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Boxsport – Telegramm von 28. Februar 2022

+++ Das Ergebnis des Kampfes zwischen Taylor und Catterall soll laut Internetberichten von der Sanktionsbehörde “British Boxing Board of Control”  untersucht, bzw. überperüft werden. Robert Smith, der Generalsekretär des „British Boxing Board of Control“, bestätigt, dass sie Ermittlungen aufnehmen werden.

Zitat: „Wir werden uns das ansehen. Es gab einige sehr enge Runden, es war ein sehr enger, sehr ruppiger Kampf, und ich habe um Berichte von den Richtern gebeten, die wir diese Woche studieren werden. Unsere Richter sind ehrliche Menschen und haben es so bewertet, wie sie es gesehen haben. Ich war dabei und dachte, Catterall hätte es geschafft.“

Bestenfalls wird dabei wohl eine eine Empfehlung zur Wiederholung dieser Begegnung heraus kommen. +++

+++ Neben den Klitschko-Brüdern und Vasyl Lomachenko hat sich auch Schwergewichtsweltmeister Oleksandr Usyk beim ukrainischen Militär gemeldet und kämpft gegen die russische Invasion. Im Gegensatz dazu positioniert sich Alexander Povetkin. Er meinte laut einem Bericht der britischen Dailymail, es ginge um die Bekämpfung des Nazismus in der Ukraine und schließt sich damit den offiziellen Verlautbarungen an, die aus dem Kreml zu hören sind. +++

+++ Zum anstehenden Kampf zwischen Fury und Whyte um die WBC-Krone im Schwergewicht hat sich nun auch Anthony Joshua geäußert. Laut der britischen Seite des „Dailystar“ will er wohl Whyte die Daumen drücken. Er sagte wörtlich:

 „Ich feuere Dillian an, obwohl ich ihn hasse, und ich möchte ihn eines Tages zerschmettern. Los, Dillian, ich bin den ganzen Weg bei dir.“

Das hat womöglich den Hintergrund, dass Joshua Whyte schon einmal in einem Profikampf 2015 besiegt hat und ihn deshalb für einen leichteren Gegner hält als Fury. Ob sein Wunsch in Erfüllung geht, entscheidet sich am 23. April im Wembley-Stadion, wenn Fury und Whyte gegeneinander antreten werden.

+++ Ein „Leckerbissen“ für deutsche Frauenboxfans steht an: Der Weltverband WBC hat einen Pflichtkampf im Minimumgewicht der Frauen angeordnet. Es werden sich dabei zwei Frauen aus Deutschland gegenüberstehen. Weltmeisterin Tina Rupprecht (11(3)-0-1) muss ihren Gürtel gegen Sarah Bormann (13 (7)-0-0) verteidigen. Wann und wo der Kampf stattfindet, ist noch nicht bekannt. Ebenso offen dürfte das Ergebnis dieses Kampfes sein.

Sarah Bormann schreibt dazu auf ihrer Facebook-Seite (wörtlich übernommen):

„Der World Boxing Council hat mich jetzt als ofizielle Pflichtherausforderin gegen Tina Rupprecht ernannt und den Kampf jetzt angeordnet.

Zu meiner Gegnerin, sie ist ungeschlagen und bei BoxRec die Nr1 P4P (Gewichtsklassenübergreifend) in Deutschland und Nr 2 der Weltrangliste.

Meiner Einschätzung nach ist sie eine sehr bewegliche, schnelle und exellente Technikerin. Ihr Schwerpunkt liegt vor allen in der Halbdistanz so wie dem Infight und darin in die Aktionen der Gegnerinnen zu kontern in dem sie sehr schnell meidet/abtaucht und auch in diagonale Winkel wechselt um somit die benötigten Zeitfenster zu bekommen und dann harte genaue Konter vorzugsweise Haken als Kombinationen oder als Einzeltreffer zu schlagen.

Ich bin sehr glücklich und motiviert das nach langer Zeit endlich dieser tolle Kampf vor allen für die Boxfans und Zuschauer in Deutschland kommt.

Ich hoffe es wird ein sehr intensiver und spektakulärer fight.

Schade nur das so ein spannender Kampf in Deutschland zu wenig Medienpresens bekommt.

Möge die bessere von uns gewinnen.

Wünsche euch noch viel Gesundheit und vor allen Harmonie und Frieden in dieser unglaublichen Wahnsinnigen Zeit.“ +++

+++ WBA-Superchamp Yesica Bopp (37(17)2 0) will ihren Gürtel im Halbfliegengewicht am 11. März gegen die mexikanische WBA-Interim-Titelträgerin Jessica Nery Plata verteidigen. Der Kampf soll bei einer Veranstaltung in Panama-City stattfinden. Hierbei sollte wohl die Titelverteidigerin als Favoritin Erfolg haben, da sie technisch versierter ist und von der Herausforderin nach bisherigem Wissen kaum eine KO-Gefahr ausgeht. +++

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11 Kommentare

  1. 28. Februar 2022 at 20:10 —

    Rupprecht vs. Bormann ist tatsächlich ein ganz interessanter Frauenkampf, zumindest für deutsche Verhältnisse. Etwas seltsam finde ich die Einschätzung von Bormann ggü Rupprecht. Denn diese ist keinesfalls die #1 P4P, das ist bekanntlich Katie Taylor, sondern die #23. Und die #1 in ihrer GK, dem Minimumgewicht, ist Siniesa Estrada, gegen die beide imo schwer KO gehen würden.

