem erschöpfte Maciel noch einmal etwas mehr und schien damit insgesamt genug getan zu haben um sich den Sieg zu verdienen.

Die Punktrichter sahen dies jedoch anders. Während einer Maciel mit 115-113 vorne sah, erklärten die anderen beiden Rose mit 116-113 und einem sehr fragwürdigen 117-111 zum Sieger. Rose sicherte sich damit die Chance um den WBO-Titel zu boxen. Dieser ist momentan noch vakant und wird in zwei Wochen zwischen Demetrius Andrade und Vanes Martirosyan ausgefochten. Brian Rose verbesserte seinen Kampfrekord durch den Sieg auf 25 Siege bei einer Niederlage und einem Unentschieden. Javier Francisco Maciel hingegen verlor zum dritten Mal in seinem dreißigsten Kampf als Profi.

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2 Kommentare

  1. SergioMartinez
    26. Oktober 2013 at 22:38 —

    hast volkommen recht so eine Vera.sche ich rege mich tierisch auf!!!!!!!!!

  2. iktpQ
    26. Oktober 2013 at 22:47 —

    Ich hab auf Rose getippt und geschrieben das Maciel beschissen wird.. wie wärs mit Extrapunkten? 😀

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