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Boxsport-Telegramm vom 22. April 2022

+++ Der erneute Anlauf von Nina Meinke auf einen WM-Gürtel ist leider nicht geglückt. Die Punktrichter in Kopenhagen stimmten mit 96:95 und zwei Mal 97:93 zu Gunsten von IBF-Titelverteidigerin Sarah Mahfoud. Welchen Anteil daran WM-Bonus und Heimvorteil hatten, lässt sich schlecht beurteilen. Man kennt das ja zur Genüge: Zu einem sicheren Sieg kommt man als Gastboxer all zu oft nur durch ein KO. Auf der Facebook-Seite von SES wird der Kampfverlauf so geschildert:

„Ab der zweiten Runde schien die Herausforderin aus Berlin in den Kampf zu finden, sie setzte ihre Akzente und verstärkte ihren Vorwärtsdrang. Aber die dänische Titelverteidigerin Sarah Mahfoud entzog sich immer wieder geschickt den Attacken der Herausforderin, stoppte deren Aktionen durch halten bzw. klammern und gestaltet danach den Kampf zunehmend ausgeglichen. Ab der sechsten Runde keimte wieder deutlich Hoffnung auf einen Sieg auf und es schien, dass die Berlinerin Nina Meinke das “Heft in die Hand” durch ihren unbedingten Kampfeswillen nehmen könnte. Die nächsten Runden konnte sie für sich entscheiden. Aber ein harter Abschluss, der für Nina Meinke die beiden letzten Runden noch hätte entscheiden können und der die Titelverteidigerin Sarah Mahfoud ernsthaft in Bedrängnis gebracht hätte, kam leider nicht durch.“ +++

+++ Wie bereits Mitte Februar angekündigt, will Ricky Hatton noch einmal in den Ring steigen. Sein Gegner wird der Mexikaner Marco Antonio Barrera sein, der 2011 seine Profikarriere beendete. Hatton stand das letzte Mal 2012 zu einem offiziellen Kampf im Ring. Der Showkampf in der Manchester-Arena zwischen Hatton und Barrera soll über 8 Runden gehen und ohne eine Bewertung durch Punktrichter enden. Wer glaubt, Hatton macht diesen Kampf aus finanziellen Gründen, liegt meilenweit daneben. Hattons Nettovermögen wird immerhin auf 40 Millionen Dollar geschätzt. Der 43-jährige will mit diesem Showkampf dazu beitragen, dass die Fans nach 2 Jahren Corona-Pandemie wieder ein Highlight zu sehen bekommen und sich bei dieser Gelegenheit noch einmal selbst fordern. Er muss sein Gewicht erheblich reduzieren. Immerhin soll der Kampf mit einem Limit von 140 Pfund (Halbwelter) stattfinden. Gegenwärtig wäre Hatton wohl eher bei 168 Pfund ( Supermittel) einzuordnen. Die Veranstaltung in Manchester soll von Musik- Darbietungen begleitet sein und in eine große Partynacht übergehen.

Hatton sagte sinngemäß auf der Internetseite von “The Sun”:

„Ich mache das für Fans, die Schwierigkeiten hatten, mit Covid eingesperrt zu sein. Ich bekam einen Anruf und wurde gefragt, ob ich zurückkommen würde, um dies für die Fans zu tun, die durch Covid seit Ewigkeiten eingesperrt waren. Covid war hart für mich, für alle. Ich möchte auch Menschen inspirieren, die psychische Probleme hatten. Sie können mich ansehen und sagen: ‘Er hat gekämpft und jetzt schau dir an, wo er ist’, damit sie es auch tun können.” +++

+++ Mike Tyson ist in einem Flugzeug der Geduldsfaden gerissen. Nachdem ein Passagier ein Selfie mit ihm gemacht hatte, setzte er sich auf seinen Platz in der Reihe hinter Tyson und redete offenbar pausenlos auf Tyson ein. Tyson forderte ihn mehrmals auf, endlich ruhig zu sein. Als das nicht fruchtete, setzte es ein paar Hiebe. Über die Folgen dieses Vorfalls ist nichts bekannt. Ein paar weiterführende Infos gibt es hier .++++

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