    Favorisiere dennoch Bormann und würde mir auch etwas mehr „Medienpresens“ für den Kampf wünschen. Diese wird in nächster Zeit aber wohl dem bevorstehenden Frauen-Megafight zwischen Taylor und Serrano vorbehalten bleiben.

    • 28. Februar 2022 at 20:21 —

      Ja, das hat mich auch gewundert, aber ich habe das Bormann-Posting so übernommen, wie sie es auf FB geschrieben hat.

      Auf jeden Fall ist es überhaupt mal ein Frauen-Kampf, bei dem nicht vorher schon feststeht, wer gewinnt.

    • “Zu meiner Gegnerin, sie ist ungeschlagen und bei BoxRec die Nr1 P4P (Gewichtsklassenübergreifend) in Deutschland (◄ 😉 ) und Nr 2 der Weltrangliste.”

      Nicht so viele ukrainische Propaganda-Seiten lesen, dann wird das auch was mit der deutschen Sprache!

  2. 28. Februar 2022 at 21:58 —

    Habe ich das auf den ersten Blick richtig gesehen? Minimum Gewicht = 46,xx kg? Also augenscheinlich haben beide Daumen ja auch muskeln.. 46 erscheint mir als Zahl abstrus wenig.

    • 1. März 2022 at 00:42 —

      Doch, das stimmt schon, Tina wog bei ihrem letzten Kampf 103,25 lb, das sind 46,8 Kilo. Sie ist aber auch nur 153 cm groß.

    • Schau dir erst mal ein paar der Männer in den untersten Gewichtsklassen an.
      Bei Frauen ist so ein nahezu muskelloses Äußeres im Oberkörperbereich ja noch recht normal durch den weiblichen (oberschenkel- und hüftbetonten) Körpertypus und den natürlich niedrigeren Testo-Spiegel.
      Aber als halbwegs gesunder Mann im besten Alter und mit dem Trainingspensum eines professionellen Boxers ist das Wahnsinn, wie die das schaffen.

      • 1. März 2022 at 16:27 —

        Ich meine der Profi-Radfahrer Michael Rasmussen hätte zu seiner Tour de France Zeit was um die 55 KG gewogen. Und der sah komplett verhungert aus! Gut ich weiß net genau wie groß der war.. nur das ich Angst bekommen habe den mit offenen Shirt zu sehen.

        Und die wiegen nochmal 10 Kg weniger? Bei mehr vermutlich mehr Muskeln??

        • Michael Rasmussen: 1.75m
          Tina Rupprecht: 1.53m
          Sara Bormann: 1.63m

          Das mit den 10kg weniger kommt genau hin.
          Tina Rupprecht könnte sogar nochmal 10 runter…Spaß!

          Äußere Muskulatur außerhalb der Skelettmuskulatur haben die eben kaum. Ähnlich wie Radfahrer. Schau dir die Oberarme an.

  3. 1. März 2022 at 11:43 —

    Wer lesen kann ist klar im vorteil.
    Da steht Nummer 1 p4p Gewichtsklassenübergreifend in “DEUTSCHLAND”.
    Bormann sollte klare favoritin gegen Rupprecht sein. Sie ist zu exposiev technisch zu variabel und physisch zu stark die sieht eher aus wie ein Fliegengewicht. Würde mal gerne wissen wie die es packt auf das minimumweight zu kommen.
    Glaube auch nicht das der US Star Senesia Estrada die Tina Rupprecht oder Sara Bormann KO schlagen würde dazu sind beide defensiv zu gut, denke das sich die Estrada vor allen bei den skills und der physis von der Bormann schwer tun würde und sich sogar die Zähne an ihr ausbeißen würde.
    Dennoch würde ich da auch Estrada nach Punkten favorisieren.

    • 1. März 2022 at 21:39 —

      Du hast recht, ich hatte das „Deutschland“ beim Lesen verschluckt, ging Fuchs vermutlich ebenso.

      Dennoch eine seltsame Betrachtungsweise. Ich schrieb eine Zeitlang Werbefilmchen für einen großen deutschen Süßwarenhersteller, der immer betonte, sein Produkt sei „die #1 in Deutschland im Markt für gekühlte Schokowaffeln“. Indem man den Ausschnitt verkleinert, wird die eigene Position – oder in diesem Fall die der Gegnerin – größer. Da kann also Sara schonmal einen Eistee kaltstellen, denn nach dem Kampf gegen Rupprecht wird vermutlich sie die „ bei BoxRec die Nr1 P4P (Gewichtsklassenübergreifend) in Deutschland“ sein.

      Ob die beiden in einem Kampf gegen Estrada schwer KO gehen oder „nur“ über 10 Runden komplett dominiert würden, darüber kann man tatsächlich streiten. Nach einem – aus meiner persönlichen Sicht relativ wahrscheinlichen – Sieg gegen Rupprecht ist eine soilche Begegnung ja durchaus möglich.
      ––
      „Würde mal gerne wissen wie die es packt auf das minimumweight zu kommen.“
      Hmm … gute Gene, hartes Training, perfekter Ernährungsplan, Cardarine … da gibt es doch jede Menge Möglichkeiten.

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