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Boxwochenende 13. und 14. Mai: Die restlichen Ergebnisse

Chris Arreola ©Claudia Bocanegra.

Chris Arreola © Claudia Bocanegra.

Freitag, 13. Mai

Tom Dallas UD Zack Page

Das ungeschlagene britische Schwergewichtler Tom Dallas erhielt gegen den amerikanischen Journeyman Zack Page ein verfrühtes Geburtstagsgeschenk. Dallas kam mit dem unorthodoxen Stil des Amerikaners nicht zurecht und verlor nach Meinung der Meisten fünf von acht Runden. Der Referee und einzige Punktrichter Ian John-Lewis hatte aber Dallas mit 78-76 vorne. Dieser umstrittene Sieg hat gezeigt, dass Dallas noch nicht auf dem Level der anderen britischen Schergewichtstalente wie Dereck Chisora, Tyson Fury und David Price angekommen ist.

Kendall Holt TKO3 Julio Diaz

Der ehemalige WBO-Halbweltergewichts-Weltmeister Kendall Holt konnte im Hauptkampf von Friday Night Fights einen eindrucksvollen Sieg gegen den ehemaligen Leichtgewichts-Champion Julio Diaz feiern. Diaz war von Anfang an für den linken Haken anfällig, und bereits in der dritten Runde erwischte es ihn voll. Diaz war zwar vor zehn wieder auf den Beinen, wirkte aber verteidigungsunfähig und wurde aus dem Kampf genommen. Holt kommt mit diesem Sieg seinem Ziel einer weiteren WM-Chance einen guten Schritt näher, Amir Khan, der für seine Titelverteidigung am 23. Juli noch ohne Gegner dasteht, sollte Holt ernsthaft in Betracht ziehen.

Seth Mitchell TKO1 Evans Quinn

Der ehemalige Linebacker Seth Mitchell feierte gegen Evans Quinn den 22. Sieg im 23. Profikampf und etabliert sich langsam als vielversprechendstes amerikanisches Schwergewichtstalent. Quinn ging bereits nach 30 Sekunden zu Boden und schien nicht mehr weitermachen zu wollen. Referee Joe Cortez brach daraufhin den Kampf ab.

Samstag, 14. Mai

Cristian Mijares UD Carlos Rueda

Superfliegengewichts-Weltmeister Cristian Mijares bestritt gegen Carlos Rueda eine relativ mühelose erste Titelverteidigung seines IBF-Titels. Mijares setzte seine Ringintelligenz und boxerischen Fähigkeiten ein und gewann beinahe jede Runde (120-108, 120-108, 118-110). Größtes Manko bei Mijares bleibt die mangelnde Schlagkraft.

Chris Arreola TKO3 Nagy Aguilera

Der ehemalige WM-Herausforderer Chris Arreola präsentierte sich mit 106,1 kg in der der besten Form seit beinahe vier Jahren und deckte sein Gegenüber Nagy Aguilera ab der ersten Runde mit Schlagserien an den Seilen ein. Aguilera kam zwar ebenfalls einige Male durch, Arreola marschierte aber einfach durch dessen Schläge hindurch und nagelte Aguilera in der dritten Runde an den Seilen fest. Nachdem Aguilera einige schwerste Treffer kassierte hatte, ging der Ringrichter Raul Caiz Jr. dazwischen und beendete den Kampf. Ein Arreola in deartiger Form könnte in der Schwergewichtsszene durchaus wieder ein ernstzunehmender Faktor werden. Besonders interessant wären Duelle gegen Leute wie Robert Helenius, Denis Boytsov oder Alexander Povetkin.

Dominik Britsch TKO Delray Raines

Sauerland-Mittelgewichtshoffnung Dominik Britsch kam bei seinem zweiten Amerika-Auftritt im Vorprogramm von Ward vs. Abraham mit dem kurfristig eingesprungenen Ersatzgegner Delray Raines von Anfang an recht gut zurecht und schickte den Amerikaner bereits in der zweiten Runde zu Boden. Raines wurde aber vom Ringgong gerettet. Auch in den nächsten beiden Runden gelangen Britsch Niederschläge, Raines wurde aber kurioserweise erneut vom Gong gerettet. In der fünften Runde gelang Britsch mit einer 1-2 Kombination ein weiterer Knockdown, der Ringrichter Ray Balewicz hatte zu diesem Zeitpunkt genug gesehen und brach den Kampf ab. Britsch nach dem Kampf: “Ich bin natürlich sehr glücklich. Der Abschluss war gut. Ich bin bisschen schwer in den Kampf reingekommen. Er war schwerer und hat auch Druck gemacht. Kompliment an meinen Gegner, dass er sich so viele Schläge gefangen hat.”

