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Brian Carlos Castano vs Erislandy Lara – WBA-Titelkampf in New York

Fast ein Jahr ist es jetzt her, dass der Kubaner Erislandy Lara gegen Jarrett Hurd um den WBA-Superchamp Gürtel und die Titel der Verbände IBF und IBO im Superweltergewicht gekämpft hat. Er unterlag damals knapp nach Punkten mit 114:113 und 2x 113:114. Dabei ging er in Runde 12 nach einer Linken zum Kopf zu Boden, sonst wäre es ein Unentschieden geworden.

Nun soll es am Samstag im Barclays Center New York zwischen Lara und dem Argentinier Brian Carlos Castano um den regulären WBA-Titel gehen. Zu gut deutsch gesagt: Gekämpft wird um den WM-Titel zweiter Klasse. WBA-Superchamp ist nach wie vor Jarrett Hurd, der seinen Gürtel zuletzt im vergangenen Dezember gegen Jason Welborn mit einem KO 4 Sieg verteidigte. Eigentlich wäre bei dem knappen Ergebnis zwischen Lara und Hurd ein Rematch denkbar gewesen, aber dazu kam es nicht. Wenn Lara einen zweiten Kampf gegen Hurd erzwingen will, dann muss er den regulären Titel holen und dann darauf warten, bis die WBA einen Kampf zwischen Superchamp und regulärem Weltmeister anordnet.

Was kann man von dem Kampf am kommenden Samstag erwarten? Wie sind, zumindest rein theoretisch, die Siegchancen verteilt? Man kann wohl ruhigen Gewissens sagen, dass Lara als Favorit in diesen Kampf geht. Wenn er etwas mutiger ist als gegen Hurd und sich gleichzeitig vor Castanos Powerschüssen schützen kann, sollte er einen guten Punktsieg einfahren können. Der Argentinier ist zwar ungeschlagen, aber seine bisherige Gegnerschaft war nicht gerade die erste Garde. Dieser Herausforderer ist die erste echte Herausforderung für den Argentinier. Lara hat eine weit aus bessere Kampferfahrung und stand schon mit ganz anderen Kalibern im Ring als der Gaucho. Ein Sieg des Argentiniers wäre eine Überraschung und vorläufig das boxerische Ende des „American Dream“ von Lara. Er hätte es schwer, sich mit seinen 35 Jahren noch einmal in Position für einen Titelshot zu bringen.

Nicht weniger interessant dürfte der Undercard-Kampf im Schwergewicht zwischen dem kubanischen „King Kong“ Luis Ortiz und dem Hamburger ECB-Boxer Christian Hammer werden. Hier muss man sich darüber im klaren sein, was die Mission von Hammer ist. Besonderes große Siegchancen dürfte er nicht haben. Nüchtern betrachtet wird es wohl darauf hinaus laufen, sich möglichst gut zu verkaufen und eine gute Börse zu verdienen. Es ist das gleiche Spiel wie 2017 gegen Alexander Povetkin. Damals überraschte Christian Hammer damit, über die vollen 12 Runden zu kommen und dabei obendrein besser abzuschneiden, als man es ihm zugetraut hätte. Ob Ortiz ihn 12 Runden lang „überleben lässt“ muss man abwarten. Auf jeden fall „Daumen hoch“ für Christian Hammer, dass er sich Luis Ortiz stellt.

Hier als Vorgeschmack auf die Kämpfe am nächsten Samstag noch einmal ein paar Szenen aus Hurd vs Lara und der Kampf zwischen Povetkin und Hammer:

 

 

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