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Boxsport – Telegramm vom 20. April 2021

+++ Was bei den Herren im Schwergewicht eine weltweit verfolgte und Millionen Dollar schwere Veranstaltung gewesen wäre, lief bei den Frauen dieser Gewichtsklasse am Samstag in San Jose / Puerto Rico fast unbeachtet von der Weltöffentlichkeit ab. Die einheimische Boxerin Hanna Gabriels (20(12)-2(1)-1) sicherte sich durch einen TKO 2-Sieg über Martha Lara (11(6)-9(2)-0) aus Mexiko die vakanten WM-Gürtel der Verbände WBA und WBC. Man muss dabei allerdings sagen, dass Gabriels die haushohe Favoritin war. Da es im Schwergewicht der Frauen kaum wirklich gute Boxerinnen gibt, war es für Gabriels keine große Hürde mit ihren bisher guten Leistungen im Super-Welter und Mittelgewicht nur ein bisschen mehr Gewicht drauf zu packen und sich die Titel zu holen. Die Mexikanerin war mit ihren begrenzten boxerischen Fähigkeiten längst keine würdige WM-Boxerin. Gabriels hatte leichtes Spiel und es reichten wohl ein paar kräftige Schläge auf die Nase der Dame aus Mexiko, um den Kampf zu entscheiden. +++

+++ Dieser Clip ist zwar schon einen Monat alt, aber eine prima Einstimmung auf den Kampf zwischen WBC-Champ Tyson Fury und 3-fach Champ Anthony Joshua. Absolut kein Vergleich zu dem, was bei den Frauen der höchsten Gewichtsklasse abgeht. Ob es jemals dazu kommt, dass die Frauenkämpfe im Schwergewicht attraktiver werden? Man kann gespannt sein, ob es jemals dazu kommt. +++

+++ Der Kampf zwischen Canelo und Saunders am 8. Mai soll dem Mexikaner den dritten Gürtel (WBO) im Supermittelgewicht bescheren. Das scheint soweit bereits „gegessen“ zu sein. Anders ist es nicht zu erklären, dass man jetzt schon vom nächsten Canelo-Kampf gegen IBF-Champ Caleb Plant redet, der im Herbst stattfinden soll. Damit wäre dann Canelos Titelsammlung im Supermittel komplett, was die vier großen Verbände anbelangt. Saunders ist davon überhaupt nicht begeistert, wenn Promoter Eddie Hearn bereits jetzt über den Kampf gegen Plant spricht und damit Saunders schon im Vorfeld zum Verlierer gegen Canelo erklärt. Sollte Saunders gewinnen, wäre gewiss erst einmal ein Rematch angesagt. +++

+++ Man will es kaum glauben wie sich Boxer weiter entwickeln, wenn man sich an ihre Amateurzeit erinnert. Der ehemalige Weltergewicht-Champ Shawn Porter gibt jetzt zum besten, dass er als Amateur den Ukrainer Oleksandr Usyk nach Punkten geschlagen hat. Das Ganze fand im Jahr 2006 in Chicago statt. Während Porter bereits 2008 zu den Profis wechselte, legte Usyk an Gewicht zu, wurde 2012 Olympiasieger und holte sich später als Profi alle 4 „großen“ Titel im Cruisergewicht. +++

+++ Wie auf der britischen Seite „Daily Star“ zu lesen ist, will Tyson Fury vor einem Kampf gegen Antony Joshua zunächst gegen Ty Mitchell kämpfen. Der Brite war in den Jahren 2010/11 als Boxer im Supermittel aktiv. Seine Kampfbilanz: (3(2)-2(1)-0). Mitchells Karriere endete tragisch, weil er im Oktober 2011 den 19-jährigen Studenten Jagdip Randhawa mit einem Schlag getötet hat. Mitchell musste 7 Jahre wegen Totschlags absitzen. Majinder Randhawa, die Schwester des Getöteten, äußerte sich besorgt, dass Mitchell wieder boxen will. Sie ist der Meinung, dass man Mitchell nicht frei auf der Straße herumlaufen lassen sollte, damit nicht noch einmal das Gleiche passieren kann. Clifton Mitchell, Vater des Boxers sagte, dass es ein Unfall war. Ty Mitchell hat eine Boxlizenz bis Dezember. Warum und ob Fury überhaupt gegen ihn boxen will, liegt im Nebel. +++

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