Travis Walker UD Alonzo Butler

Travis Walker konnte sich mit einem Mehrheitsurteil (94-89, 96-92, 93-93) gegen Alonzo Butler die vakante amerikanische Meisterschaft im Schwergewicht sichern. Für Walker war es der 36. Sieg im 43. Profikampf.

© adrivo Sportpresse GmbH

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21 Kommentare

  1. Nessa1978
    15. Mai 2011 at 18:03 —

    Fand die Vorstellung von Arreola bärenstark. War sehr beweglich und die Schläge kamen sehr gut. So erhöhen sich die Chancen für seine Zukunft

  2. bill the butcher
    15. Mai 2011 at 18:47 —

    Sehe ich genauso!
    Arreoloa hat mir sehr gut gefallen ! In dieser Form und mit diesem Gewicht kann er meiner Meinung nach mit den oben genannten Schwergewichten auf alle Fälle mithalten!

  3. Der Abaner aus .....
    15. Mai 2011 at 19:02 —

    Sehe ich absolut anders!
    Arreola hatte schwachen fetten und unbeweglichen gegner und die schläge von arreola total unpräzise und der war viel zu offen…glaubt mir der ist schlecht

  4. liston
    15. Mai 2011 at 19:25 —

    fand’s auch nicht beeindruckend. von präzision keine spur, wilder schlaghagel, niveau wie am dienstag abend auf eurosport.

  5. HamburgBuam
    15. Mai 2011 at 20:29 —

    Falls es euch noch nicht aufgefallen ist: Genau das macht Arreola aus! 😉

  6. Tom
    15. Mai 2011 at 22:15 —

    Arreola ist ein wilder Schläger,sonst nichts!Aguilera war als Opfer eingekauft worden.

    Wenn Arreola in den Mann geht und seine wilden Schwinger zum besten gibt ist er offen wie ein Scheunentor,aus dem wird nie etwas Großes!

  7. groovstreet
    15. Mai 2011 at 22:49 —

    Arreola hat einen besseren kampf abgeliefert als Arthur. Viele machten negative aussagen über Arreola aber ich finde den ganz stark in hw. und durch aus einer der besten in der welt nach klitschkos..

  8. gigantus 1
    15. Mai 2011 at 22:52 —

    ja aber arreola hat heftige treffer abbekommen war auch dann voller blut im gesicht und ziemlich geschwollen. so kannst du nur gegen einen schwachen boxen aber gegen einen besseren mann hätt er ziemlich klar verloren, der war zum teil total ausgepowert nach den wilden kombinationen und hat immerwieder fäuste zuwischen bekommen. mir hat er nicht gefallen das einzige was positiv war, war sein mut einen schwächeren mann schnell zu besigen nicht so wie die klitschkos zehn runden abzuwarten

  9. groovstreet
    15. Mai 2011 at 22:55 —

    Erst heiß es immer wir wollen eine prügelei sehen wo man sich nicht schenkt. und wenn einer kommt wie Arreola und den job macht dann fangen die leute an zu behaupten dass es scheise war, wie zb keine präzision etc…alter
    man muss selber einmal im ring gestanden haben um es wahrzunehmen was da abgeht,
    Egal wie Arreola ist, ich weiß nur ich habe den kampf gesehn und es hat mir spaß gemacht zuzuschauen und dafür danke ich ihm dass er so einen kampf abgeliefert hat..

  10. gigantus 1
    15. Mai 2011 at 23:05 —

    bring zwei gleich starke kneipenschläger, die schlagen 10 stunden wild aufeinander.

    das ist nicht der sinn an der sache. es kommt immer auf ein bestimmtes niveau an. wenn beide eine offen boxen aber ein hohes niveau haben ist es was anderes als wenn man wild drauf einschlägt bis der andere irgendwann aufgibt und der andere sowieso nicht gut genug boxen kann

  11. Der Abaner aus .....
    15. Mai 2011 at 23:35 —

    zu groovstreet
    Aber was die abgeliefert hatten das hat nicht viel mit boxen zu tun… und arreola würde gegen viele europäische schwergewichtler untergehen wioe z.b boytsov,chagaev,dimitrenko usw oder sogar gegen einen helenius hehe… wir werden bald sehen aber meine prognose ist das er kein guter boxer ist und es nie wird…

