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Boxsport-Telegramm vom 30. März 2021

+++ Nachlese: Am Samstag, dem 27. März kam es in Buenos Aires zu einem denkwürdigen Kampf um den vakanten WBA-Inter-Conti im Federgewicht. Heimboxer Alberto Melian bekam es dabei mit Frency Saya aus der Dom-Rep zu tun. Dabei stellte sich einmal mehr heraus, dass ein Boxer, der nach Punkten gnadenlos hinten liegt, immer noch die Chance hat, den Kampf für sich zu entscheiden. Melian war in den Runden 2, 3 und 5 insgesamt vier Mal am Boden. Das war zwar nicht immer wegen Schlagwirkung, fand aber seinen Niederschlag auf den Punktrichterzetteln. Dem Argentinier gelang es dann, in der zweiten Kampfhälfte „Oberwasser“ zu gewinnen. Die Punktrichter vermerkten auf ihren Zetteln zwei Bodenbesuche in Runde 8 und einen in Runde 10 bei dem zunehmend geschwächten Saya. So kam ein Sieg (94:90 und zwei mal 92:91) für den Heimboxer zustande, der sich dann den WBA-Inter-Conti umschnallen durfte. +++

+++ Am 22. Mai kommt es in Las Vegas zu einem großen Titel-Vereinigungskampf im Super-Leichtgewicht. Die beiden ungeschlagenen Doppelweltmeister Jose Carlos Ramirez (WBC und WBO) und Josh Taylor (IBF und WBA) wollen sich miteinander messen und so den absoluten „König“ dieser Gewichtsklasse ermitteln. Veranstalter ist der in Las Vegas ansässige Bob Arum (Top Rank).

Ramirez gibt sich im Vorfeld relativ bescheiden. Er sagt: „Es ist ein sehr großer Kampf, sehr wichtig für mich und meine Familie. Fans wollen diese Art von Kämpfen sehen. Taylor ist ein großartiger Champion, er ist ungeschlagen. Ich kann mir vorstellen, dass er genauso motiviert ist wie ich, also wird es ein großartiger Kampf. Ich werde mein Bestes geben, um zu gewinnen“. Taylor ist da schon etwas weniger zurückhaltend und behauptet in einem Youtube-Clip, dass er Ramirez in allen Belangen überlegen wäre. +++

+++ Floyd Mayweather jr wäre nicht Floyd Mayweather jr, wenn er nicht ab und zu mit Eigenlob glänzen würde. Auf die Frage hin, wen er für die 5 besten Boxer aller Zeiten hält, nennt er sich selbst zuerst, gefolgt von Pernell Whitaker, Robert Duran, Larry Holmes und Aaron Pryor. Muhammad Ali, Mike Tyson, Sugar Ray Leonard oder Sugar Ray Robinson kommen bei Mayweather nicht vor. (Klick) +++

+++ Bei einer Veranstaltung in Gersthoven/Bayern kam es bei einem Frauenkampf zu einem vorzeitigen Ende. Die Augsburgerin Cheyenne „Pepper“ Hanson (8(6)-1-0) erlitt dabei durch einen Kopfstoß eine starke Schwellung am linken Auge. Ihre Gegnerin, die Ukrainerin Alina Zaiteva (1-6-0), die offensichtlich sowieso nur zum verlieren eingekauft war, hatte dann nach Punkten hinten liegend bei einer Technischen Entscheidung nach 5 von 10 Runden das Nachsehen. Trotz der mächtigen Beule gab es zum Trost für Pepper Hanson den Internationalen Deutschen Meistertitel des BDB im Super-Federgewicht. +++

Foto: Hanson (Instagram)

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3 Kommentare

  1. Muhammad Ali, Mike Tyson, Sugar Ray Leonard oder Sugar Ray Robinson kommen bei Mayweather nicht vor
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    Bei niemandem der Ahnung hat, sind Ali und Tyson in den Top5 der Besten boxer aller zeiten.

    • 31. März 2021 at 18:27 —

      Und das traust du dich hier zu schreiben?

    • 1. April 2021 at 00:09 —

      Bei niemandem der Ahnung hat, sind Ali und Tyson in den Top5 der Besten boxer aller Zeiten.

      Seh ich genauso, Ali war zur richtigen Zeit eine politische Institution und wurde dadurch zur Legende, Tyson war der geborene Bad Boy der die Schlagzeilen beherrschte. Es gab wesentlich bessere Boxer, sportlich gesehen. Felix Savon war besser als beide, Marciano hätte mMn beide besiegt ohne das es seine härtesten Kämpfe gewesen wären und was skills angeht ist unabhängig von der Gewichtsklasse z. B. Usyk Galzaghe Lomachenko Pac Lewis (was er ja auch umgesetzt hat) und defensiv Mayweather unter Garantie für mich bessere Boxer. Aber in Sachen Vermarktung waren Tyson und auch Ali sicherlich unerreichbar obwohl sie in ihrer Prime geschlagen wurden. Dieses Phänomen kann man sehr gut z. B. an McGregor sehen, er ist und war nie der Beste wird aber immer in einem Atemzug mit den Besten genannt oder für den besten gehalten.

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