Boxsport-Telegramm vom 7. April 2022

+++ Es gibt offenbar gute Fortschritte bei den Gesprächen wegen einem Kampf zwischen Joe Joyce und Joseph Parker. Adam Morallee (S-Jam Boxing), der Management-Vertreter von Joyce, erklärte dazu sinngemäß gegenüber Sky-Sports:  „Wir hoffen, dass wir den Kampf in Großbritannien stattfinden lassen können, damit britische Kampffans Joe Joyce seinen Aufstieg an die Spitze der Division fortsetzen sehen können.“

+++ Die Platzkapazität des Wembley-Stadions für den Kampf zwischen Fury und Whyte wurde auf 94 000 erhöht. Bei Kämpfen von Carl Froch waren es noch 80 000. Offenbar ist die Nachfrage nach Tickets für diesen Schwergewichtskampf so groß, dass man jeden Meter ausnutzt. +++

+++ Sajad Gharibi, auch der „iranische Hulk“ genannt, wollte am 30. April in der O2-Arena gegen Martyn Ford, den angeblich „gruseligsten Mann der Welt“ in einem Schwergewichtskampf antreten. Ford hat diesen Kampf jetzt abgesagt, woraufhin „Hulk“ auf einen bereits geschlossenen Kampfvertrag pocht und ihn verklagen will. Ford gab gegenüber seinen fast 4 Millionen Instagram-Fans bekannt: „(…), aus Gründen, die außerhalb meiner Kontrolle liegen. Es braucht kein Genie, um sie alle herauszufinden. Ich möchte nicht den Weg einschlagen, darüber zu sprechen; zu viel Zeit und Energie wurde verschwendet. Ich trainiere immer noch hart, es wird ein Debüt geben. Es wird einen Kampf geben, ich bin mir nur nicht hundertprozentig sicher, wer, wann oder warum, aber es wird passieren.“ Damit gibt Ford eigentlich indirekt zu, dass er vor dem iranischen Hulk wegläuft.+++

+++ Nachdem der britische Federgewichtler Lee Selby Ende März in Buenos Aires durch TKO 5 verloren hat, ist er zu dem Entschluss gekommen, seine Karriere zu beenden. Für Selby war es die zweite Niederlage in Folge, nachdem er im Oktober 2020 in der Londoner Wembley-Arna gegen den Australier Kambosos jr nach Punkten in einem IBF-Eliminator im Leichtgewicht unterlegen war. „Lightning“ Selby war EBU-Champ und IBF-Weltmeister im Federgewicht und kann auf eine Bilanz von 28 Siegen (9 durch KO) und 4 Niederlagen (einmal durch KO) zurück blicken. Offenbar gab diese erste vorzeitige Niederlage den Ausschlag, die Handschuhe an den Nagel zu hängen. +++

+++ Vor uns liegen 2 großartige Frauenkämpfe. Am 30. April werden Katie Taylor und Amanda Serrano im MSG New York aufeinander treffen. Im Sommer soll es zu der Begegnung zwischen Claressa Shields und Savannah Marshall kommen. Beide Kämpfe haben zumindest von der Ansetzung her das Potential, der beste Frauenkampf aller Zeiten zu werden. Zumindest Claressa Shields sieht dabei keine Konkurrenz zwischen beiden WM-Fights. Sie sagte gegenüber DAZN: „Diese Mädchen ( Serrano und Taylor) sind beide geschickt, stark und versiert. Siebenfacher Weltmeister, olympischer Goldmedaillengewinner, ein unbestrittener Champion, ich fühle mich in keiner Weise schlecht, dass sie die ganze Presse bekommen.“ Und weiter: „Ich denke, es sind beide (Kämpfe) großartig für das Frauenboxen.“ Die beiden Kämpfe werden sich also nach Meinumg von Shields nicht überschatten oder sich gegenseitig den Rang ablaufen. Beide Begegnungen werden live auf DAZN zu sehen sein. +++

+++ Offenbar hat man in Kuba in der letzten Zeit immer wieder die besten Boxer verloren, weil sie keine Profikarriere einschlagen konnten und lukrative Angebote aus dem Ausland bekamen. Mit dieser Haltung ist jetzt nach 60 Jahren Schluss. Ab Mai können kubanische Boxer wieder im eigenen Land Profiboxer werden. Diese Entscheidung der „Federation Cubano de Boxeo“ wurde am Montag bekannt gegeben. Es wurde bereits ein kubanischer Profiboxstall, die „Golden Ring Promotions“ gegründet. +++

10 Gedanken zu “Boxsport-Telegramm vom 7. April 2022

        1. Ganz ehrlich..
          Klar gibt es Menschen, die eine ähnliche Physis aufgebaut haben, wie man sie auf den Bildern des „Hulk“ sehen kann.. Allerdings gibt es von eben diesem genug Bilder, bei denen ich mir die Frage stelle, wieso man sich erst jetzt wundert (nachdem er beim weigh in erschienen ist), dass diese offensichtlich gephotoshopped waren bzw sind..
          Die Bilder sind teilweise so schlecht bearbeitet, dass jedem hätte klar sein können (oder müssen), dass es sich dabei nur um einen Fake handeln kann..

          1. Denke schon, dass der Iranian Klops recht massiv daher kommt. Aber fette Mucks alleine reichen nicht aus, um einen wie Martyn Ford zu besiegen, der Kampfsport betreibt.

            Gharibi kann froh sein, dass Ford nicht den Boden mit ihm aufwischt!

          2. Schreiberling:
            Klar is der trotzdem keine Bohnenstange.. Aber da wurde technisch durch Verzerrung / Retuschieren erheblich nachgeholfen..
            Beim Weigh in sah er, mal abgesehen von der offensichtlichen Diskrepanz zwischen Bildern und Realität, weder besonders motiviert noch austrainert aus.. noch nicht einmal auch nur ansatzweise sportlich um ehrlich zu sein, sondern einfach wie ein prall gefüllter Sack Reis..

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