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Boxsport – Telegramm vom 31. März 2020

Leider passieren gegenwärtig im Boxsport nicht gerade viele handfeste Begebenheiten. Über tatsächliche Events und Fights gibt es so gut wie nichts zu berichten. Was uns im Moment bleibt, ist diverse mehr oder weniger wichtige News zu verkünden, die rund um das Boxen passieren. Hier ein paar davon:

Eddie Hearn will seinen Boxer Devin Haney am liebsten gegen den bei Oscar de la Hoya unter Vertrag befindlichen Ryan Garcia boxen lassen. Beide Boxer kämpfen im Leichtgewicht, sind 21 Jahre alt und haben Vereinbarungen mit DAZN.com. Haney ist nach einer Verletzung aus seinem letzten Kampf von Verband WBC zum „Champion in Recess“ erklärt worden und sein Gürtel sollte anderweitig zwischen Luke Campbell und Javier Fortuna ausgeboxt werden. Das geschah bisher wegen der gegenwärtigen Corona-Krise nicht. Es könnte gut passen: Haney will natürlich seinen seinen Titel zu 100% zurück. Garcia trägt den WBC Silverbelt in dieser Gewichtsklasse und belegt #3 im WBC Ranking. Wie sich das Ganze aufklärt und gegen wen Haney kämpfen wird, muss man abwarten.

Wie bereits bekannt ist, hat sich Chis Eubank jr ein wenig von seinem (Über-) Vater Chris Eubank sn gelöst und versucht anderweitig neue Wege zu beschreiten. Es hat ihn in die USA „verschlagen“, wo er gegenwärtig zusammen mit Roy Jones jr arbeitet. Ob daraus ein Trainer/Boxer Team wird, bleibt abzuwarten. Roy Jones jr ist in letzter Zeit nicht gerade dafür bekannt, dass er eine Sache langfristig durchzieht. Allerdings: Mit Blick auf die früheren Erfolge von Jones jr wäre neben der räumlichen „Luftveränderung“ eine solche Zusammenarbeit sicherlich fruchtbringend für Eubank.

Der britische Boxer Amir Khan hat sich zu einem möglichen Schwergewichtsduell zwischen Tyson Fury und Anthony Joshua geäußert. Der Kampf würde eine Vereinigung aller 4 großen Schwergewichtstitel bedeuten. Khan meint, es wäre für Fury leicht, Joshua zu besiegen. Ob es eventuell in diesem Jahr dazu kommen kann, steht in den Sternen. Erst einmal muss die gegenwärtige Zwangspause überwunden sein. Danach steht für Joshua die Pflichtverteidigung gegen Pulev an. Fury wird sich womöglich ein drittes Mal mit Wilder messen. Sollten beide ihre Kämpfe gewinnen, wäre der Weg für diesen britischen Megakampf frei. Ob das zum Ende dieses oder zu Beginn des nächsten Jahres passieren kann, hängt von der Dauer der gegenwärtigen Krisen-Situation ab.

Die mit viel Getöse angekündigte Herausforderung von Claressa Shields gegen Laila Ali hat sich scheinbar erledigt. Laut Internetmeldungen will Laila Ali 5 Millionen Dollar dafür haben, wenn aus dem Ruhestand zurück in den Ring zu kommen soll. Das diese Summe nicht zu erzielen ist, dürfte klar sein. Shields muss sich also anderweitig beschäftigt halten. Demnächst steht für „T-Rex“ ein Vereinigungskampf gegen die Kanadierin Marie Eva Dicaire an. Vorausgesetzt, es bleibt bei diesem Termin, soll es dann am 9. Mai in Shields Heimatstadt Flint um 3 Gürtel im Super-Weltergewicht gehen. Ob der Termin zu halten ist, muss man bezweifeln.

Der für den 23. Mai angekündigte Kampf zwischen Oleksandr Usyk und Dereck Chisora ist vorläufig auf Juli verschoben worden. Usyk ist nicht der einzige Ukrainer, dessen Kampftermin sich nach hinten verlagert. Auch für Vasyl Lomachenko, der am 30. Mai gegen IBF-Champ Teofimo Lopez zu einem großen Vereinigungskampf antreten sollte, wird es einen neuen Kampftermin geben müssen. Wenn selbst solche Termine schon abgesagt werden, die in 2 Monaten stattfinden sollten, kann man daran ablesen, dass der normale Boxbetrieb wohl frühestens im Sommer wieder richtig Fahrt aufnehmen wird.

 

Bild: Matchroom Boxing

Eddie Hearn hat einen baldigen dritten Kampf zwischen Anthony Joshua und Andy Ruiz jr nicht völlig ausgeschlossen. Zuvor hätte Joshua allerdings andere Aufgaben zu erledigen. Sollte Ruiz jr auch in Zukunft „noch da sein“, wäre ein dritter Kampf denkbar. Zugleich lobte Hearn seinen Schützling für die gute Arbeit, die er im Rematch gegen gegen Ruiz geleistet habe. Hearn zweifelt allerdings daran, ob Ruiz noch lange boxen wird. Hearn wörtlich auf der Internetseite express.co.uk: „Wer weiß, was Ruiz tun wird? Er hat viel Geld verdient. Vielleicht segelt er in den Sonnenuntergang.“

 

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