Boxsport-Telegramm vom 10. Februar 2022

+++ Am 16. April soll es in Arlington im Weltergewicht zu einem WM- Vereinigungskampf zwischen Errol Spence jr (WBC) und Jordanis Ugas (WBA) kommen. Ohne Zweifel ist das ein weiterer Höhepunkt im Boxsportkalender 2022. Wer aus diesem Kampf als Sieger hervorgeht, ist gewiss nur spekulativ absehbar. Keith Thurman, der im Weltergewicht wieder ganz vorne mitmischen will, sagte dazu auf seinem Facebook-Account:

„Spence gegen Ugas ist ein großartiger Kampf. Meister gegen Meister. Zwei „top dogs“, die um den Spitzenplatz kämpfen. Ich denke, dass Spence Ugas an Kraft übertrifft, aber Ugas hat eine gute Verteidigung und einen gutes Distanzgefühl. Beide sind große 147-Pfünder mit großartigen Fähigkeiten, und es wird darauf ankommen, wer den Kampf wirklich am meisten will.
Ich freue mich auf diesen Kampf und würde gerne später in diesem Jahr gegen den Sieger kämpfen, denn die Weltergewichtsklasse steht in Flammen. Möge der beste Mann gewinnen.“ +++

+++ Amanda Serrano, die am 30. April im MSG gegen die Irin Katie Taylor um 4 WM-Gürtel im Leichtgewicht kämpfen will, hat vorgeschlagen den Kampf nach Männerregeln durchzuführen. Sie hat offenbar kein Problem damit über 12 Runden je 3 Minuten zu gehen. Ganz anders sieht es Taylor, die meint der Kampf wäre „ikonisch“ genug. Ob Serrano ihrer Gegnerin nur Angst machen will oder ob sie es ernst meint, sei erst einmal dahingestellt. Die Forderung einiger Spitzenboxerinnen nach 12 Runden-Kämpfen ist zwar nicht neu, aber zumindest der Verband WBC ist bisher strikt dagegen. +++

Hier ein paar Eindrücke von einer Pressekonfrenz zu diesem Top-Frauenkampf:

+++ Der Verband WBA hat eine Verteidigung des regulären Titels im Schwergewicht anberaumt. Der momentane Gürtelhalter Trevor Bryan muss den Titel gegen WBA-Interim-Champ Daniel Dubois verteidigen. Man kann gespannt sein, wer die Austragungsrechte für diesen Kampf bekommt und wo er dann stattfinden wird. Beide Parteien sollen bis zum 28. Juli gegeneinander antreten. +++

+++ Für Canelo Alvarez gibt es 2022 zwei Kampftermine. Am 7. Mai soll es gegen Dimitry Bivol gehen und im September wird es dann wohl doch zum dritten Kampf gegen Golovkin kommen. Der dann bereits 40-jährige „GGG“ muss zuvor einen Kampf gegen Murata gewinnen, genau so wie Canelo seinen Kampf gegen Bivol. Internetberichten zufolge hat Canelo für diese beiden Kämpfe einen 85 Millionen Dollar – Deal mit DAZN geschlossen. Letztendlich wohl locker verdientes Geld für Canelo. Warum er nicht mal gegen einen richtigen Gegner wie Beterbiev antritt, sollte auf der Hand liegen. +++

20 Gedanken zu “Boxsport-Telegramm vom 10. Februar 2022

  1. Canelo und sein Team sind echt schlau…..
    Sie wissen ganz genau, dass Dimitry Bivol zu schlagen ist und Sie kein Risiko eingehen.
    GGG ist nicht mehr der Selbe ist ja auch kein wunder mit 40.Jahren.
    Den ersten Kampf hat er klar Gewonnen…..
    Beim 2 Kampf, war es sehr eng…. Für mich ein unentschieden.

    Außerdem ist GGG sehr lange inaktiv gewesen…. Canelo war sehr Aktiv und wurde viel besser.

    Canelo wird ihn dieses mal Zerstören…..
    Er ist einfach zugut geworden ….

  2. Canelo vs GGG 3 braucht aus sportlicher Sicht kein Mensch.
    Golovkins Taktik ist in der Regel immer die gleiche: Druck machen, nach vorne gehen, Treffer kassieren und den Gegner zermürben.
    Alvarez lässt sich aber nicht zermürben, geht nicht runter und kontert. Was soll Golovkin also machen ?