  12. Peddersen
    16. Mai 2011 at 09:21 —

    Wer auf solche Art Boxen steht, wurde ausreichend bedient. Für mich jedoch war dieser Kampf und Arreolas Style alles andere als sehenswert. Boxen stelle ich mir anders vor. Wo ist da die Taktik? Arreolas einzige Taktik besteht darin, seinen Gegner mit wilden, unkoordinierten Schlaghageln zu überrennen. Eine andere Taktik hat er nicht.
    Wo die Ästhetik? Von Kombinationen kann bei dieser Prügeltaktik keine Rede sein. Seine Hände kamen unpräzise. Etwa jede fünfte Hand traf, die anderen landeten auf die Deckung oder flogen sonstwo hin. Boxästhetik ist was anderes.
    Wenn ich jetzt noch den Gegner betrachte, ängstliches, unbewegliches Ziel und traf Arreola trotzdem nach Belieben, dann kann Arreola von mir bestenfalls die (Schul-)Note 4 bekommen. Wenn hier im Artikel von ernstzunehmender Faktor in der Schwergewichtsszene die Rede ist, dann kann ich nur sagen: absolute Fehleinschätzung!

  13. Peddersen
    16. Mai 2011 at 09:32 —

    Britsch hat ne recht passable Leistung geliefert. Sein linker Haken ist gut, kam gut und kam auch häufig. Schön, dass es auch Boxer gibt, die auch den Körper seines Gegners als Trefferfläche wahrnehmen! Die Rechte kam zu wenig. Die Rchte kan gut, war sehr effektiv, kam aber zu wenig. Im Oberkörper war er meines Erachtens ein bisschen steif. Liegt aber an der Doppeldeckung, die offensichtlich das A und O bei Wegner zu sein scheint.
    Der Gegner war schlecht. Obwohl er im Vorwärtsgang war, konnte er Britsch nicht unter Druck setzen. Um Britschs Leistung wirklich einschätzen zu können, müsste man ihn aber unter Druck agieren sehen. Es wird Zeit, dass er mal einen vor die Fäuste bekommt, der ihn mehr fordert.

  14. Nessa1978
    16. Mai 2011 at 09:57 —

    @Peddersen

    Natürlich fehlte da die Technik, aber die hatte Arreola noch nie. Im Fight gegen Klitschko hatte er 118kg. Das waren am Samstag also knapp 12kg weniger, was ihn deutlich beweglicher gemacht hat. Auch ich hab gesehen, daß er extrem offen ist. Durch die gewonnene Beweglichkeit, ist sein Stil aber deutlich gefährlicher.

  15. Sugar
    16. Mai 2011 at 09:58 —

    @ Peddersen

    Zwei sehr gute Kommentare und Einschätzungen,dem kann ich nur beipflichten!

  16. Peddersen
    16. Mai 2011 at 10:23 —

    Nessa

    Ist alles richtig, was du sagst. Er ist physisch besser drauf gewesen. Das reicht aber nicht, um das, was ich geschrieben hab, auch nur um ein Gran zu ändern.
    Um da oben mitmischen zu können, muss er deutlich mehr zeigen als prügeln. Habe einige Kämpfe von ihm gesehen. In diesem hier hat er nichts neues gezeigt, um sagen zu können, da kommt noch mehr, da ist noch was. Es ist sein Style. Er wird sich techtnisch nicht mehr verändern/verbessern. Will ihn nicht schlecht machen. Find ihn sypathisch. Hat´n großes Boxerherz. Aber, für die zweite Reihe reicht´s aus, für die erste nicht.

  17. groovstreet
    16. Mai 2011 at 12:23 —

    Der Albaner aus..
    also der ist mit sicherheit kein exzellenter boxer aber das sinds boytsov, chagaev, dimitrenko auch nicht, und Helenius ist meiner meinung nach momentan ziemlich unreif abgesehn davon dass er einen starken punch hat. Ich denke im boxen kann alles passieren von daher, schließe ich nicht aus dass ein Arreola boytsov, chagaev, dimintrenko und helenius ausknocken kann. Hauptsache er kontert und feuert schläge, was vile boxer heute zutage einfach nciht tun, und wenn er durchkommt dann ist die geschichte zu seinem günsten…

  18. Peddersen
    16. Mai 2011 at 12:41 —

    Arreola kann kontern?? Hab ich noch nicht gesehen.

  19. groovstreet
    16. Mai 2011 at 14:07 —

    dann rate ich dir schau dir mal den kampf von sonntag an. Da wirst du erkennen, dass er in die schlägen reingeht, abkriegt und selbst zuteilt.

  20. Peddersen
    16. Mai 2011 at 14:14 —

    Das ist kein Konterboxen, groov!!!

  21. marmanki
    17. Mai 2011 at 10:57 —

    arreola hofft doch nur das gaye gewinnt, weil er weiss das er gegen klitschkos wieder den hintern versohlt bekommt…egal gegen welchen… der ist limitiert und nur gut gegen leute die stehen bleiben.

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