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Boxsport – Telegramm vom 5. März 2021

+++ Der mittlerweile 50-jährige Cruiser Firat Arslan wird am Samstag in seinem eigenen Gym in Göppingen seinen 60. Profikampf bestreiten. Arslan ist das beste Beispiel dafür, dass das Alter bei daueraktiven Sportlern nur eine Zahl ist. Er gehört zu den Boxern, die auch in längeren Wettkampfpausen auf ein hohes Fitnesslevel wert legen. Zuletzt handelte er sich im Februar 2020 eine Niederlage gegen den Südafrikaner Kevin Lerena ein, als es in Göppingen um dessen IBO-Titel ging. Arlans Gegner ist der in Deutschland bekannte Venezuelaner Gusmyr Perdomo (26(17)-9(2)-0). Der 43-jährige war früher bei Universum/Spotlight unter Vertrag und kämpfte u.a. gegen Mikkel Kessler. +++

+++ Axel Schulz blickt nach 25 Jahren auf seinen Kampf gegen George Forman zurück. Neben der Börse von 500 000 DM war dieser Kampf gegen eine Legende das Beste, was ihm überhaupt passieren konnte. So sieht Schulz es zumindest im Nachhinein: (Klick)

+++ Zu einem großen Vereinigungskampf im Super-Leichtgewicht soll es am 22. Mai in Las Vegas kommen. Der Brite Josh Taylor (17(13)-0-0) und der Amerikaner Jose Carlos Ramirez (26(17)-0-0) wollen ermitteln, wer der „King“ dieser Gewichtsklasse ist. Veranstalter ist der 89-jährige Bob Arum (Top Rank), der in Las Vegas zuhause ist und somit wohl die kürzeste Anreise haben wird. Taylor ist bei Arum unter Vertrag. Einen klaren Sieg-Favoriten sollte es bei dieser Ansetzung nicht geben. Beide Boxer sind Doppelweltmeister und ungeschlagen. Mehr geht eigentlich nicht, um einen Kampf mit Spannung zu erwarten. +++

+++ Laut einer Internetmeldung haben sich Parker und Chisora gegenseitig zugesichert, dass sie gegeneinander antreten wollen. Es gab diese Ansetzung schon einmal im Jahr 2019. Parker sagte damals ab, weil er angeblich von einer Spinne gebissen wurde und sich nicht richtig vorbereiten konnte. Chisora meinte, er wäre bereit für Rock’n Roll und Parker will einen großartigen Kampf zeigen. Warten wir mal ab, ob, wann und wo es dazu kommen wird. +++

+++ WBC-Präsident Sulaiman will in Zukunft die Auswahl der Pflichtherausforderer besser prüfen lassen. Diese Aussage nahm Bezug auf den Kampf zwischen Canelo und Yildirim, der bereits nach 3 Runden vorbei war, weil der Türke in den 3 geboxten Runden überhaupt keinen richtigen Kampfwillen zeigte und in der Pause zu Runde 4 von seiner Ecke ohne zwingendem Grund aus dem Kampf genommen wurde. +++

+++ Und noch ein Vereinigungskampf: Das britische Schwergewichtsduell zwischen Joshua und Fury kommt immer mehr in „Sack und Tüten“. Laut britischen Pressemitteilungen ist zwar noch kein Vertrag unterschrieben, aber es gibt schon mal zwei in Frage kommende Termine, der 26. Juni oder der 3. Juli. Vereinbart ist auch die Börsenaufteilung: 50:50. In einem ebenfalls bereits festgelegten Rematch soll es 60% für den Sieger des ersten Kampfes geben. Austragungsort des ersten Kampfes soll Saudi-Arabien sein, weil dort angeblich 200 Millionen britische Pfund zu holen sind. Moralische Bedenken, den Megakampf gerade in diesem Land stattfinden zu lassen, hat man scheinbar nicht. +++

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1 Kommentar

  1. 6. März 2021 at 11:25 —

    Na ja, Arslan ist mit seinen 50 Jahren optisch zwar noch recht gut in Schuss und er kann sicherlich noch den ein oder anderen Kampf machen, aber gegen die Weltspitze wird das wohl eher nichts……wie andere Medien schreiben hat er seinen Wunsch…öltester Cruiser-Champ zu werden wohl immer noch nicht ausgeträumt!

    An den Kampf Joshua vs Fury glaube ich wirklich erst wenn die Verträge tatsächlich unterschrieben sind und beide Boxer kampfbereit im gleichen Ring stehen!

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