  3. Früher war GGG schnell hatte einen sehr guten Jap…
    Außerdem konnte GGG Sehr gut Kontern und hatte gute Reflexe..
    Er war ein Guter Techniker….
    Aber jetzt hat er nicht mehr diese Reaktionen und dadurch wurde alles halt schlechter JAp usw…

    Selbst seine Schlagkraft hat nachgelassen….

    Viele Denken immer nur, GGG konnte nur Zermürben usww..
    Das ist nicht war ….
    ICh hab mir all seine Kämpfe angeguckt …..
    Er war ein Kompletter fighter ….

    Mit der Zeit hat man halt gesehen, dass Sein Körper seine Grenzen langsam erreicht ist ja auch normal .. fast 400 Amateur Kämpfe und über 40 Profi Kämpfe …

    Dadurch wollte er halt alles mit der Brechstange klären und versuchen sich so die Siege zuholen ….

    Aber mit Canelo wird das nicht mehr klappen

  4. Laut Eddy Reynoso ist der Deal mit DAZN/matchroom noch nicht 100 % sicher, es wird auch noch mit PBC verhandelt.

    Und man kann Alvarez teilweise wirklich für seine Gegnerwahl, bzw. den Zeitpunkt, wann er seine Gegner geboxt hat, kritisieren, aber Bivol ist ein hervorragender Gegner. Er ist 31, in seiner Prime, technisch ein Top-Fighter, vermutlich nach Beterbiev die # 2 im LHW. Da gibt es imo nichts zu meckern. Charlo wäre auch gut. GGG ist natürlich durch, aber das ergibt natürlich finanziell am meisten Sinn.

    1. Es geht doch bei diesen Cash Cows immer ums Timing, Floyd Mayweather hat’s vorgemacht. Allerdings war ich sehr überrascht, dass man sich anscheinend für Bivol entschieden hat. Wie du schon sagst, er ist in seiner Prime, Southpaw, gut auf den Beinen und technisch hervorragend. Ich schätze ihn sogar stärker als Beterbiev ein. Das Charlo in die engere Auswahl in Betracht gezogen wurde, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Er hat im Mittelgewicht rein gar nichts geboxt, u.a. gegen Korobov eine gift decision erhalten und soll nun im SMW gegen Canelo antreten? Verstehe den Business Move von Showtime/PBC nicht. Es wäre doch die ideale Möglichkeit gewesen, Benavidez zu positionieren. Alleine schon was die PPV Zahlen angeht.

      1. Technisch gesehen ist Bivol offensichtlich besser als Beterbiev und er ist definitiv in seiner Prime während AB wohl eher schon past prime ist..
        Trotzdem sehe ich Beterbiev aktuell als klare Nummer eins und Bivol deutlich dahinter..
        Sowohl im direkten Duell zwischen den beiden als auch als Option bezüglich des nächsten Gegners für Canelo würde ich persönlich Beterbiev vorne sehen..
        Charlo hat auf dem Level nichts zu suchen und ich befürchte GGG inzwischen auch nicht mehr..
        Benavidez und mittelfristig Ramirez wären mMn gute Gegner..

        1. Flo, ich denke ja auch, dass Beterbiev die noch größere Herausforderung für Canelo wäre, aber die Differenzierung, die im Artikel vorgenommen wurde, Beterbiev sei „endlich mal ein richtiger Gegner“, während Bivol – was? ein falscher? – kann ich nicht nachvollziehen. Bivol gegen Canelo wäre für mich trotz allem ein absoluter Hochkaräter mit einem deutlichen Favoriten Canelo, aber das ist er ja in so ziemlich jedem Kampf.

      1. ahja und wo genau schreibst du warum er jetzt nicht wie geplant und von ihm beantragt gegen den wbc cruisergewichtschampion antritt, sondern gegen bivol. der übrigens absoult ein richtig starker gegner ist. mitlerweile sogar ein fast du guter wie es beterbiev wäre. und der wird weiter abbauen.

          1. ich stelle eine frage, du schreibst darauf wer lesen kann…
            dann frage ich dich wo du denn die antwort darauf geschrieben hast. dann kommt so ein mist von dir. es ist ja kein problem wenn du es nicht weist. ich wollte eben nur wissen, warum der fight gegen Makabu jetzt plötzlich vom tisch sein soll. ich finde es schade, hätte das lieber gesehen als gegen ggg. auch gegen bivol finde ich nur so semi interessant obwohl er ein top gegner ist. hätte canelo sogar gerne noch gegen rivas im bridgergewicht gesehen. das wäre die chance in der nächsten gewichtsklasse einen wm titel zu holen. er ist so oder so eine legende. aber er könnte noch mehr rekorde aufstellen.

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